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Cherine kann nach Disneyland fahren!

Hoffnungsschimmer für todkrankes Kind Cherine kann nach Disneyland fahren!

Das Schicksal der schwerkranken Cherine aus Oranienburg bewegt die Menschen. Sie hat einen Gehirntumor. Unternehmer, Sportler und Privatleute beteiligen sich an der Spendenaktion, die eine enge Freundin der Familie ins Leben gerufen hat. Das Geld soll den größten Wunsch der Sechsjährigen erfüllen – mit Erfolg! Und es gibt sogar einen Hoffnungsschimmer.

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Cherine und Jenny Krautwald im Dankeschön-Video.

Quelle: Privat

Oranienburg. Eine genaue Spendensumme für die schwerkranke sechsjährige Cherine aus Oranienburg könne noch nicht genannt werden, sagt Jenny Rauer. Aber sicher sei inzwischen: Das Geld für die Reise ins Disneyland nach Paris ist zusammengekommen. Finanziell sei es also möglich, dem Mädchen seinen Herzenswunsch zu erfüllen, so die Organisatorin der Spendenaktion, die sie als enge Freundin der Familie ins Leben gerufen hatte. Jetzt komme es darauf an, dass die in dieser Woche beginnende Strahlentherapie anschlägt.

Etwa zwei Wochen nach Abschluss dieser Behandlung sei zu erwarten, dass Cherine für eine gewisse Zeit symptomfrei ist und die Reisen – auch Flugreisen – tatsächlich unternehmen kann. In dieser Zeit könnten der Ausflug ins Disneyland Paris, ein Urlaub am Meer oder ein Aufenthalt auf einem Reiterhof stattfinden. Das hatte sich Cherine von Herzen gewünscht.

Das Schicksal von Cherine bewegt viele Menschen

Bei der Sechsjährigen wurde ein Ponsgliom diagnostiziert. Dieser Gehirntumor ist laut Diagnose der Ärzte aufgrund seiner Lage am Stammhirn bei Cherine nicht operativ zu entfernen.

Das Schicksal des Mädchens bewegt viele Menschen in der Region. Allein 15 Oberhavel-Fußballteams haben Spenden zusammengetragen und Aktionen gestartet, darunter ein Benefizspiel. Dafür bedankten sich Cherine und ihre Mutter in einem Video. „Wir sind so begeistert über solche Resonanz“, sagt Jenny Krautwald in der Aufnahme. Sie bedanke sich bei allen, die gespendet haben, „um Cherine ein paar Wünsche zu erfüllen.“

Auf selbst gestalteten karten haben einige Spender ihre Wünsche für Cherine formuliert

Auf selbst gestalteten karten haben einige Spender ihre Wünsche für Cherine formuliert.

Quelle: Charlotte Gaber

Mehrere größere Summen gingen von Privatspendern und Firmeninhabern ein (die zumeist anonym bleiben wollen), aber auch ungezählte kleinere Beträge. Insgesamt 410 Euro hat zum Beispiel Charlotte Gaber aus Mühlenbeck mit Hilfe von vielen Freunden, Bekannten, Nachbarn und Familienmitgliedern zusammengetragen. Ihren Wünschen für schöne Erlebnisse haben sie selbst gestaltete Karten mit einem Zeitungsfoto von Cherine beigefügt. 211,92 Euro an Trinkgeldern stammen aus dem Germendorfer Restaurant „Mythos“, dessen Mitarbeiter und Gäste ihre Unterstützung fortsetzen wollen.

Mutter recherchiert zu möglicher Operation

Unterdessen hat sich ein Hoffnungsschimmer ergeben, dass der Tumor von Cherine möglicherweise doch operiert werden könnte. Angehörige und Freunde haben von der kleinen Lilli aus Flörsheim am Main erfahren. Ihr Tumor lag ähnlich nah am Hirnstamm wie der von Cherine und war ebenfalls von Nevenfasern durchzogen. Dennoch konnte er im Januar entfernt werden – von Spezialisten im kanadischen Toronto.

Jetzt recherchiert Jenny Krautwald, ob und unter welchen Umständen so eine komplizierte Operation auch für Cherine in Frage kommt. Die Mutter äußert sich zurückhaltend: „Wir möchten uns noch keine falsche Hoffnungen machen. Noch steht alles in den Sternen“, schreibt sie via Facebook. Sie danke trotzdem allen für die guten Wünsche.

Das nächste Problem: die Kosten des Eingriffs und des Klinikaufenthalts. Lillis Eltern, die ebenfalls von Spendern unterstützt werden, schätzen diese auf rund 300.000 Euro.

Eine Chance für Lilli – und Cherine?

Bei der sechsjährigen Cherine aus Oranienburg wurde ein Ponsgliom diagnostiziert. Lebenserwartung: zwei Jahre. Dieser Gehirntumor ist laut Diagnose der Ärzte aufgrund seiner Lage am Stammhirn nicht operativ zu entfernen.

Genau das gelang allerdings bei der ebenfalls sechsjährigen Lilli aus Flörsheim in Hessen. Kanadische Spezialisten hatten ihr in einer neunstündigen Operation einen Gehirntumor entfernt, der ähnlich kompliziert am Stammhirn liegt wie der von Cherine.

Die immensen Kosten der Operation (85.000 Euro) und des Klinikaufenthalts (6000 Euro pro Tag) können mit Hilfe von Spenden getragen werden.

Fussball-Brandenburgligist TuS Sachsenhausen lädt für Mittwoch, 11. Mai, zu einem Benefizspiel ins Elgora-Stadion. Ab 18.30 Uhr trifft das Team auf eine Auswahl, bestehend aus Spielern der auf Landesebene aktiven Oberhavel-Teams. Im Vorfeld wurde der Co-Trainerposten von TuS-Trainer Oliver Richter versteigert. Der Erlös kommt der schwer erkrankten Cherine aus Oranienburg zugute.

Von Helge Treichel

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