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Streit um Friedhofs-Klo in Birkenwerder

Toilette auf dem Waldfriedhof Streit um Friedhofs-Klo in Birkenwerder

Mit dem stillsten Örtchen des Waldfriedhofes befassten sich die Gemeindevertreter von Birkenwerder in jüngster Sitzung: Sie stoppten den Abriss des WCs in der Kapelle und beschlossen einen barrierefreien Standard für die Ersatztoilette in der Friedhofsverwaltung.

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Das Bauhofgebäude und der Eingang des Waldfriedhofes in Birkenwerder.

Quelle: Robert Roeske

Birkenwerder. Ein stilles Örtchen an einem stillen Ort beschäftigte die Gemeindevertreter in Birkenwerder. Sie beschlossen in jüngster Sitzung einstimmig den Neubau einer öffentlichen Toilette im Bauhof- und Friedhofsverwaltungsgebäude Am Waldfriedhof. Damit verbunden war ursprünglich das Vorhaben, das WC in der Friedhofskapelle zurückzubauen, da es eng ist und den heutigen Ansprüchen nicht mehr gerecht wird. Weil auch der geforderte Anschluss an die Kanalisation fehlt, wäre die Modernisierung „extrem teuer und schwierig“, hieß es von Verwaltungsseite.

Vielstimmer Widerspruch der Gemeindevertreter

Als Ersatz war das zu den Friedhofsöffnungszeiten frei zugängliche Klo im Verwaltungsgebäude geplant, was jedoch den vielstimmigen Widerspruch der Politiker hervorrief. „Das geht gar nicht“, sagte Heiko Friese (SPD). Auf den Friedhof gehöre auch eine Toilette, betonte CDU-Fraktionsvorsitzender Roger Pautz. Baufachbereichsleiter Jens Kruse sicherte zu, diese Möglichkeit zu prüfen. Nicht sicher sei jedoch, ob dann der Kostenrahmen von 19 000 Euro eingehalten werden kann. Und möglich sei laut Kruse auch ein barrierefreier Standard.

Rüffel von den Christdemokraten

Der war in der Sitzung von der Behindertenbeauftragten Ute Bartels eingefordert worden, da zuvor nur von „seniorengerecht“ die Rede war. Dass sie in ihrer Funktion einmal mehr nicht rechtzeitig einbezogen war, kritisierte Katrin Gehring (CDU). Künftig solle sie vorher angehört werden.

Der Auftrag für den grundhaften Ausbau der Straße Am Waldfriedhof inklusive Platzgestaltung und Weg zur Kapelle wurde mit einstimmigem Votum an die STT GmbH aus Werder vergeben. Auftragswert: 365 000 Euro.

Von Helge Treichel

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