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Bau-Pause im Sommer

Stadt nimmt Rücksicht auf die Ferien der Fürstenberger Bau-Pause im Sommer

Beim Ausbau der Fürstenberger Schützenstraße wird es eine Unterbrechung geben. Direkt an der Schützenstraße liegen nämlich die Festwiese mit großer Badestelle und Jugendclub „Treff ’92“ sowie der Campingplatz Röblinsee-Nord. Um den Feriengästen, Ausflüglern und Kindern Umwege und lästigen Baulärm zu ersparen, hat die Stadt jetzt eine Bau-Pause im Sommer beschlossen. 

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Quelle: dpa

Fürstenberg. Die Männer vom Baukontor Lange aus Feldberg machen in Fürstenberg da weiter, wo sie im vergangenen Jahr aufgehört hatten: Nach dem 1. Abschnitt der Schützenstraße von der Ecke Bahnhofstraße bis zur Bahnunterführung (von den Fürstenbergern seit Generationen Tunnel genannt) bauen sie nun den 2. Abschnitt von der Unterführung bis zur Ecke Campingplatz/Kiefernweg aus.

Aber es wird eine zeitliche Unterbrechung geben. „Im Sommer ist Baustopp“, sagt Polier Dirk Zahrndt. Direkt an der Schützenstraße liegen die Festwiese der Stadt Fürstenberg mit großer Badestelle und Jugendclub „Treff ’92“ sowie der Campingplatz Röblinsee-Nord. Die wären zwar auch über den Kiefernweg erreichbar, aber in der Urlaubssaison möchte der Bauherr – die Stadt Fürstenberg – es den Feriengästen, Ausflüglern und auch den Kindern aus der Wasserstadt, die gern dort baden und spielen, nicht unnötig kompliziert machen. „Außerdem ist es kaum erholsam, seine Ferien neben einer Baustelle zu verbringen“, sagt der Polier.

Jörg Kietzmann vom Campingplatz freut sich über diese Entscheidung der Stadt. „Das ist voll in unserem Interesse. Wir sind froh über so viel Rücksichtnahme.“

Die gab es nicht immer in Fürstenberg. „In den vergangenen Jahren hatten wir die eine oder andere Baustelle in Fürstenberg und den Ortsteilen, die bei touristischen Anbietern Ärger verursacht hat. Daraus haben wir gelernt“, sagt Bürgermeister Robert Philipp (parteilos). Er hat dann als Chef des Hauses das Problem mit den Mitarbeitern besprochen und sie dafür sensibilisiert. Das Bauamt hat in Sachen Schützenstraße genauso gehandelt, wie Philipp sich das vorgestellt hatte. „Immer wird das leider nicht möglich sein. Wenn der Haushalt sehr spät im Jahr beschlossen wird, können die Baumaßnahmen erst danach beginnen. Sofern Fördermittel fließen und die bis Ende des Jahres verbraucht werden müssen, wäre eine Sommer-Baupause nicht drin“, so Philipp. „Aber wenn es möglich ist, machen wir es.“

Den Ausbau gerade dieses Abschnitts haben die Anlieger schon seit Jahren gefordert, obwohl sie einen Teil der Kosten selbst tragen müssen. Aber der Ärger über Schlaglöcher und nicht abfließendes Regenwasser überwog. Und nicht wenige Fürstenberger empfanden auch Scham in dem Bewusstsein, dass viele Campingplatz-Urlauber über diese schlechte Straße an- und abreisen.

Gegenwärtig sind die Bauarbeiter dabei, Gräben für eine neue Wasserleitung auszuheben. Danach bekommt die Straße einen neuen Unterbau und darauf Betonsteinpflaster. Der Seitenraum neben dem ehemaligen Kraftfuttermischwerk bleibt so, wie er jetzt ist: ein Fußweg aus Beton. Auf der anderen Seite wird eine Entwässerungsmulde angelegt. Im Bereich der Wohnhäuser wird es eine neue Regenentwässerung geben.

Das Bauende verschiebt sich durch die Sommerpause in den Spätherbst. „Wir wollen im November fertig sein“, kündigt Dirk Zahrndt an. Das Baustellenende befindet sich übrigens an der Einmündung Kiefernweg, obwohl danach noch Wohnhäuser folgen. Die gehören allerdings nicht mehr zur Schützenstraße, sondern zum Weg Röblinsee-Nord.

Von Anke Dworek

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