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Durchwachsen bis gut

Start in die Sommersaison in Oberhavel unterschiedlich erfolgreich Durchwachsen bis gut

Prächtiges Wetter zu Pfingsten und Ostern, verregnete Wochenenden im Mai – für Kanuverleiher, Bootscharterer und Gastronomen der Region war die Saison bislang eher durchwachsen. Die MAZ sprach mit ansässigen Firmen im Landkreis Oberhavel über die Abhängikeit vom Wetter, Besucheranstürme und das große Loch vor den Ferien.

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Tour durch Oranienburg: Bei Fahrradtouristen wird Oberhavel offenbar immer beliebter.

Quelle: Enrico Kugler

Oberhavel. „Das Pfingstwochenende war super“, sagt der Zehdenicker Bootsverleiher Thomas Kaftan. Allerdings sei es zuvor teilweise ein wenig schleppend gelaufen. „Ein Wochenende macht noch keinen Frühling“, sagt Kaftan, der jetzt auf einen guten Sommer hofft. Ähnlich erging es auch Bootsverleiher Horst Hellwig von der Marina Liebenwalde. Das Geschäft mit den Charterbooten „lief verhalten an“, sei insgesamt jedoch ganz zufriedenstellend gewesen. Schwierig war dagegen der Verleih der Kanus. Wegen Brückenarbeiten können die Kanus nicht mehr direkt an der Marina ausgeliehen werden – Hellwig kann sie nur noch halb- oder ganztags vermieten. „Das Kanugeschäft geht gegen Null.“

Über einen guten Saisonstart können sich die Betreiber der Wasserskianlage in Velten freuen. Auch wenn das Wetter nicht immer optimal gewesen sei, wäre die Anlage gut besucht gewesen, sagt Andreas Haase, einer der drei Geschäftsführer. Anfänger, die starken Besucherandrang scheuten, oder Profis, die Tricks in Ruhe ausprobieren wollten, kämen auch bei schlechterem Wetter.

Ähnlich zufrieden ist Ralph Riesenberg aus Zehdenick mit seinem Fahrradverleih. Es laufe „deutlich besser“ als im Vorjahr. „Die Saison ist erstaunlich früh gestartet. Die ersten Räder habe ich schon im Februar vermietet“, sagt Riesenberg. Bereits jetzt kämen Urlauber aus dem gesamten Bundesgebiet, dabei sei sein Geschäft ja auch sehr wetterabhängig.

Im Fürstenberger Hotel Seestern ist man mit dem Wetter auch nicht zufrieden. „Es läuft noch nicht so gut“, heißt es dort. Im Ziegeleipark Mildenberg freut man sich über wechselhafte Witterung. „Das ist Museumswetter“, sagt Geschäftsführer Roy Lepschies. Jetzt kämen viele Reisegruppen in den Park. Am Donnerstag besuchten Schulklassen und eine Berliner Seniorengruppe den Ziegeleipark. Die Hauptsaison startet aber erst mit den Schulferien. „Die Hauptkampfzeit fängt für uns erst an“, sagt Lepschies.

Steffen Konwinski, Inhaber von Stechlin-Touristik in Neuglobsow, spürt gerade vor den Ferien ein Loch bei den Besucherzahlen – nach dem ersten großen Ansturm zu Pfingsten. „Der Region fehlt die Infrastruktur für Tage mit schlechtem Wetter“, sagt der Betreiber der Ferienanlagen. Im Stechlinseecenter sei die Zahl der Veranstaltungen stark zurückgefahren worden, Kino gebe es gar nicht mehr. „Großes Center, wenig Inhalt“, spottet Konwinski. Die Schließung des Forstmuseums in Fürstenberg sei auch ein Fehler. Und manche Rad- und Fußwege am Stechlinsee müssten längst wieder repariert werden. „Aber die Kommunen investieren immer weniger“, klagt Konwinski.

In Oranienburg scheint es solche Sorgen nicht zu geben. Die Besucherzahlen im Schlosspark steigen, am Schlosshafen ist seit März Betrieb. „An schönen Tagen platzt er aus allen Nähten“, sagt TKO-Sprecherin Urte Voigt.

Neuer Besuchermagnet am Schloss

Die neue Tourist-Information gegenüber dem Oranienburger Schloss hat sich innerhalb weniger Wochen zum Besuchermagnet entwickelt. Nach 6904 Besuchern im ersten Halbjahr 2013 kamen seit Januar bis zum 9. Juni bereits 17826 Besucher. Dabei wurde die Tourist-Information erst am 3. März eröffnet. Diese Zahlen sorgten gestern selbst bei der Tourismus und Kultur Oranienburg (TKO) und im Rathaus für eine Überraschung.

Steigende Besucherzahlen wurden auch im Schlosspark verzeichnet. Im ersten Halbjahr kamen 37652 Menschen (Vorjahreszeitraum: 33426). Der Schlosspark sei ein attraktiver Ausflugsort für Erholung und Sport. Das habe sich herumgesprochen, heißt es bei der TKO. Auch in der Orangerie verzeichne man steigende Besucherzahlen. Als Ort zum Heiraten sei die Orangerie zudem auf längere Zeit fast komplett ausgebucht.

Von Frauke Herweg und Klaus D. Grote

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