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Sport bewahrt vor Herzerkrankung

Gesundheit Sport bewahrt vor Herzerkrankung

Zum 6. Mal fand in Hennigsdorf der Herzsporttag für Kranke und Gesunde statt. Oberhavel Klinik GmbH, Krankenkassen und der Sportverein Stahl Hennigsdorf veranstalten ihn jedes Jahr, um Menschen zu bewegen, Sport zu treiben und damit Herzerkrankungen zu vermeiden.

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Drums Alive _ Trommeln auf Bällen hält fit.

Quelle: H. Schneider

Hennigsdorf. Nach einer kurzen Begrüßung durch den Abteilungsleiter der „Herzsportgruppe“ beim Sportverein Stahl Hennigsdorf, Jörg Schneider, begann Übungsleiterin Evelyn Hopfe mit den etwa 50 meist älteren Sportlern ihre Aufwärmgymnastik. Bei den Aktiven handelt es sich um Menschen, die mit ihrem Herz Probleme haben oder hatten. In Kooperation mit der Oberhavel Klinik GmbH, den Krankenkassen und dem SV Stahl Hennigsdorf nehmen wöchentlich je 80 Männer und Frauen aus Hennigsdorf und Oranienburg – meist Herzinfarktpatienten – an den Trainingsstunden teil. Mithilfe von erfahrenen Übungsleitern werden sie mit Gymnastik, Ball- und Laufspielen zu einer besseren körperlichen Beweglichkeit und Belastbarkeit geführt. Der Ursprung dieser speziellen Sportgruppen gehe auf das Jahr 1997 zurück, resümierten der verantwortliche Arzt Martin Binder und Dorothea Mantei, Prokuristin der Oberhavel-Kliniken. Inzwischen finde der Herzsporttag zum 6. Mal statt und sei eine wichtige Größe zur Förderung der Gesundheit in Oberhavel geworden.

Absolute Stille herrschte in der Halle der Adolph-Diesterweg-Schule beim Vortrag von Chefarzt Hans-Heinrich Minden zum Thema Herzrhythmusstörungen _ Erkennen und Vermeidung. Oftmals sind die Störungen Folgeerscheinungen von Erkrankungen der Herzkranzgefäße, von Herzinfarkten und Herzklappenfehlern. Meist zu verhindern durch Sport – mindestens dreimal wöchentlich 30 Minuten – gesunde Ernährung, Vermeidung von Übergewicht und Nikotin. Minden gab aber auch praktische Hinweise zum Ausdauertraining. So sollte dabei der Blutdruck nicht die 160 überschreiten und der Puls nicht 180 minus Lebensalter betragen, also beispielsweise bei einem 60-Jährigen nicht über 120 Schläge pro Minute liegen. Mit dankbarem Applaus wurde der Chefarzt von seinen Zuhörern entlassen. Er versprach, im nächsten Jahr mit einem anderen Thema wieder dabei zu sein.

Ähnlich gespannt hatten die Anwesenden zuvor die Erste-Hilfe-Vorführung der Krankenschwester Sabine Tewes verfolgt, die mit Hilfe einer Puppe zeigte, wie man Herzdruckmassage und Beatmung bei einem Bewusstlosen ausführt.

In diesem Zusammenhang beanstandete Beatrix Laetsch, Leiterin mehrerer Gymnastikgruppen, dass in keiner Hennigsdorfer Sporthalle bisher ein Defibrillator für Notfälle vorhanden sei. In großen Einkaufszentren, Bahnhöfen, Flughäfen sei das selbstverständlich. Chefarzt Minden versprach sich diesbezüglich bei der Stadt Hennigsdorf einzusetzen.

Beatrix Laetsch zeigte dann temperamentvoll mit ihrer Seniorengruppe – ältestes Mitglied 82 Jahre – wie man sich mit Trommelsticks und großen Bällen fit hält.

Von Helmut Schneider

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