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Starkregen zerstört nagelneue Technikzentrale

Hohen Neuendorf Starkregen zerstört nagelneue Technikzentrale

Der Rathausanbau in Hohen Neuendorf verzögert sich bis voraussichtlich Ende Mai 2018. Grund ist unter anderem ein Wasserschaden. Der Starkregen Ende Juni hatte die Technikzentrale im Keller überflutet und eine Lüftungsanlage zerstört. Die Versicherung kommt für Schaden von rund 20 000 Euro auf.

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Bau-Fachbereichsleiter Michael Oleck während der Baustellenbesichtigung.

Quelle: Enrico Kugler

Hohen Neuendorf. Eine Linie aus schlammigen Rückständen markiert die Höhe, die der Wasserstand in der Technikzentrale des Rathausanbaus in Hohen Neuendorf erreicht hatte. Der Jahrhundertregen Ende Juni hatte den zwei Meter tiefen Keller rund 60 Zentimeter unter Wasser gesetzt. Das durch eine Fluchttür eingedrungene Wasser zerstörte eine hochmoderne Lüftungsanlage mit Wärmetauscher. Den Schaden beziffert Bau-Fachbereichsleiter Michael Oleck bei einem Ortstermin am Donnerstag mit rund 20 000 Euro. „Ein Versicherungsschaden.“ Dass dieser beglichen wird, stehe bereits fest. Das auch zeitliche Problem bestehe allerdings darin, Ersatz zu beschaffen. Derartige Lüftungsaggregate werden individuell angepasst, produziert und montiert. Und das dauert eben eine gewisse Zeit, so Oleck. Zusätzlich stagnierten zwischenzeitlich die Außenarbeiten, da die durchnässten Hänge der Baugrube instabil wurden.

Grenzlinie

Grenzlinie: Bis hier hatte das Wasser Ende Juni gestanden und die Belüftungsanlage zerstört.

Quelle: Enrico Kugler

Die Folge sind Verzögerungen im Bauablauf und bei der Fertigstellung. Sollte der Rathausanbau ursprünglich im ersten Quartal 2018 bezugsfertig sein, so werde nun ein Termin Ende Mai anvisiert, sagte Michael Oleck.

Die zerstörerischen Wassermassen stammen von der Wiese vor dem Rathaus. Die Fläche wird während der Bauarbeiten als Parkplatz und an diesem Herbstfestwochenende als Rummelplatz genutzt. Der hohe Anteil von Sand im schlammigen Wasser hatte die Pumpe verstopft und lahmgelegt, die bereits für das Starkregenereignis installiert war. Der unfreiwillige Belastungstest habe inzwischen zu Umplanungen geführt, sagte Oleck. So werde zum Beispiel zur Absicherung eine zweite Wasserpumpe (Hebeanlage) installiert. Auch Schadstellen an Dach und Mauerwerk seien so erkannt und behoben worden.

Das Granulat für die künftige Begrünung des Daches wird via Schlauch aufs Dach befördert und verteilt

Das Granulat für die künftige Begrünung des Daches wird via Schlauch aufs Dach befördert und verteilt.

Quelle: Enrico Kugler

Während des Starkregens war versucht worden, das Wasser mit Sandsäcken zurückzuhalten. Auch kleine Wälle waren aufgeschüttet worden. All das konnte die Überflutung nicht verhindern. Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr mussten anrücken, um das Wasser aus dem Keller zu pumpen. Der Einsatz hatte rund zwei Stunden gedauert. Die Bausubstanz habe durch die Nässe keinen Schaden genommen. Der Beton sei wasserundurchlässig, so Oleck.

Derzeit werden Kabel verlegt

Derzeit werden Kabel verlegt.

Quelle: Enrico Kugler

Der Neubau wird gegenwärtig verkabelt. Elektro- und EDV-Leitungen werden unter dem Hohlfußboden verlegt. Auch die Fußbodenleger sind gegenwärtig noch auf der Baustelle tätig, allerdings im Verborgenen. Mehr Aufsehen erzeugten da eher schon die Staubwolken, die auf dem Dach erzeugt wurden. Dort wurde am Donnerstag ein Granulat hochgeblasen, das künftig Wasser speichern und die Temperatur regulieren soll: Das Dach wird ähnlich wie das der benachbarten Stadthalle begrünt. Auf das Granulat folgt eine Wurzelschutzfolie sowie eine weitere Granulatschicht.

Auch Vandalismus macht den Bauherren zu schaffen. Kabel wurden herausgezogen, Bodenplatten zerstört, Lagerfeuer entzündet. Ein Wachschutz soll das künftig verhindern.

Zahlen und Fakten

Die Kosten für den Rathausanbau mit Bürgerzentrum und Vorplatzgestaltung sind mit 14,2 Millionen Euro veranschlagt.

Weitere 2,2 Millionen Euro kostet die Sanierung des Altbaus.

Der erste Spatenstich für das Projekt erfolgte im April 2016.

Von Helge Treichel

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