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Velten: Die Wette zweier Gastwirte

Standort der Bahnhofswirtschaft war zunächst unklar Velten: Die Wette zweier Gastwirte

Als es zur Gewissheit wurde, dass Velten den Anschluss an das Eisenbahnnetz erhalten würde, schlossen zwei begüterte Veltener Bürger, Wilhelm Kurth und Karl Wendland, eine Wette ab um die Frage, wo der Veltener Bahnhof seinen Platz erhalten würde. Am 1. Oktober 1893, also vor 120 Jahren, war der erste Streckenabschnitt nach Velten eröffnet worden.

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Der Gasthof am Bahnhof in Velten.

Quelle: Foto: Peter Richter

Velten. Als es zur Gewissheit wurde, dass Velten den Anschluss an das Eisenbahnnetz erhalten würde, schlossen zwei begüterte Veltener Bürger, Wilhelm Kurth und Karl Wendland, eine Wette ab um die Frage, wo der Veltener Bahnhof seinen Platz erhalten würde.

Jeder erwarb ein Stück Land an der Stelle, die er für den künftigen Bahnhof für die richtige hielt: Wilhelm Kurth kaufte Grund und Boden an der Bahnstraße 5/6 und ließ dort das Bahnhofshotel errichten; Karl Wendland hielt den damaligen Weg nach Marwitz (Friedrichstraße 29, heute Rosa-Luxemburg-Straße 86) für gegeben und ließ an dieser Stelle ein Hotel mit Ausspannung bauen. Mancher wird sich vor Jahren gefragt haben, warum an diesem Platz ein so großspuriges Gebäude errichtet worden war. Auf jeden Fall hatte Wendland die Wette verloren, aber wie sich damals bald herausstellte, war auch der „Gewinner“ Kurth nicht völlig auf seine Kosten gekommen. Wohl war der Bahnhof in Velten an der von ihm angenommenen Stelle erbaut worden, aber der Hotelbetrieb ließ sich nicht so an wie von Kurth erhofft. Er blieb Gastwirt.

In den 1980er-Jahren war das ehemalige Hotel und Gasthaus am Bahnhof zweckentfremdet als Lehrlingswohnheim genutzt worden. Nun ist es seit einigen Jahren wieder als Hotel und Restaurant „Gasthof Velten“, Bahnstraße 6 in Berlin, modernisiert und rekonstruiert.

Übrigens: Am 1. Oktober 1893, also vor 120 Jahren, war der erste Streckenabschnitt von Schönholz – Reinickendorf an der Nordbahn über Tegel und Hennigsdorf nach Velten für den Personen- und Güterverkehr, am 20. Dezember desselben Jahres die gesamte 33,3 Kilometer lange Strecke bis Kremmen eröffnet worden. Damit war der Name „Kremmener Bahn“ geboren.

Von Peter Richter

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