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Oberhavel Spendenlauf bringt 20.222 Euro!
Lokales Oberhavel Spendenlauf bringt 20.222 Euro!
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05:50 15.10.2016
Die Protagonisten und Unterstützer des Laufes um Schulleiter Uwe Zietmann (rechts) präsentierten die gespendete Summe. Quelle: Uwe Halling
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Gransee

Es ging ein Raunen durch das Foyer des Strittmattergymnasiums Gransee, als Schulsprecherin Maike Henschel die Summe verkündete. Anschließend brandete Beifall von den Schülerinnen und Schülern auf, die sich alle im Eingangsbereich des Gymnasiums drängten: 20 222,47 Euro!

Dieses Geld ist beim Benefizlauf am 14. September 2016 zusammengekommen. „Fantastisch, überragend, sensationell – langsam gehen einem die Superlative aus“, sagte Matthias Bormeister. Der Zahnarzt aus Gransee war gerührt ob der Spendenbereitschaft der Eltern, Großeltern, Geschwister, Unternehmer. Wieder wurde eine gigantische Summe zusammengetragen.

Nach sieben Jahren, in denen die Schüler für den Verein „Ärzte helfen“ laufen, kratzen die „Strittmatters“ an der Sechsstelligkeit. 99 505,31 Euro trugen die Granseer bislang für eine Klinik in Gambia zusammen. „Die Zahl spricht Bände. Danke, danke, danke!“, so Matthias Bormeister, der Vorsitzender des Vereins Ärzte helfen ist. „Danke für eurer Engagement. Ihr leistet humanitäre Arbeit!“ In den beiden Vorjahren waren etwa 25 000 Euro zusammengetragen worden.

Schulleiter Uwe Zietmann versichert, „dass jeder Cent in Gambia ankommt. Kein Cent versickert irgendwo“. Er hatte im Vorfeld nicht mit so viel Geldern gerechnet. „Für unsere Verhältnisse ist das Extraklasse. Manche Schüler haben sieben, acht Spender gefunden, die Geld gegeben haben. Toll!“

Ein besonderes Lob bekamen die vier beteiligten Grundschulen aus Zehdenick (Havelland, Linden), Gransee (Stadt) und Menz (Fontane), die mächtig zugelegt hätten und ihren Beitrag auf mehr als 3000 Euro verdoppeln konnten. Dauerrenner waren aus Menz Anna-Lena Fanslau (39 Runden), Jonas Richert und Pascal Wegener (je 40), von Alexander Dehne (83, Strittmatter; siehe Interview) ganz zu schweigen. 5000 Euro spendierte das Oranienburger Pharma-Unternehmen Takeda, dafür legten sich Mitarbeiter des Landrates ins Zeug, die Runde für Runde um den Granseer Sportplatz zurücklegten. „Und dass ich nicht dabei war, wird nicht wieder vorkommen“, entschuldigte sich der Landrat Ludger Weskamp für seine krankheitsbedingte Absage. Überwältigt zeigte sich Schauspieler Ronald Zehrfeld, der den Verein Ärzte helfen unterstützt. „Ihr sorgt dafür, dass sich die Welt in dem gambischen Dorf weiterdreht.“

Von Stefan Blumberg

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