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Oberhavel Stadtwald mit gesunder Bilanz
Lokales Oberhavel Stadtwald mit gesunder Bilanz
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17:36 10.04.2018
Peter Keibel kümmert sich nach wie vor um die Bewirtschaftung des Stadtwaldes Zehdenick. Quelle: Uwe Halling

Die Bewirtschaftungsbilanz des Stadtwaldes im Exin in Zehdenick fällt positiv aus. Den 40000 Euro Einnahmen im Jahr stehen 11000 Euro Ausgaben gegenüber. Nicht enthalten in dieser Berechnung, die Oberförster a.D. Peter Keibel den Mitgliedern des Bauausschusses Zehdenick in der Sitzung vergangene Woche präsentierte, sind die Kosten für die Beseitigung der Sturmschäden vom Herbst vorigen Jahres. Dafür muss die Stadt etwa 35 000 Euro aufbringen. Noch sind nicht alle Schäden beseitigt, wie Bürgermeister Arno Dahlenburg (SPD) mitteilte.

Eichen sind in der Mehrzahl

Peter Keibel hatte für die Stadtverordneten noch mehr Zahlen, die den Bestand belegen. Von den 289 Hektar wurden in der Vergangenheit jährlich im Durchschnitt 21 Hektar gepflegt. Auf 27 Hektar stehen Eichen, auf 20 Hektar Buchen, Kiefern beispielsweise auf lediglich fünf Prozent der Fläche. Zwischen 1994 und 2017 wurden 21 600 laufende Meter Nutzholz geschlagen.

Einnahmen höher als Ausgaben

Der Bestand, so hat Peter Keibel ermittelt, beträgt derzeit ungefähr 91 000 Festmeter, das sind 316 Vorratsfestmeter je Hektar. „Mehr als der Bundesdurchschnitt“, wie der Forstfachmann erklärte. In den Jahren von 2010 bis 2017 betrugen die Ausgaben 91 000 Euro, die Einnahmen (inklusive Fördermittel) lagen bei insgesamt 321 000 Euro.

Vor 50 Jahren kam Peter Keibel nach Zehdenick. Fast die Hälfte des Stadtwaldes sei seitdem „umgebaut“ worden, bei mehr als der Hälfte davon habe er selbst Hand angelegt, sagte er. „Für mich ist es ein Glück, so lange die Entwicklung beobachten zu können“, sagte er. „Da kann man auch sehen, was man falsch gemacht hat“, so der 88-Jährige, der sich nach wie vor aktiv um den Stadtwald kümmert und jahrelang selbst Stadtverordneter in Zehdenick war.

Sträucher und Hecken am Waldrand

Er zeigte Fotos und Videos von den Arbeiten im Wald, einer vergleichsweise kleinen Fläche. Templin verfüge über 3000 Hektar Wald, infomierte Peter Keibel. Bei der Aufforstung setze man nicht nur auf Eiche. „Die Kiefer wächst allein nach“, sagte er. Großer Wert wird auf die Waldrandgestaltung gelegt. Sträucher und Hecken, darunter auch Wildobstbäume, werden als natürlicher Windschutz gepflanzt.

Ersatzpflanzung für Radweg

Für die Neuaufforstung, unter anderem mit Erlen und Eichen, wurde eine stadteigene landwirtschaftliche Fläche umgewandelt. Auf sieben Hektar erfolgt in zwei Etappen die Ersatzpflanzung für die Radwegversiegelung. Peter Keibel freut sich schon auf das „sehr schöne Biotop“, das dort entsteht. Totholz bleibt als Brut- und Lebensraum für Vögel und Insekten stehen. „Nach 20 bis 25 Jahren wird durchgeholzt“, erklärte er auf Nachfrage. Ob er Unterstützung für seine Arbeit brauche, wollten die Bauausschussmitglieder wissen. „Ich melde mich dann schon“, sagte er.

Von Martina Burghardt

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