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Oberhavel Strafanzeigen gegen Kremmener Kitaleiterin
Lokales Oberhavel Strafanzeigen gegen Kremmener Kitaleiterin
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00:14 29.05.2016
In Kremmen steht Aussage gegen Aussage. Dort soll eine Leiterin der Einrichtung Kinder grob angefasst haben. Quelle: dpa
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Kremmen

Die Polizei muss sich auf Wahrheitssuche begeben. Mehrere Eltern erheben gegenüber der Leiterin der Kremmener Kita „Rhinstrolche“ den Vorwurf, ihre Kinder auf eine Weise behandelt zu haben, die so nicht erlaubt sei. Die Rede ist von „grenzverletzendem Verhalten“. Dabei geht es möglicherweise um einen Klaps auf den Po oder darum, Kinder an den Arm zu packen.

„Es handelt sich nicht um anonyme Anzeigen“, sagt Kremmens Hauptamtsleiterin Charlott-Luise Stolzenberg. Damit weist sie entsprechende Vorwürfe in einem Internetforum zurück. In der Bürgersprechstunde am 11. April ist der Vorwurf gegenüber der Kitamitarbeiterin erstmals erhoben worden. Daraufhin ist auch das Ministerium für Jugend und Sport eingeschaltet worden. Letztlich haben sich elf Elternteile im Rathaus gemeldet, drei Mütter stellten inzwischen Strafanzeige wegen Körperverletzung, die Polizei muss nun die Ermittlungen aufnehmen.

Die Beschuldigte bestreitet den Vorwurf. Dennoch steht nun Aussage gegen Aussage. „Keiner von uns kann sagen, ob es stimmt oder nicht“, sagt Charlott-Luise Stolzenberg. Nachdem die beschuldigte Mitarbeiterin zunächst beurlaubt worden war, arbeitet sie nun zunächst in einer anderen Kita, dort aber nicht als Leiterin.

Nun müssen die Ermittlungen abgewartet werden. Die Stimmung in der Kremmener Kita ist derweil extrem angespannt, als ob sich zwei Fronten gebildet haben. „Auf der einen Seite gibt es Eltern, die der Beschuldigten nicht zutrauen, so etwas getan zu haben“, sagt Stefanie Gebauer, die im Kitaausschuss der „Rhinstrolche“ sitzt. Auf der anderen Seite gebe es die betroffenen Eltern, die nun die schweren Vorwürfe erheben. In dem Zusammenhang ist aber auch von einigen Seiten das Wort „Hetze“ zu hören, von Äußerungen, die ebenso strafbar seien. Das Thema sei in den vergangenen Wochen immer höhergekocht worden. Immer öfter fallen böse Worte, gibt es Streit.

Sandra Knußmann hat im Internet eine „Open Petition“ eröffnet. Sie fordert die Wiedereinsetzung der Mitarbeiterin in die Kitaleitung. Bis Freitagnachmittag haben sich daran 82 Menschen beteiligt. „Da stehe ich voll dahinter“, sagt Sandra Knußmann, die selbst ein Kind an der Kita hat. „Da wird etwas aufgebauscht“, findet sie. Ausschlaggebender Punkt für die Petition sei für sie, dass die Beschuldigte wieder im Dienst sei, wenn auch in einer anderen Kita. „Wir können aber nun nur abwarten, was die Polizei macht“, sagt Sandra Knußmann.

Nun müssen wohl auch noch mal die Kinder befragt werden. Was ist wirklich passiert? Wie lassen sich bestimmte Dinge auslegen? Was fassen Kinder als Gewalt auf? Sind bestimmte Grenzen überschritten worden?

Das Thema wird die Kremmener noch einige Zeit begleiten – auch in den Kitas. „Wir müssen allen die Augen offen und uns fragen: Was ist grenzverletzendes verhalten?“, sagt Charlott-Luise Stolzenberg. „Wir werden uns da grundlegende Hilfe holen. Aber ein Konzept dafür müssen wir erst noch entwickeln.“ So ein Konzept würde alle Kitas der Stadt betreffen.

Von Robert Tiesler

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