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Oberhavel Spendenaktion: Fahrräder für Flüchtlinge
Lokales Oberhavel Spendenaktion: Fahrräder für Flüchtlinge
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00:26 10.04.2015
Die ersten fünf Räder sind flottgemacht und wurden gestern an Flüchtlinge in Hennigsdorf übergeben. Quelle: Ulrich Bergt
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Hennigsdorf, Hohen Neuendorf

Paul (7) und Daniel (8) schwangen sich Dienstagvormittag sofort auf ihre neuen Räder und drehten eine kleine Proberunde. Hohen Neuendorfs Bürgermeister Klaus-Dieter Hartung (Linke) und Holger Mittelstädt (SPD), der stellvertretende Stadtverordnetenvorsteher, hatten den beiden Brüdern mit nigerianischen Wurzeln ebenso wie den syrischen Flüchtlingen Tarek Ghadri, Hussein Schamin und Hasan Seydon die ersten gespendeten Fahrräder übergeben.

 

Das Heim in Stolpe-Süd liegt am Rande von Hennigsdorf. Es sei deshalb besonders wichtig, die Bewohner aus ihrer Isolierung herauszuholen, meint Bärbel Wihstutz von der Initiative "Willkommen in Oberhavel". Mit dem Rad wird es leichter zum Sprachkurs, zum Einkaufen oder zum Arzt zu fahren oder für die Kinder, zur Schule zu gelangen.

"Wir haben in Oberhavel die Erfahrung gemacht, dass den Flüchtlingen viel Freundlichkeit entgegengebracht wird", sagt Bärbel Wihstutz. Mit Aktionen wie der Fahrradspende bekomme dies auch eine ganz praktische Seite.

"Die Räder sind alle in verkehrssicherem Zustand", erklärt Annette Koegst. Bei der Pur gibt es dafür eine kleine Werkstatt. Das Fahrradhaus Schmutzler in Hohen Neuendorf stellt Ersatzteile zur Verfügung. Für die jetzt von der Stadt Hohen Neuendorf gespendeten Räder hat das Bergfelder Radhaus Schmidt die Reparaturarbeiten übernommen. Und in Velten sollen die Räder in der Werkstatt des Jugendklubs Oase auf Vordermann gebracht werden.

Die Idee, reparierte Fahrräder an Bedürftige weiterzugeben, ist bei der Arbeitsförderungsgesellschaft Pur nicht neu. "Wir haben das bisher auch für Arbeitslosengeld-II-Empfänger gemacht", sagt Annette Koegst. "Und diese Aktion wird parallel zur neuen Initiative auch weitergeführt." Der Bedarf ist ungebrochen groß. Deshalb gibt es auch eine Warteliste. Derzeit sind darauf 25 Interessenten eingetragen.

Ganz kostenlos gibt es die Räder, die von der Pur weitervermittelt werden, übrigens nicht. "Wir erheben einen Unkostenbetrag von zehn Euro - außer für Kinderräder", so die Pur-Chefin. Dafür werden dann wieder Ersatzteile gekauft. Geldspenden sind deshalb jederzeit willkommen. Und natürlich nicht mehr gebrauchte Räder. "Einfach mal im Schuppen nachsehen", empfiehlt Klaus-Dieter Hartung.

Von Ulrich Bergt

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