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Streit um Fensterdurchbruch im Klubhaus

Kremmen Streit um Fensterdurchbruch im Klubhaus

Eigentlich gibt es immer noch kein Nutzungskonzept für das Klubhaus am Marktplatz in Kremmen. In die untere Etage zieht 2017 die Bäckerei. Und darüber? Es wird nun schwieriger, eine Einigung zu erzielen, denn inzwischen sind mehrere Fenster durchbrochen worden, die noch in der Diskussion befindliche Konzepte unmöglich machen.

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Die durchbrochenen Fenster sind mit Holz abgedichtet.

Quelle: privat

Kremmen. Kremmens Ortsvorsteher Eckhard Koop (parteilos) wirft Bürgermeister Klaus-Jürgen Sasse (SPD) und seinem Bauamt vor, im Klubhaus Tatsachen geschaffen zu haben. Bei einer Begehung stellte Koop neulich fest, dass bereits mehrere Fenster aus der Fassade gebrochen worden sind.

Der Durchbruch dieser Fenster würde allerdings bedeuten, dass das von den Stadtverordneten beim Landkreis eingereichte Nutzungskonzept – dafür stimmte auch Bürgermeister Sasse mit Ja – nicht mehr funktioniere.

Warum der Fensterdurchbruch dennoch vorgenommen worden ist, bleibt unklar. „Wir wissen nicht, auf welcher Grundlage das geschehen ist“, sagte Eckhard Koop bereits in der vergangenen Woche. Es sei noch nichts beschlossen worden, ein Konzept bei der Denkmalsbehörde noch nicht eingereicht gewesen.

Dem allerdings widerspricht Klaus-Jürgen Sasse. Er verweist auf das Gespräch im Mai, an dem Vertreter der Denkmalbehörden, der Verwaltung und Kremmener teilgenommen haben. „Da schon machte die Denkmalbehörde klar, dass der Vorschlag von Horst Troppens nicht genehmigungsfähig ist“, sagte Sasse am Dienstag.

Der angesprochene Vorschlag beinhalt den Erhalt der Bühne im Saal sowie einen Anbau hinten an das Klubhaus. Somit würden auch die oberen Etagen erreicht, das dann beispielsweise die Senioren der Stadt nutzen könnten.

Sasse verweist auf eine erteilte Baugenehmigung für die obere Etage. Danach hätten die Bauarbeiten begonnen. Allerdings gibt er auch zu, dass das Rausbrechen der Fenster zu diesem Zeitpunkt unnötig gewesen wäre, weil ja die mögliche Nutzung noch nicht feststehe. Daraufhin habe er angewiesen, die durchbrochenen Fenster mit Holzplatten zuzumachen.

Dass der in der Stadtverordnetenversammlung abgestimmte Vorschlag durch den Fensterdurchbruch nicht umsetzbar sei, sei ihm in dem Moment zu spät klar geworden. Inzwischen seien die Unterlagen beim Landkreis eingereicht, Sasse rechnet mit Ergebnissen in zwei bis drei Wochen.

Die Bauarbeiten im Erdgeschoss gehen unterdessen auch weiter. Die Bäckerei Plentz soll nach jetzigem Stand am 1. März 2017 eröffnen.

Von Robert Tiesler

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