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Stadtbad könnte gebaut werden

Hennigsdorf Stadtbad könnte gebaut werden

Rund 20 Millionen Euro an Krediten soll die Stadt Hennigsdorf in den kommenden beiden Jahren aufnehmen, so wollen es jedenfalls die Stadtverordneten. Im Bauausschuss gab es schon Grünes Licht für die Pläne. Doch am Ende entscheidet die Kommunalaufsicht des Kreises über den Kredit.

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Das Stadtbad soll auf dem Gelände des Alten Gymnasiums gebaut werden. Allerdings soll es nicht mehr wie geplant mit dem alten Haus durch Gänge verbunden werden.

Quelle: foto:paetzel

Hennigsdorf. In der Stahlstadt war es die Überraschung der Woche: Hennigsdorf wird aller Voraussicht nach einen Kredit von mindestens 20 Millionen Euro aufnehmen, damit das neue Stadtbad gebaut werden kann (MAZ berichtete). Nach bisherigen Planungen soll das Bad 21,4 Millionen Euro kosten. Angesichts der knappen Kassen fehlten der Stadt zuletzt rund 10 Millionen Euro, um den Traum vom neuen Bad wahr werden zu lassen. Deshalb war es um das Projekt still geworden.

Weil sich nun aber fast alle Fraktionen bis auf das Bürgerbündnis einig sind, dürften die Stadtverordneten dem kühnen Plan wohl bei ihrer nächsten Sitzung am 7. Dezember schon zustimmen. Dann müsste die Verwaltung in den Jahren 2017 und 2018 jeweils zehn Millionen Euro an Krediten für den Bau aufnehmen. Die Zinsen seien historisch niedrig, die Finanzlage erhole sich langsam und die Baugenehmigung für das neue Bad laufe 2020 aus, so dass Eile geboten sei. „Wir wollen keinen BER, sondern ein Hallenbad, das 2021 fertig ist“, erklärte Udo Buchholz, Fraktionschef der Hennigsdorfer SPD auf einer Pressekonferenz der Fraktionen am Donnerstag.

Im Bauausschuss gab es am Donnerstagabend Grünes Licht für den 20-Millionen-Kredit. Nur Horst Brandenburg (Bürgerbündnis) hatte sich enthalten. Er findet den Bau des Stadtbades grundsätzlich wichtig, der Kredit müsse aber für die Stadt auch zu stemmen sein. „Wenn wir 20 Millionen Euro abzahlen müssen, belastet die Tilgung die Haushalte der nächsten Jahre“, warnt Brandenburg. Er wollte im Ausschuss von Bürgermeister Andreas Schulz eine Aussage, ob eine Kreditaufnahme tragbar sei. Bislang hatte Schulz das stets als unseriös abgelehnt. Allerdings hätten in der Frage der die Kreditaufnahme die Stadtverordneten das letzte Wort, so Schulz im Ausschuss. Horst Brandenburg indes warte noch auf seine Antwort zur Machbarkeit.

Dass es bei den avisierten 21,4 Millionen Euro bleibt, ist angesichts der gestiegenen Baukosten in den vergangenen Jahren unwahrscheinlich. Darüber seien sich auch die Fraktionen bewusst. Es müsse eine neue Kostenschätzung her, erklärte Udo Buchholz. Dabei sei es auch möglich, dass man bei der Ausstattung des Bades Abstriche machen müsse. Herzstück sollte bislang das Schwimmbecken mit fünf Bahnen samt Hubboden für Wassergymnastik sein. Daneben ist ein Aktiv- und Wellnessbereich mit Liegestühlen und kleinen Becken geplant. Auch Wasserrutschen sind vorgesehen. Der Saunabereich im ersten Stock soll über vier Saunen verfügen, darunter eine Baumsauna, die vom Dach des Schwimmbades aus erreicht werden kann. Auch ein Bistro sollte das neue Stadtbad beherbergen. Ob das alles so gebaut wird, müssen nun die weiteren Planungen zeigen.

Bei der Hennigsdorfer Rheumaliga, wo Menschen mit der Krankheit ihre Gelenke beweglich halten, kommt die Nachricht vom Bau gut an. „Wir würden uns freuen, wenn es doch noch klappt“, so der Vorsitzende Heinz Köppel. Für die Wassergymnastik-Kurse der Rheumaliga sei das Wasser im alten Stadtbad mit zirka 28 Grad Celsius zu kalt. „Wenn die Menschen ins kalte Wasser springen, schmerzen die Gelenke. 32 Grad sollten es sein.“ Zudem wisse niemand, wie lange man das 35 Jahre alte Bad in der Rigaer Straße überhaupt noch nutzen könne.

Ein großes Aber gibt es noch. Über die Kreditaufnahme muss die Kommunalaufsicht des Kreises entscheiden. In den Hennigsdorfer Fraktionen ist man aber optimistisch, dass das gut ausgehen wird.

Von Marco Paetzel

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