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Stimmung kontra Regenschauer

Kinderfest an der Turm-Erlebniscity Stimmung kontra Regenschauer

Auf dem Festplatz an der Turm-Erlebniscity in Oranienburg haben die kleinen Gäste am Sonnabend den heutigen Internationalen Kindertag sozusagen vorgefeiert. Mit einem großen Kinderfest. Und dabei so manchen Regenschauer einfach weggelacht.

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Die kleine Bahn kam bei den Kindern ganz groß an.

Quelle: Torsten Weigel

Oranienburg. Der Höhepunkt zum Schluss: Als „Herr H“ alias Simon Horn auf die Bühne kam, gab es für die Kinder kein Halten mehr. Sie sangen, sie lachten, sie tanzten. Und das im strömenden Regen. „Wenn ihr laut mitsingt, dann kommt bald die Sonne wieder“, rief der Künstler, der bei vielen Kindern Kultstatus genießt, dem Publikum zu. Ob es nun am Einsatz der textsicheren Fans lag oder nicht, kurze Zeit später hatten sich die Wolken tatsächlich verzogen und die Party ging im Trockenen weiter.

Bereits zum 9. Mal feierte Oranienburg seine Kinder mit einem bunten Programm. Auf der Festwiese vor der Turm-Erlebniscity herrschte am Sonnabend fünf Stunden lang reges Treiben: Die Kinder konnten unter anderem basteln, auf einer Hüpfburg toben, sich schminken lassen, ein Polizeiauto erkunden, auf einem Pferd reiten und einen Parcours der Verkehrswacht mit dem Fahrrad meistern. Zudem führten Clowns Kunststücke vor und „Radio Teddy“ sorgte für zusätzliche Unterhaltung. Das „tierische Quiz“ entführte das junge Publikum in die Welt der Tiere. Moderator Roland staunte über das Wissen der Jüngsten. Sie wussten etwa, dass ein Puma bis zu 15 Meter weit springen kann und Giraffen sieben Halswirbel haben.

Gut besucht waren die Stände der Sportvereine. Kinder und Eltern konnten sich informieren und probieren: „Ich wusste gar nicht, dass mein Sohn so gut mit Bällen umgehen kann“, freute sich Verena Lambrecht aus Velten. Ihr siebenjähriger Sohn Finley hatte am Stand des Volleyballvereins VSV Havel Oranienburg eine gute Figur gemacht und freute sich über den Erfolg. „Vielleicht gehe ich später auch mal zum Probetraining.“

Zwischen den Regengüssen stand das Kistenklettern hoch im Kurs. Gut gesichert, stapelten sich die Kinder Kiste um Kiste empor. „Das macht richtig Spaß“, sprudelte es aus Niclas Worlitzsch (Berlin) heraus. Der Zwölfjährige hatte es auf den Tagesrekord von 17 Kisten abgesehen. Doch nach Kiste 16 war Schluss und der Turm brach zusammen. „Macht nichts.“ Aufregend sei es allemal gewesen.

Organisiert wurde das Fest von der Stadtservice Oranienburg GmbH (SOG), die sich den Lebenshilfeverein mit ins Boot holte. „Wir wollten nicht nur Kräfte bündeln, sondern Inklusion und das Motto Oranienburgs, eine Stadt für alle, leben“, sagte Turm-Geschäftsführer, Kay Duberow, im Vorfeld des Kinderfestes. Auf dem „Markt der Sinne“ konnten die Kinder ausprobieren was es heißt, im Rollstuhl zu sitzen oder mit einem Handicap zu leben. Generell war der Eintritt zum Fest frei.

Allen Wetterkapriolen zum Trotz können die Ausrichter das Kinderfest als Erfolg verbuchen – und als gelungene Generalprobe für die 10. Auflage im kommenden Jahr. Dann soll das Fest im Rahmen der 800-Jahr-Feier Oranienburgs stattfinden und besonders gut gelingen.

Von Torsten Weigel

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