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Spielplatz der Generationen

Hohen Neuendorf Spielplatz der Generationen

Der „Kistenplatz“ an der Berliner Straße in Hohen Neuendorf ist am Freitag als Mehrgenerationenplatz eröffnet worden. Es gibt einen BMX-Parcours, Grünflächen, Bänke und Geräte, die auch für ältere Semester geeignet sind. Die Stadt hat rund 430 000 Euro investiert.

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Mit ihren BMX-Rädern durchtrennten einige Jungs das traditionelle Band zur Eröffnung des neuen Stadtparks.

Quelle: Robert Roeske

Hohen Neuendorf. Dass dieses Projekt ein Volltreffer ist, zeigte das bunte Gewimmel der Generationen bereits zum Auftakt: Der „Kistenplatz“ an der Berliner Straße in Hohen Neuendorf ist am Freitag als Mehrgenerationenplatz eröffnet worden. Es gibt einen BMX-Parcours, Grünflächen, Bänke, eine Boulebahn und Geräte, die auch für ältere Semester geeignet sind. Ein kleines Bestandsgebäude blieb erhalten – als Fahrradwerkstatt.

Die Stadt hat inklusive Planungs-, Gutachten- und Vermessungskosten rund 430 000 Euro investiert, 120 000 Euro weniger als geplant. Zusätzlich 50 000 Euro kostete allerdings der Ausbau des Hainweges, der in die Platzgestaltung einbezogen wurde. An der Eröffnung nahmen neben Bürgermeister Steffen Apelt (CDU) Stadtverordnete, Verwaltungsmitarbeiter, Jugendliche und Vertreter der am Bau beteiligten Firmen teil.

Seit dem Baubeginn im November 2016 hatte es knapp sieben Monate gedauert, bis der Platz fertiggestellt werden konnte. Schon seit einigen Monaten ist der Baufortschritt auf dem Gelände zwischen Bundesstraße B 96 und S-Bahntrasse deutlich sichtbar gewesen – gelegen im Dreieck zwischen Kreisverkehr (Marienetta-Jirkowsky-Platz), Hainweg (Schwarzer Weg) und Berliner Straße.

Einige der Senioren testen an einem der neuen Geräte, wer von ihnen eigentlich schwerer is

Einige der Senioren testen an einem der neuen Geräte, wer von ihnen eigentlich schwerer is.

Quelle: Robert Roeske

Früher hatte die DDR-Firma VEB TuR Transformatoren- und Röntgenwerk Dresden, ein Betrieb für medizinische Elektrotechnik, Kisten für Gerätschaften auf der rund 4000 Quadratmeter großen Fläche gelagert – daher der Name. Dass ihm dieser nicht gefällt, daraus machte Bürgermeister Apelt keinen Hehl. Der Verwaltungschef erinnerte daran, dass die Stadtverordneten im August 2015 aus den drei Planungsvarianten jene beschlossen, die auch Freizeitangebote für Jugendliche vorsieht. Aus der unansehnlichen Brachfläche sollte ein ansprechender Stadtpark für Jung und Alt werden. Die weitere Planung sei mit den künftigen Nutzern abgestimmt worden, Vertreter des ASB-Seniorenhauses „Am Hain“ ebenso wie Jugendlichen. Drei Workshops habe es gegeben, um die Ausstattung der BMX-Anlage festzulegen. Jugendsozialarbeiter Andreas Witt zeigte sich mit Blick auf die Anlage „total glücklich, dass es geklappt hat“. Für die Jugendarbeit gebe es nun einen Platz, „wo Leute unterschiedlichen Alters und verschiedener Couleur Zeit miteinander verbringen können“.

Hier ist das Gleichgewicht gefordert

Hier ist das Gleichgewicht gefordert.

Quelle: Robert Roeske

„Positiv überrascht“ ist BMX-Fahrer Clemens Skeisgerski aus Hohen Neuendorf. Der 21-Jährige ist „im Großen und Ganzen sehr zufrieden“ – nur die Rampen könnten etwas höher sein, sagt er. „Sehr cool“ findet die Anlage auch Felix Kraatz. Endlich gebe es legale Flächen für Graffiti. Davon könne es eigentlich nie genug geben.

Bürgermeister Apelt schilderte eine Besonderheit: Bei Erdarbeiten wurde ein Porzellan-Kännchen mit der Aufschrift Gaststätte „Fichtenhain“ gefunden. Das auf das Jahr 1903 datierte Fundstück wurde dem Geschichtskreis übergeben.

Auch die Boule-Anlage ging gleich in Betrieb

Auch die Boule-Anlage ging gleich in Betrieb.

Quelle: Robert Roeske

Von Helge Treichel

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