Volltextsuche über das Angebot:

6 ° / 3 ° Regen

Navigation:
Stadtbad dürfte teurer werden

Hennigsdorf Stadtbad dürfte teurer werden

Rund 20 Millionen Euro Kredit wird die Hennigsdorfer Verwaltung mindestens für den Bau des Stadtbades aufnehmen. Ob das Geld reicht, ist aber ungewiss. Schließlich dürften die Baukosten in den vergangenen Jahren gestiegen sein. Die Stadtwerke lassen nun prüfen, wie sich die Kosten entwickelt haben.

Voriger Artikel
Oberschule namenslos
Nächster Artikel
Was Tauchen mit Physik zu tun hat

Bislang schwimmen die Hennigsdorfer noch im alten Bad. Doch das ist mehr als 35 Jahre alt und marode.

Hennigsdorf. Um das neue Stadtbad auf dem Gelände des Alten Gymnasiums ist es still geworden. Dabei steht demnächst wohl wieder eine heiße Diskussion in der Stadtverordnetenversammlung über das Thema bevor. Denn das Bad dürfte mit der vorgesehenen Ausstattung wohl kaum für die avisierten 21,4 Millionen Euro zu bauen sein. Das hängt vor allem damit zusammen, dass das Projekt jahrelang auf Eis lag. Schon im Mai 2012 hatten die Stadtwerke mitgeteilt, dass das neue Bad statt der geplanten elf Millionen nun 21,4 Millionen Euro kosten sollte – was vor allem daran lag, dass die Kellerfläche größer wurde. Das ist fünf Jahre her. Geht man einmal – konservativ gerechnet – davon aus, dass Baukosten sich jedes Jahr um fünf Prozent verteuern, würde man nach heutigem Stand bei mehr als 26 Millionen Euro für das Projekt landen. Bis gebaut werden kann, dürften zudem noch einmal zwei Jahre ins Land gehen. Zu dieser Rechnung will sich Stadtwerke-Chef Thomas Bethke zwar nicht äußern. „Es ist aber sicher, dass die Baukosten in dieser Zeit gestiegen sind“, erklärt er dazu.

Knapp zehn Planungs- und Ingenieurbüros stellen das Vorhaben im Auftrag der Stadtwerke derzeit erneut auf den Prüfstand. Unter anderem wird analysiert, wie sich der Stand der Technik für die im Bad geplanten Geräte und Werkstoffe entwickelt hat, ob die vorgesehenen Parkplätze und die Räume für das Personal ausreichen und was einzelne Extras kosten würden – auch im Hinblick auf die Zukunft. „Dabei geht es uns nicht nur um die Investitionskosten, sondern auch um die Betriebskosten“, erklärt Bethke. Es werde auch geschaut, an welchen Stellen man eventuell einsparen könnte.

Herzstück des Bades sollte das Schwimmbecken mit fünf Bahnen werden, ein Hubboden für Wassergymnastik inklusive. Zudem war ein Aktiv- und Wellnessbereich mit Liegestühlen und kleinen Becken geplant, genau wie Wasserrutschen. Es sollte vier Saunen geben, darunter eine Baumsauna, die vom Dach des Schwimmbades aus erreicht werden kann. „Wir nehmen jetzt noch einmal richtig Geld in die Hand, um uns auf den neuesten Wissensstand bei Technik und Kosten zu bringen, das ist nicht in 14 Tagen erledigt“, so der Stadtwerke-Chef.

Er rechnet damit, dass es frühestens Ende September, Anfang Oktober Ergebnisse geben könne. „Unser Ziel ist, dass die Erkenntnisse bei der nächsten Haushaltsdiskussion berücksichtigt werden können“, so Thomas Bethke. Am Ende entscheiden auch die Stadtverordneten darüber, ob gegebenenfalls Extras wie der Hubboden oder die 5. Bahn gestrichen werden, um die Kosten für den Bau im Rahmen zu halten. Bereits im Dezember 2016 hatten die Fraktionen zuletzt einhellig beschlossen, dass die Stadt mindestens 20 Millionen Euro Kredit für den Bau des neuen Bades aufnehmen solle. Ob es nun mehr wird, liegt ebenfalls in der Hand der Stadtverordneten.

Das alte Stadtbad, mittlerweile mehr als 35 Jahre alt, soll indes so lange offen bleiben, bis das neue Bad spätestens 2021 in Betrieb geht. In der Sommerpause sollen Geräte ausgebaut, Haustechnik zum Teil ersetzt werden. Auch im vergangenen Jahr hatten die Stadtwerke investiert, unter anderem gab es umfangreiche Reparaturen am Dach. „Wir wollen das Bad noch in der jetzigen Qualität für die Hennigsdorfer erhalten“, so Bethke.

Von Marco Paetzel

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Oberhavel


MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg