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Stichwahl: Dafür stehen Busse und Koop

Bürgermeisterwahl in Kremmen Stichwahl: Dafür stehen Busse und Koop

Am kommenden Sonntag, 27. November, entscheidet sich, wer in Kremmen neuer Bürgermeister wird. Entweder schafft es Sebastian Busse (CDU) oder Eckhard Koop (parteilos). Vor der Stichwahl waren beide zu Gast in den Räumen der MAZ in Oranienburg, um Fragen zu beantworten.

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Sebastian Busse (CDU), l.) und Eckhard Koop (parteilos)

Quelle: Enrico Kugler

Kremmen. Stichwahl in Kremmen: Am Sonntag wird es für Sebastian Busse (CDU) und Eckhard Koop (parteilos) ernst. Wer wird neuer Bürgermeister in Kremmen. Nachdem Anfang November die Einwohner Amstinhaber Klaus-Jürgen Sasse (SPD) abgewählt hatten, rechnen sich nun Busse und Koop Chancen auf den Posten aus. Beide trafen sich am Dienstag in der Redaktion der Märkischen Allgemeinen in Oranienburg, um noch einmal ihre Wünsche, Ideen und Sorgen mitzuteilen. MAZ-Schreiber Robert Tiesler hat den beiden fünf Fragen gestellt. Hinzu kam eine Leserfrage aus Kremmen.

Sebastian Busse hatte beim ersten Wahlgang am 6. November 39,2 Prozent der Stimmen geholt. Koop erreichte 22,3 Prozent der Stimmen. Am kommenden Sonntag gewinnt derjenige, der die Mehrheit der abgegebenen Stimmen und gleichzeitig 15 Prozent aller wahlberechtigten Kremmener erreicht. Beide Kandidaten gingen davon aus, dass dieses Quorum erreicht wird.

Sebastian Busse (l) und Eckhard Koop (r) mit MAZ-Schreiber Robert Tiesler

Sebastian Busse (l.) und Eckhard Koop (r.) mit MAZ-Schreiber Robert Tiesler.

Quelle: Enrico Kugler

1. Fassen Sie sich kurz: Sebastian Busse / Eckhard Koop in zwei Sätzen?

Sebastian Busse : Ich bin zielstrebig, immer an der Basis und dicht am Bürger dran. Ich höre zu und will anpacken, um Kremmen nach vorne zu bringen.

Eckhard Koop : Ich stehe für Erfahrung und Kompetenz, ich bin parteilos, parteiunabhängig und wirtschaftlich an der Basis. Ich will mit absolutem Arbeitswillen Kremmen entwickeln und voranbringen.

2. Warum sollten Anhänger der am 6. November ausgeschiedenen Kandidaten Klaus-Jürgen Sasse (SPD) und Arthur Förster (UWG/LGU) Sie wählen?

Sebastian Busse : Ich sehe die Wahl klar als personenbezogene und damit als parteiunabhängige Wahl, auch wenn es wichtig ist, die Partei im Hintergrund zu haben. Die Gründe mich zu wählen, sind dieselben wie bei der ersten Wahl, nach der ich viele Gespräche mit den Bürgern geführt habe. Ich will die Bürger mitreißen, mit meiner Arbeit und meiner Sympathie. Aber ich mache keine Versprechungen, sondern habe immer nur meine Ziele formuliert.

Eckhard Koop : Ich bin parteilos und unabhängig in meiner Meinung. Ich stehe allen politischen Seiten gegenüber offen. Ich habe mit beiden Lagern Gespräche geführt. Es ist eher eine Frage nach dem wirtschaftlichem Stand der Stadt in diesen finanziell angespannten Zeiten. Ich kenne den Haushalt, mache deshalb keine Versprechungen. Aber der Bürgermeister entscheidet nicht allein, sondern nur mit der Mehrheit der Stadtverordneten.

3. Wenn Sie gewinnen: Wie würden Sie Ihren Amtsantritt im April 2017 zelebrieren?

Sebastian Busse : Ich kann zum 1.  Januar aus dem Unternehmen ausscheiden. Die folgende Zeit bis zum Amtsantritt werde ich nutzen, um mich vorzubereiten. Ich werde in Kitas und im Wirtschaftshof hospitieren. Aber auch in einer größeren Stadt, um Verwaltungsstrukturen kennenzulernen und Ideen mitzunehmen. Dann erhoffe ich mir eine angemessene Übergabe im Rathaus.

Eckhard Koop : Ich werde fast bis zum Ende arbeiten, denn ich lebe davon, muss eine Familie versorgen. Aber ich brauche auch keine Vorbereitungszeit, denn nach 18 Jahren Lokalpolitik ist man im Tagesgeschäft drin. Schließlich sind auch Sasse, Laesicke und Schulz in Hennigsdorf alles Quereinsteiger, keine Berufspolitiker. Ich sehe da keine Probleme.

4. Wenn Sie gewählt werden: Was würden Sie zuerst angehen?

Sebastian Busse : Ich werde die Struktur des Leitungssystems erfassen, um eine mögliche Optimierung des Personaldiagramms, aber auch der Arbeitsabläufe vornehmen zu können. Dann steht die Aufstellung einer rechtsgültigen Kitasatzung an erster Stelle, mit der Eltern in Kremmen für die nächsten zehn Jahre leben können. Danach hat Kremmen viele weitere Baustellen.

Eckhard Koop : Ich würde als erstes die wirtschaftliche Situation der Stadt anpacken. Es muss eine finanzielle Grundlage geschaffen werden, damit wieder Investitionen getätigt werden können. Die Kapitalseite der Stadt ist das A und O. Die Einnahmen müssen verbessert werden. Gleichzeitig muss die Struktur der Verwaltung verbessert werden.

5. Was sind Ihre weiteren Schwerpunkte als Bürgermeister?

Sebastian Busse : Kremmen muss sauberer werden. Bestehende Straßen müssen saniert werden. Denn man darf die Infrastruktur nicht vergessen, wenn man neue Bürger in die Stadt holt. Wichtig ist mir die Einführung eines Beschwerdemanagements. Die Themen Schulessen und Kitaschließzeiten folgen 2018 über die Stadtverordneten. Eile ist ein schlechter Berater.

Eckhard Koop : Bevor Kitas und Straßen modernisiert werden können, müssen die städtischen Einnahmen gesteigert werden. Dafür müssen Betriebe angesiedelt und Bauflächen für Häuser und Wohnungen geschaffen werden. Wir müssen die Bevölkerungszahl, auch im Hinblick auf die Gemeindegebietsreform, erhöhen. Wir hinken gegenüber anderen Gemeinden stark hinterher.

6. Leserfrage von Frank Liedke: Wie soll die Zusammenarbeit mit den Stadtverordneten laufen? Was trifft eher zu: pure Kompetenz oder Parteizugehörigkeit?

Sebastian Busse : Mir ist die CDU wichtig. Wenn man eine Partei im Rücken hat, hat man viele Vorteile. Man kommt oft schneller ans Ziel, weil man in Gesprächen und Versammlungen miteinander redet, schneller von Förderprogrammen erfährt. Aber die Partei reagiert nicht die Stadt und auch nicht den Bürgermeister. Aber auch ein Bürgermeister entscheidet nicht allein, sondern zusammen mit den Abgeordneten aller Parteien, die ich alle gleich behandele.

Eckhard Koop : Ich brauche den Rückhalt agierender Personen. Das muss nicht eine Partei sein. Es gab ständig wechselnde Verbindungen in der Stadtverordnetenversammlung. Deshalb muss es den Konsens nicht in der Partei, sondern mit den Abgeordneten geben, die der Wunsch verbindet, ihre Stadt zu entwickeln. Ich glaube nicht, dass eine Partei Vorteile bringt. In Birkenwerder funktioniert es ja auch. Ich befürchte keine Nachteile als Parteiloser.

Von Ulrike Gawande, Robert Tiesler und Sebastian Morgner

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