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Oberhavel Stadt stellt neues Kehrfahrzeug vor
Lokales Oberhavel Stadt stellt neues Kehrfahrzeug vor
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16:10 02.11.2016
Bauhofmitarbeiter Matthias Knopf bei der Fahrzeugpräsentation am Mittwoch. Quelle: Helge Treichel
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Hohen Neuendorf

Sogar Beifall hat Bauhofmitarbeiter Matthias Knopf in den fünf Wochen schon bekommen, seit der den „WegPutzer“ stolz über Hohen Neuendorfs Straßen steuert: Kürzlich kam er nämlich just angefahren, als Polizisten nach einem Unfall gerade die Scherben zusammenkehren wollten. Und die Beamten waren hocherfreut, als Knopf die Unfallspuren in Sekunden – weggeputzt hatte.

Bestimmung der am Mittwoch vorgestellten Kehrmaschine sei es jedoch, vor allem Schmutz und Laub von den Hauptverkehrsstraßen im Stadtgebiet zu beseitigen, sagt Bürgermeister Steffen Apelt (CDU). Gemeint sind im Wesentlichen die großen Ortsdurchfahrten der vier Stadtteile. Das sei quasi ein erster Schritt, um sein Wahlversprechen der kostenlosen Laubentsorgung zu erfüllen. Fast täglich würden sich dieser Tage Hohen Neuendorfer nach dem Stand der Dinge in dieser Frage bei ihm erkundigen, so Apelt. Allerdings sei der Service nicht zum Nulltarif zu haben, weshalb es voraussichtlich eine Gebühr oder Umlage geben werde, und gebe es drei wichtige Voraussetzungen. Erstens müsse die Straßenreinigungssatzung geändert werden. Diese überträgt die Reinigungspflich derzeit auf die Anlieger. „Das müssen wir ändern.“ Zweitens benötige der Bauhof mehr als nur ein Kehrfahrzeug, um das gesamte Stadtgebiet abdecken zu können. Nach gegenwärtigen Schätzungen seien das drei. Und drittens wolle die Stadt das Laub nicht nur entsorgen. „Wir prüfen daher momentan, ein Verfahren zu etablieren, um Laub zu trocknen und Brennstoffpellets daraus zu pressen“, sagt Apelt. Damit könnten zum Beispiel öffentliche Einrichtungen im Rahmen einer Nahwärmeversorgung im Stadtzentrum beheizt werden. Kurzfristig müsse die Stadtverwaltung zunächst jedoch eine Fläche finden, um das Laub zu kompostieren. Dazu würden Gespräche mit Oranienburg aufgenommen. Für die aktuelle Saison würden zudem kurzfristig Container organisiert.

Bürgermeister Steffen Apelt (l.) und Bauhofmitarbeiter Matthias Knopf hatten ihren Spaß bei der Fahrzeugpräsentation. Quelle: Helge Treichel

Maschinist Matthias Knopf wurde in einer viertägigen Einweisung für das Führen der neuen Kehrmaschine ausgebildet und ist überzeugt von der Technik. „Das Fahrzeug ist wirklich etwas Besonderes: Die Bürsten ermöglichen das Fahren auf beiden Seiten und auch die Reinigung von Kreisverkehren.“ Dass ein Saugrüssel zur Ausstattung gehört, mit dem große Mengen aufgenommen werden können, sei eine Spezialausstattung. Die Reinigung der Berliner Straße schafft der Maschinist gegenwärtig auf beiden Seiten in rund 1,5 Stunden. Mit der Hand bräuchten der Bauhof für die gleiche Strecke rund 14 Tage. Knopf ist überzeugt: „Das neue Auto ist ein Quantensprung.“

Das neue Prachtstück im Fuhrpark

Die neu angeschaffte Kehrmaschine vom Typ Viajet 5 der Firma Faun wiegt zwölf Tonnen und hat die Stadt rund 180 000 Euro gekostet.

Durch einen „Saugmund“ werden Laub und Schmutz in den fünf Kubikmeter fassenden „Bauch“ des Fahrzeugs befördert.

Das fünf Meter lange und dreiachsige Kehrfahrzeug hat eine Höhe von 3,2 Metern. An Bord des 250 PS starken Autos befindet sich ein 1100 Liter fassender Wassertank, um den Schmutz anfeuchten zu können.

Um den Kehricht zu lösen, gibt es zwei rotierende Bürsten sowie eine 1,2 Meter breite Mittelwalze. Winkel und Drehgeschwindigkeit können individuell angepasst werden.

Von Helge Treichel

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