Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -3 ° wolkig

Navigation:
Steffen Leber übernimmt

Neuer Pur-Koordinator Steffen Leber übernimmt

Der Hennigsdorfer Steffen Leber ist neuer Koordinator für Kinder- und Jugendprojekte bei der Arbeitsförderungsgesellschaft Pur. Seine Vorgängerin Gudrun Bergmann war Ende August in Rente gegangen. Ihr Nachfolger will Projekte wie den Kinderzirkus mit genauso viel Herzblut leiten.

Voriger Artikel
Transporter überrollt Skateboard
Nächster Artikel
Die Großen lernen bei den Rhinstrolchen

Gudrun Bergmann gab den Staffelstab Ende August bei Kinderzirkus-Projekt an Nachfolger Steffen Leber weiter. Sie geht in Rente.

Quelle: Foto: Privat

Hennigsdorf. Und dann drückte ihm Gudrun Bergmann bei der letzten Vorstellung des Kinderzirkus im August den Staffelstab in die Hand. Da schwante es Steffen Leber. „Am nächsten Tag war sie weg und ich der Verantwortliche“, sagt der 37-Jährige. Leber, selbst Vater zweier Kinder, ist neuer Koordinator für Kinder- und Jugendprojekte bei der Arbeitsförderungsgesellschaft Pur. Seine Vorgängerin Gudrun Bergmann, die mit 63 in den Ruhestand gegangen war, hinterlässt große Fußstapfen.

Den Zirkus der Kinder (Zideka), ein Ferienprojekt für Kinder von sozial Schwachen und Asylbewerbern, leitete Bergmann zehn Jahre lang mit Verve, hunderte Eltern und Verwandte der Kinder strömten stets zu den Vorstellungen auf dem großen Rasenplatz hinter dem Pur-Gebäude in der Fabrikstraße. Gudrun Bergmann, sagt Leber, war bis zum letzten Tag mit Herz und Seele dabei. „Sie hat für ihre Projekte gekämpft. Der Zideka wurde am Anfang auch belächelt.“Der Hennigsdorfer will nun dafür sorgen, dass der Zirkus auch in den kommenden Jahren stattfinden kann wie gewohnt. Sein Vorgängerin glaubt an Steffen Leber, sie hatte ihn selbst als ihren Nachfolger empfohlen. „Sie hat mich auch drei Monate lang eingearbeitet, das war wichtig.“

Der junge Mann ist ein klassischer Quereinsteiger. Er arbeitete zunächst als Industriemechaniker in Berlin-Tegel, Anfang des Jahrtausends ging er insgesamt neun Monate als Zeitsoldat der Bundeswehr ins Kosovo und später nach Kenia. Leber sicherte Evakuierungswege, half bei der Ausbildung von Polizisten oder organisierte Fußballturniere für Waisenkinder. „Da habe ich gemerkt, dass ich gerne mit Menschen arbeite.“ Einsätze in Afghanistan und dem Irak lehnte er ab, stattdessen begann Steffen Leber eine Ausbildung zum Erzieher. Zehn Jahre lang arbeitete danach er in Berlin mit Jugendlichen, die psychische Probleme haben. Im vergangenen Jahr entdeckte er die Pur für sich, arbeitete zunächst ehrenamtlich im Kinderleseclub.

Seit Mai 2015 ist Leber nun fest angestellt und hat erste Erfahrungen gesammelt. Er half, das Integrationssporfest, das Sommerfest und eben den Zideka zu organisieren. Auch das Nachbarschaftsfest, das kürzlich im Kiez stattfand, managte Steffen Leber. „Ich will das Rad nicht neu erfinden, alles soll erstmal so weiterlaufen.“ Er will sich aber genauso reinhauen wie seine Vorgängerin, verspricht der Hennigsdorfer. Und sollte es Probleme geben, hat er ja noch Gudrun Bergmanns Handynummer.

Von Marco Paetzel

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Oberhavel


57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg