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Oberhavel Stadthafen erwacht zu neuem Leben
Lokales Oberhavel Stadthafen erwacht zu neuem Leben
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17:42 05.07.2016
Diese Postkartenidylle des Hennigsdorfer Stadthafens an der Havel bietet sich zukünftig auch den Nutzern der neuen Marina. Quelle: Fotos (2): Ulrike Gawande
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Hennigsdorf

Noch ist es Zukunftsmusik, doch wenn man Mike Randhagen zuhört, wie er von seinen Plänen für den Hennigsdorfer Stadthafen berichtet, kann man sich vorstellen, in den nächsten Jahren am Kai entlangzuspazieren, seinen Blick über die Havel schweifen zu lassen und den Booten, die dann in der Marina vertäut sind, beim Schaukeln zuzusehen.

Denn die Pläne, die Mike Randhagen für den Stadthafen hat, sind bodenständig. Geplant ist, auf dem 14 000 Quadratmeter großen Stück Land in der Hafenstraße, zu dem auch 8500 Quadratmeter Wasserfläche des Stadthafens gehören, eine Marina mit 44 Bootsliegeflächen zu bauen.

Direkt am Hafen soll ein Hafengebäude mit Sanitäranlagen – auch für Wasserwanderer und Radfahrer –, Kanuverleih, Yachtcharter, Büro und Gastronomie entstehen, . Mit bezahlbarer Gastronomie, betont der Bernauer, weil es ihm wichtig ist, dass auch die Hennigsdorfer zukünftig gerne zum Flanieren in den Hafen kommen. „Ich plane keine Dauerliegeplätze. Es ist ein offenes Konzept.“ Ziel sei eine lebendige Hafenatmosphäre. Alle Bootsliegeplätze sowie die Anlegestelle der Ausflugsschiffe bleiben aber erhalten, versichert Randhagen.

Sie seien selbst eine wassersportbegeisterte Familie, verrät der Unternehmer. Egal ob Motorboot oder Kanu. Er habe es immer bedauert, dass der Stadthafen in Hennigsdorf nicht touristisch genutzt werde. „Ideal für Berlin-Touristen gelegen, an der Bahn, ist es trotzdem eine Idylle mitten in der Stadt.“ Und wirklich ist außer der vorbeifahrenden S-Bahn nur Vogelgezwitscher zu vernehmen.

Gerne hätte er auch im Veltener Hafen, dort wo er im Heidering mit seiner Firma Flexstones für flexiblen Sandstein ansässig ist, investiert. Die Gespräche mit Bürgermeisterin Ines Hübner seien auch positiv verlaufen, doch habe sich in Velten im industriell genutzten Hafen sein Marina-Konzept nicht umsetzen lassen. „Aber vielleicht gibt es dort andere, technische Möglichkeiten, zum Beispiel für Winterlager für Boote.“

Doch auch in Hennigsdorf stieß er mit dem Marina-Konzept auf offene Ohren in der Stadtverordnetenversammlung, als er es im Herbst auf einer Sitzung präsentierte. „Die Stadtverwaltung war sehr entgegenkommend.“ Waren Randhagens Ideen doch völlig anders, als das Bauprojekt eines holländischen Investors, der 2008 einen Yachthafen mit Hotelkomplex und Windmühle für 21 Millionen Euro geplant hatte, aber 2013 wegen finanzieller Schwierigkeiten aufgeben musste.

Nun stimmten die Abgeordneten dem Verkauf des städtischen Grundes an die 2013 gegründete Firma Flexmarine von Familie Randhagen in der vergangenen Woche zu. 500 000 Euro sollen im ersten Abschnitt bis 2018 investiert werden. „Ob wir Fördermittel beantragen, ist nicht entschieden“, so Randhagen, der das Projekt gemeinsam mit Frau Marion und zwei erwachsenen Kindern auf die Beine stellt.

Zusätzlich zum Hafen, wo schon in diesem Sommer Kanus ausgeliehen werden können und bis Ende September ein Hafenbistro auf Besucher wartet, soll in den kommenden Jahren dort, wo während der Fußballeuropameisterschaft am Stadthafen das Public Viewing stattfindet, eine Motelanlage mit zehn freistehenden Hütten für Touristen entstehen. Bis dahin lädt Mike Randhagen noch zu weiteren Veranstaltungen, wie Holi-Fest, Olympiaparty und Oktoberfest ein.

www.feiern-in-hennigsdorf.de

Von Ulrike Gawande

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