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Spitzengesang im Mönchsgewand

Mittelalterlicher Konzertgenuss in Liebenwalde Spitzengesang im Mönchsgewand

Mit der perfekten Intonation frühmittelalterlicher gregorianischer Choräle bescherten die acht Sänger von „The Gregorian voices“ am Sonnabend rund 350 Besuchern des Liebenwalder Gotteshauses ein ganz besonderen Hörgenuss zum Jahresauftakt. Nach der Pause wagten sich die Männer in den Mönchskutten zudem an die Darbietung moderner Pop-Songs.

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Gregorianischer Chorgesang im Liebenwalder Gotteshaus.

Quelle: Bert Wittke

Liebenwalde.. Um es gleich vorweg zu nehmen: Nein, die Sänger von „The Gregorian voices“ sind keine echten Mönche. Die Meister gregorianischer Chorale sind allesamt hervorragend ausgebildete Gesangssolisten. Ihr Ziel ist es, die Tradition der orthodoxen Kirchenmusik wiederzubeleben. Das Vokaloktett aus Bulgarien konnte bislang schon zahlreiche Auszeichnungen einheimsen. Als größte Ehre kann man jedoch die Erlaubnis bezeichnen, während der Auftritte Mönchsgewänder tragen zu dürfen.

In Liebenwalde wussten die acht „Kuttenträger“ am Sonnabend rund 350 Gäste zu begeistern, die erwartungsvoll in der örtlichen Schinkel-Kirche Platz genommen hatten. Im ersten Teil ihres Konzertes intonierten die Männer um den musikalischen Leiter Georgi Pandurov frühmittelalterliche gregorianische Choräle – ohne jedes noch so kleine Mikrofon und ohne jegliche Begleitung durch ein Instrument. Aber das war auch nicht nötig, denn jedes Mitglied des Ensembles hat eine klassische Gesangsausbildung und verfügt über eine derart hervorragende Stimme, dass jegliches technische Hilfsmittel überflüssig wird. Egal ob klassische Choräle, orthodoxe Kirchengesänge, polyphone Lieder oder Madrigale der Renaissance und des Barocks – alles klang im wahresten Sinne des Wortes wie Musik in den Ohren des Publikums, was denn auch nicht mit Beifall sparte.

Einmarsch der „Mönche in die voll besetzte Liebenwalder Kirche

Einmarsch der „Mönche in die voll besetzte Liebenwalder Kirche.

Quelle: Bert Wittke

Der steigerte sich denn noch nach der Pause, als es vom Mittelalter in die Moderne ging. Unter dem Motto „Gregorian voices meets Pop“ brachten die Sänger in den Mönchskutten Klassiker der Popmusik zu Gehör. Nun war die Kirche mit dem abwechselnd in den verschiedensten Farben beleuchteten Christuskreuz von Titeln erfüllt wie „Hallelujah“ von Leonard Cohen, „The Sound of Silence“ von Simon & Garfunkel oder „Sailing“ von Rod Stewart. Am Ende erhoben sich zahlreiche Zuhörer und ließen „Bravo-Rufe“ erschallen. Die Sänger dankten es mit drei Zugaben und standen anschließend am Ausgang des Liebenwalder Gotteshauses Spalier, als sich die Konzertbesucher auf den Heimweg machten.

Für „The Gregorian voices“ geht die aktuelle Konzerttournee indes weiter. Allerdings wechselt am 17.  Februar die Besetzung. Dann touren acht andere „Mönche“ weiter durch Deutschland und die Sänger von Liebenwalde dürfen auf Heimaturlaub.

Von Bert Wittke

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