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Stein auf Stein

Hennigsdorf Stein auf Stein

Am Mittwoch wurde beim Neubau der Regenbogenschule in Hennigsdorf Richtfest gefeiert. Die Schule mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt „geistige Entwicklung“ arbeitet derzeit auf zwei Standorte verteilt. Zum kommenden Schuljahr soll die Schule mit ihren derzeit 66 Schülern wieder an einem Schulstandort zusammen gezogen werden.

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Bildungsdezernent Matthias Kahl, Landrat Ludger Weskamp und Zimmermeister Roman Nickelt (v.l.) stiegen dem Neubau aufs Dach

Quelle: Enrico Kugler

Hennigsdorf. 25 Schläge benötigte Oberhavels Landrat Ludger Weskamp (SPD), um beim Richtfest der neuen Regenbogenschule in Hennigsdorf den traditionellen Nagel in den Dachstuhl zu hämmern.

Laut zählten die künftigen Nutzer des rund 7,5 Millionen teuren Schulneubaus, der als Bildungsstätte mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt „geistige Entwicklung“ in Trägerschaft des Landkreises gebaut wird, die Hammerschläge mit. Bevor sie gemeinsam ein Lied für ihre neue Schule anstimmten. „Stein auf Stein, Fenster rein, Dach zum Schluss“, sangen die derzeit 66 Kinder und Jugendlichen mit ihren Lehrern und Betreuern zur Musik der Gitarre.

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Für 7,5 Millionen Euro entsteht mitten in Hennigsdorf der Neubau der Regenbogenschule. Im kommenden Jahr soll das Gebäude für die Schule mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt „geistige Entwicklung“ fertig sein.

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1991 gegründet, befand sich der erste Bau der Hennigsdorfer Regenbogenschule in der Parkstraße. Damals noch in Trägerschaft der Stadt, erinnerte Bürgermeister Andreas Schulz (SPD). Man sei quasi Geburtshelfer gewesen. Später wurde in die Fontanesiedlung umgezogen. Doch auch dort wurden die Räumlichkeiten zu klein, so dass die Schule seit 2011 auf zwei Schulstandorte verteilt ist. Das soll sich mit dem Beginn des kommenden Schuljahres im August 2018 ändern, wenn man wieder an einem Standort zusammenziehen will. „Der Neubau kommt zur richtigen Zeit“, lobte Schulleiter Sebastian Backhuß und dankte seinen Kollegen, dass diese trotz aller Schwierigkeiten für eine gute Unterrichtsqualität sorgen würden. Umso schöner sei es zu sehen, sagte Backhuß mit Blick auf den Neubau, wenn aus Plänen Wirklichkeit werde.

Derzeit liege man mit den Arbeiten voll im Plan, bestätigte Michael Kothera, Fachdienstleiter für den Bereich Bau im Landkreis. Als nächstes stehe neben dem Dach der Fenstereinbau auf dem Plan, um das Gebäude zum Winter hin dicht zu bekommen, so der Fachmann. Dann kann mit den Innenarbeiten begonnen werden. Insgesamt werden 25 Gewerke an dem Bau beteiligt sein. 14 davon wurden bereits vergeben. Als nächste Vergaben stünden Innentüren, Fliesen und die Fassade auf dem Plan. Diese besteht aus Klinkermauerwerk mit einem dunkelrötlichen Stein, verriet Projektleiterin Christine Schemainda. „Der 190 Quadratmeter große Bewegungsraum bekommt eine Holzverkleidung.“

Insgesamt entstehen auf zwei Etagen zehn, je 63 Quadratmeter große, Klassenzimmer, ein Lehrerzimmer, Fach- und Behandlungsräume sowie ein Essensausgaberaum. Auch eine Schulküche wird vorbereitet. Alles ist barrierefrei zugänglich. So wird es zwei Aufzüge geben. Rund 80 Schüler, maximal 100, werden Platz finden. Doch man habe Erweiterungsmöglichkeiten für einen Anbau auf der Grundstücksseite zum Rathaus hin, erklärte der Landrat. Denn derzeit würden Förderschulen bundesweit erhöhte Anmeldezahlen verzeichnen, sagte Ludger Weskamp. Das gelte auch für die Regenbogenschule.

Hennigsdorf Bürgermeister Schulz lobte, dass sich der Neubau „im Herzen der Stadt“ befinde. „Da gehört er hin.“ So liegt das 6000 Quadratmeter große Grundstück direkt am S-Bahnhof zwischen Stadtbibliothek und Rathaus.

Von Ulrike Gawande

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