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Oberhavel Stephanie Probst ist ein wahres Zirkuskind
Lokales Oberhavel Stephanie Probst ist ein wahres Zirkuskind
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06:01 06.09.2017
Stephanie Probst mit einem ihrer Vierbeiner. Quelle: Enrico Kugler
Oranienburg

Ich saß schon mit Pampers im Sattel“, sagt Stephanie Probst und lacht. Das sei zwar ziemlich lange her, aber ebenso lange währt schon ihre Liebe zu den Pferden, mit denen sie auch bei der heutigen Premiere um 16 Uhr im Zirkusrund stehen wird. Denn „Zirkus Probst“ hat seine Zelte auf dem Festplatz an der Turm-Erlebniscity aufgeschlagen. 60 Artisten und Akteure und 70 Tiere sind dabei. Zu denen gehören die 24 Araber, Friesen, aber auch Esel und Ziegen von Stephanie Probst.

Sie ist ein wahres Zirkuskind: Geboren in Erlenbach am Main, wo vor 30 Jahren „gerade der Zirkus Station machte“. Zur Familie, die seit Donnerstag in Oranienburg gastiert, gehören Mutter Brigitte, Vater Reinhard, ihre 33-jährige Schwester und ihr 27-jähriger Bruder. Zur Schule gegangen ist Stephanie Probst überall dort, wo der Zirkus spielte. „Später in die evangelische Zirkusschule von NRW, wo ich auch meinen Abschluss gemacht haben.“ Seitdem ist sie mit dem Zirkus quer durch Europa auf Achse. Ihre Lieblinge sind die Pferde geblieben. Zu ihnen hat sie einen besonderen Draht. Vielleicht auch, weil sie fürs Trapez nicht geeignet gewesen sei, weil sie Rheuma plagt. Aber die Tiere sind ihr Ein und Alles.

Nicht alle 24 Pferde treten jeden Tag auf. Fünf davon sind schon in die Jahre gekommen und um die 30 Jahre alt, „auf denen habe ich gelernt“. Doch aufs Altenteil wollte und konnte sie sie nicht schicken: „Da vereinsamen sie“. Deshalb sind sie immer mit dabei, bei der großen Zirkusfamilie, auch wenn sie nicht mehr auftreten können. Neben ihnen stehen die ganz jungen, vier bis fünf Jahre alten Pferde.

Stephanie Probst hat ihren eigenen Zirkuswagen. Schließlich hat sie inzwischen Familie. Ehemann Sergiu hat sie vor 13 Jahren kennengelernt. Wo? Natürlich im Zirkus!“ Damals trat Sergiu aus Moldawien auf der „Russischen Schaukel“ in der Manege auf. Nach zwei Jahren nahm seine Truppe ein neues Engagement an, Sergiu blieb, steht heute auf dem Trampolin. Und ihre dreijährige Tochter Celina macht schon alle Kunststücke nach.

Stephanie ist das erste Mal in Oranienburg. Bisher sei ihr Teil des Familienzirkus Probst immer im Westen und Süden Deutschlands unterwegs gewesen, erobert sich nun auch den Osten. „Ich finde, dass es hier ein sehr dankbares Publikum gibt. Auch wenn das Zelt nicht voll ist, so bedankten sie sich sehr herzlich für die Vorstellung“, empfindet sie.

Und wohin reist ein weitgereister Artist im Urlaub? Im Winter sei zwar Spielpause, aber da gebe es zu reparieren und zu renovieren. In die Ferne schweifen müsse sie gar nicht, gesteht Stephanie Probst. Einmal sei sie in Afrika gewesen und konnte doch nicht abschalten: „Ich habe mindestens fünfmal angerufen, weil ich wissen musste, wie es meinen Tieren geht.“ Sie liebe das Zirkusleben einfach: „Freundschaften halten hier ein Leben lang.“

Vorstellungen gibt es heute um 16 und 19.30 Uhr, am Donnerstag um 17 Uhr, am Freitag und Sonnabend um 16 und 19.30 Uhr und am Sonntag um 11 und 16 Uhr.

Von Heike Bergt

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