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Spontane Retter des Festprogramms

Ortsteilfest in Friedrichsthal Spontane Retter des Festprogramms

Eigentlich wirkten Sara Horn und Mandy Haubner nur bei der Modenschau von „Shopaholic“ auf dem Ortsteilfest in Friedrichsthal mit. Eigentlich. Denn überraschend wurden sie am Samstagnachmittag zum Retter in der Not. Sie sprangen für die kurzfristig abgesagte Supertalentshow ein und begeisterten das Publikum mit einer Zumba-Show.

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„Die Rutsche macht auch Senioren Spaß“

Farbenfroher Mittelpunkt des Festes: Ölfässer – die Trommeln vom Jugendclub Schmachtenhagen – werden ebenso mit Graffiti versehen wie das geliehene Schrottauto von der Firma Ernst-Recycling.

Quelle: Ulrike Gawande

Friedrichsthal. Eigentlich waren Sara Horn und Mandy Haubner nur zwei von 15 Teilnehmern bei der Modenschau von „Shopaholic“ auf dem Ortsteilfest in Friedrichsthal. Eigentlich. Denn überraschend wurden beide am Samstagnachmittag zum Retter in der Not. Sie sprangen spontan für die aufgrund Teilnehmermangels kurzfristig abgesagte Supertalentshow ein und begeisterten mit einer schwungvollen Zumba-Show das Publikum. Rund zwanzig Kinder umringten sie bei ihrer Darbietung auf der Bühne. Mit viel Eifer versuchten die jungen Mädchen den Rhythmus der schwungvollen Musik in die entsprechenden Bewegungen, die ihnen von Mandy und Sara vorgetanzt wurden, umzusetzen.

Zumba-Show in Friedrichsthal

Zumba-Show in Friedrichsthal

Quelle: Ulrike Gawande

„Der Auftritt war für uns eine Premiere“, berichten die beiden Zumba-Tänzerinnen aus Berlin, die sich beim Zumba-Training kennengelernt haben. „Ich war vorher ganz schön aufgeregt“, verrät Sara Horn, die seit drei Jahren Zumba tanzt. Im Gegensatz zu Mandy Haubner, die dem beliebten Fitnesstrend erst seit Jahresbeginn frönt.

Premiere für die Tänzerinnen aus Berlin

Premiere für die Tänzerinnen aus Berlin

Quelle: Ulrike Gawande

Auf der Bühne sei jedoch jegliche Anspannung sofort verflogen gewesen und der Auftritt habe viel Spaß gemacht. Die Besucher honorierten die schweißtreibenden Leistungen der Tänzerinnen zwar mit anhaltendem Applaus und Zugabe-Rufen, machten es sich aber selbst aufgrund der Hitze lieber unter dem schattigen Zeltdach mit Kaffee und Kuchen gemütlich.

Etwa 15 köstliche Backkreationen kämen jedes Jahr zum Kuchenbasar der evangelischen Kirche anlässlich des Dorffestes zusammen, erzählt Marga Münchhoff vom Kirchenbeirat. Besonders beliebt seien Pflaumen- und Mohnkuchen und die frischen Waffeln. „Eigentlich bleibt nie ein Stück übrig.“ Das Geld aus dem Verkauf käme der Gemeinde zugute. Derzeit gebraucht für bauliche Maßnahmen, wie den Bau von Toiletten und Wasserleitungen in der roten Backsteinkirche. „Aber wir wollen uns auch als Kirche zeigen, mitten im Dorf, was leider bei den Volksfesten zu DDR-Zeiten nicht gewünscht war“, so Reinhild Welle, Vorsitzende des Gemeindekirchenrates, „schließlich haben wir ja auch etwas zu bieten.“ Begehrt an diesem Nachmittag ist daher auch die offene Kirche, wo Besucher ein wenig zur Ruhe kommen, verweilen und die Kühle des Gotteshauses genießen können.

Ölfass-Trommeln werden mit Graffiti versehen

Ölfass-Trommeln werden mit Graffiti versehen.

Quelle: Ulrike Gawande

Auf dem Festplatz tobte derweil das Leben. Bei den Kindern besonders beliebt: Kettenkarussell fahren und Graffiti. In schützende gelbe Säcke gehüllt, versahen die Jüngsten Ölfass-Trommeln vom Jugendclub Schmachtenhagen mit einem farbenfrohen Design.

Von Ulrike Gawande

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