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Oberhavel Staugefahr auf der Ortsdurchfahrt
Lokales Oberhavel Staugefahr auf der Ortsdurchfahrt
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00:44 16.04.2018
Anfang Juni beginnen die Vorbereitungen für die Sanierung der B 167. Dann wird es eng in Liebenwalde. Quelle: Enrico Kugler
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Liebenwalde

Von Anfang Juni bis Ende August soll die B 167 in Liebenwalde saniert werden – sie führt einmal komplett durch den Ort. Mehrwöchige Vollsperrungen lassen sich nicht vermeiden, betroffen ist vor allem die Hauptkreuzung.

Die Männer der Firma Klemz sind jeden Tag im Stadtgebiet unterwegs. Sie pflegen sämtliche öffentlichen Grünanlagen und müssen viel hin- und herfahren. Quelle: Enrico Kugler

„Mir schwant nichts Gutes“, sagt Andreas Klemz. Seine Firma in der Hammerallee 1 lebt hauptsächlich von KFZ-Instandsetzungen. „Wie soll meine Kundschaft hierher kommen?“, fragt sich der Chef besorgt. Zudem hat die Firma Klemz die Pflege sämtlicher Grünanlagen und Nebenstraßen in der Stadt unter Vertrag.

Firma Klemz ist ständig in der Stadt unterwegs

Vier bis fünf Leute sind täglich überall unterwegs. So wie auch gestern, als Vorarbeiter Christian Lahl mit seinen beiden Kollegen Rindenmulch in den Rabatten auf dem Parkplatz an der Ampelkreuzung verteilte. „Im Sommer haben wir dann vor allem mit Grasmahd zu tun.“ Und in den Nebenstraßen müssen die Männer mit der Kehrmaschine durch.

Wie das werden soll, weiß Firmenchef Klemz nicht so richtig. Er ist sauer, dass die Information erst Anfang März vom Landesbetrieb kam. „Da war doch die Urlaubsplanung schon durch“, stöhnt Andreas Klemz.

An der Ampelkreuzung treffen die Bundesstraße 167 und die Landesstraße 21 zusammen. Quelle: Enrico Kugler

Am anderen Ende des Ortes an der B 167 hat Oliver Giese seine Fensterbaufirma und das Küchenstudio. „Die Vollsperrung wird ein Problem“, sagt Giese. Er hat in der Zehdenicker Straße auch noch sein Werk I. „Wir pendeln täglich mit unseren internen Transporten hin und her.“

Dass der Landesbetrieb offiziell informiert habe, findet Giese nur fair. Ob die Sanierung wirklich nötig ist, könne er nicht einschätzen. „Aber ordentliche Straßen wollen wir auch alle.“

Oliver Giese ist überzeugt davon, dass sich der Bürgermeister dafür einsetzt, dass es für die Liebenwalder mitten im Ort nicht zu riesigen Umleitungen kommt.

Die Landbäckerei Janke hat eine Filiale kurz vor der Ampelkreuzung. Quelle: Robert Roeske

Mitten im Ort gleich an der Kreuzung hat auch die Landbäckerei Janke eine Filiale. „Die Baustelle wird unser Herzinfarkt“, fürchtet Bäcker Norbert Janke. Er weiß nicht, wie er die Verluste, die dieser Sommer mit sich bringen wird, wieder einfahren soll. Dann blieben vielleicht auch die ganzen Radfahrer weg, fürchtet der Geschäftsmann.

Wichtig ist, wie abgesperrt wird

Für den Bäcker ist entscheidend, wie die Baustelle abgesperrt ist und wie ihn seine Kunden erreichen. „Die meisten sind gehfaul, da zählt jeder halbe Meter.“ In Kyritz hat der Bäcker, der seinen Hauptsitz in Flecken Zechlin hat, so etwas schon einmal miterlebt. „In Kyritz mussten wir wegen der Bauarbeiten anschließend unsere Filiale schließen.“

Hannelore Buchholz führt das Spielwaren- und Lottogeschäft an der Kreuzung. Ihr Geschäft, was sich anfangs am Markt befand, war abgebrannt. Ihre Tochter hatte ihr eine Wandzeitung aus allen Zeitungsartikeln dazu zusammengestellt. Quelle: Enrico Kugler

Nur ein Stück weiter hat Hannelore Buchholz ihr Spielwaren- und Lottogeschäft. „Ich hab das alles schon mal durch.“ 2007 war ihr Geschäft am Markt abgebrannt. Drei Jahre kämpfte sie sich in der Breitscheidstraße 1 durch. Seit Pfingsten 2010 hat sie nun den kleinen Laden an der Kreuzung und ist auf jeden Kunden angewiesen. Dank der Lotto-Geschäfte käme sie jetzt so über die Runden.

Den Inhaber des asiatischen Geschäftes kennen alle nur unter dem Namen Kivi. Der aus Vietnam stammende Mann führt seit knapp zwei Jahren den Imbiss in der Thälmannstraße. Quelle: Enrico Kugler

Eine Tür weiter ist Geschäftsmann Kivi nicht so entspannt. Seinen asiatischen Imbiss hat er erst vor knapp zwei Jahren eröffnet. „Ich finde das total bescheiden“, sagt der Vietnamese. „Wir liefern viel außer Haus, wie soll ich hier wegkommen, wenn alles gesperrt ist. Ich kann doch nicht fliegen.“ Kivi hat viel Lauf- und Stammkundschaft.

Viele Kunden lassen sich außer Haus liefern

Viele kommen mit dem Auto, selbst aus Grüneberg und Zerpenschleuse. „Mein Essen schmeckt eben.“ Das kann Harald Granzien aus Neuholland nur bestätigen. Er holt öfter bei Kivi sein Essen. „Keine Ahnung wie wir dann hier herkommen“, meint Granzien. „Dann holen wir eben wieder die Mopeds raus und fahren über den Gehweg“, lacht er.

Von Andrea Kathert

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