Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Oberhavel Spurt mit Karte und Kompass
Lokales Oberhavel Spurt mit Karte und Kompass
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:39 08.06.2015
Karte aus dem Kasten nehmen und los! Quelle: Fotos (2): Torsten Weigel
Anzeige
Oranienburg

Drei, zwei, eins, los! Mit einem Glockenschlag schickte Heinz Pense die Sportler auf die Reise. Diese nahmen mit dem Startsignal die Karte auf, warfen einen flüchtigen Blick drauf und eilten los. Sprint-Orientierungslauf nennt sich der Sport, bei dem die Läufer eine ihnen bis zum Start unbekannte Strecke möglichst schnell absolvieren müssen. Dabei gilt es, alle Kontrollpunkte in der richtigen Reihenfolge zu pasieren. Wer einen Stempelpunkt verpasst, wird disqualifiziert.

„Dieser Sport ist abwechslungsreich und die Strecken sind jedes Mal unterschiedlich“, gab der Berliner Henry Jobst zu Protokoll. Seit drei Jahren nehme er an Orientierungsläufen teil und habe sich in den Sport verliebt. „Neben der physischen Herausforderung spielt der Kopf eine wichtige Rolle“, sagt er. Es müsse immer genügend Sauerstoff im Gehirn bleiben, um klare Gedanken fassen zu können. Sein Vereinskollege ergänzte: „Außerdem lernt man neue Orte kennen.“

Die Strecke in Oranienburg gefalle ihm gut. „Bei den Wettkämpfen der Mittel- und Langstrecken sind wir meist abseits der Zivilisation unterwegs, etwa im Wald. Es ist spannend, im Rahmen der kürzeren Sprint-Wettkämpfe auch mal in Städten zu laufen.“ Je nach Altersklasse hatten die Aktiven Streckenlängen zwischen 1,5 und 3,4 Kilometern zu absolvieren und mussten dabei bis zu 26 Stempelstellen finden. „Die Kontrollpunkte verteilten sich über das gesamte Schloss- und Schlossparkgelände“, erklärte Hans-Peter Blome. Der Oranienburger ist Mitglied im Berliner TSC – dem ausrichtenden Verein – und kümmerte sich um die Routenlegung in der Kreisstadt. „Das macht Spaß, ist aber auch sehr aufwendig.“ Für die zwei Wertungsläufe gab es zwei komplett verschiedene Routen. Ein halbes Jahr lang plante Blome den Ablauf, ab morgens um 6 Uhr war er auf dem Gelände und installierte die Kontrollstationen, die aus kleinen Boxen mit einem Chip bestanden.

Die Sportler gingen ab 10 Uhr im Minutenabstand auf die Strecken, kämpften um die Ehre des Berlin-Brandenburger Meistertitels und sammelten Wertungspunkte für die deutsche Parktour. „Das Startfeld war sehr gut besetzt. Es sind zahlreiche deutsche und auch einige Weltmeister dabei gewesen“, freute sich Urs Trösch aus dem Organisationsteam.

Insgesamt fünf Stunden lang war das Schlossareal in der Hand der Orientierungsläufer. Einige Parkbesucher staunten nicht schlecht, als plötzlich ein mit Kompass und Karte ausgerüsteter Sportler an ihnen vorbeisprintete und keinen Blick für die Blumenpracht im Schlosspark hatte.

Es war bereits das dritte Mal, dass Orientierungsläufer in Oranienburg aktiv waren. 2006 gab es einen Wettbewerb im Schlosspark, 2012 wurde die deutschen Meisterschaften im Nachtorientierungslauf in Friedrichsthal ausgetragen. Am Sonnabend gab es zudem einen Mittelstreckenwettkampf im Wald bei Schmachtenhagen. Auch dort war Blome für die Streckenlegung verantwortlich. „Wir kommen bestimmt wieder“, sagte der passionierte Läufer mit dem Blick in die Zukunft. Nun freue er sich allerdings erst einmal darüber, dass die Veranstaltungen in Schmachtenhagen und Oranienburg reibungslos über die Bühne gegangen ist. „Ein großes Dankeschön gilt der Stadtverwaltung und der Tourismus & Kultur Oranienburg gGmbH. Sie waren sehr kooperativ. Wir wurden mit offenen Armen empfangen und uns wurden keine Steine in den Weg gelegt.“

Von Torsten Weigel

Der Begriff Abendspaziergang soll in Zehdenick nicht länger als Synonym für Kundgebungen gegen das Asylbewerberheim, sondern für das Willkommen gelten. Die junge Gemeinde und Pfarrer Andreas Domke wollten den Begriff zurückhaben und luden Asylbewerber am Freitagabend zu einer Stadtführung.

08.06.2015
Oberhavel Kräftemessen bei der Feuerwehr - Granseer Jugend siegt beim Löschangriff

Zehn Männer- und zwei Frauen-Mannschaften hatten sich bei den Erwachsenen für den „Löschangriff-Nass“ angemeldet, bei den Jugendwehren waren 14 Teams am Start. Allen voran die Granseer Wehr mit sieben Teams. Aber auch aus Hammer, Kraatz, Manker, Großwoltersdorf, Bredereiche und Dannenwalde waren Jugendmannschaften angereist.

08.06.2015
Oberhavel Leiser Protest gegen Rechtsradikale - Velten zeigt Neonazis einen Vogel

Velten sollte am Sonnabend Umsteigepunkt für Neonazis werden, auf der Anreise zur Großkundgebung nach Neuruppin. Das befürchtete Aufeinandertreffen von Rechtsradikalen und Berliner Antifa-Gruppen konnte von der Polizei verhindert werden.

08.06.2015
Anzeige