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Streit um Kita-Gebühren in Oberkrämer

SPD reicht Antrag ein Streit um Kita-Gebühren in Oberkrämer

Die SPD-Fraktion in Oberkrämer will die Kita-Gebühren senken – für die Eltern, die gleichzeitig zwei oder mehr Kinder betreuen lassen. Laut Fraktionschef Carsten Schneider ist ein entsprechender Antrag für die Gemeindevertretersitzung eingebracht worden. Bei Jörg Ditt (Grüne) sorgt das für Verwunderung – aus verschiedenen Gründen.

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Quelle: dpa-Zentralbild

Oberkrämer. Die SPD in Oberkrämer will bei den Kitagebühren im Ort einen Rabatt für kinderreiche Familien. Die Fraktion reichte einen entsprechenden Antrag für die nächste Gemeindevertretersitzung ein.

Die Gebühren für Eltern würden gesenkt, wenn gleichzeitig zwei oder mehr Kinder in einer der Kitas in Oberkrämer betreut werden. Die Rede ist von einem Freibetrag in Höhe von 3000 Euro für das zweite und jedes weitere Kind. So würden die betroffenen Eltern in einer niedrigeren Beitragsstufe landen, wenn der Einkommenshöchstbetrag nicht überschritten werde.

Bei Jörg Ditt (Grüne), wie Schneider auch Bürgermeisterkandidat in Oberkrämer, löst diese Nachricht große Verwunderung und positives Erstaunen aus, wie er sagt. „War es doch der Bürgermeisterkandidat, Herr Schneider, selber, der den nahezu gleichlautenden Antrag unserer Fraktion im Jahr 2013 mit den Worten abgelehnt hatte: ,Dann müssen Sie mir auch zeigen, an welcher Stelle Sie das Geld dafür wegnehmen.’“

In der von Jörg Ditt angesprochenen Gemeinderatssitzung im August 2013 hatte Carsten Schneider den Antrag der Grünen-FWO-Fraktion in der Tat kritisiert. Damals verwies er auch auf die erhöhten Personalkosten für die Kitas in der Gemeinde. Seit dem Jahr 2008 seien sie um 20 Prozent gestiegen. Allerdings betraf die Kritik auch den Punkt, dass die dort aufgeführten finanziellen Entlastungen eher die Besserverdienenden beträfen.

Für Jörg Ditt sei das alles Wahlkampftaktik: „Wie auch schon zu dem von unserer Fraktion eingebrachten Antrag zum Bürgerhaushalt – den die SPD in altbekannter Manier gekapert hat – versucht Herr Schneider sich nun als Wohltäter für die Eltern darzustellen“, so der Grünen-Politiker in einer Stellungnahme.

Carsten Schneider verwies jedoch darauf, dass die SPD-Fraktion schon vor der parlamentarischen Sommerpause auf eine Ermäßigung für kinderreiche Familien gesetzt habe. Es handele sich um ein Zeichen für die Kinder- und Familienfreundlichkeit in der Gemeinde.

Das Thema könnte in der Gemeindevertretersitzung am 5. November auf die Tagesordnung kommen und zur Diskussion stehen. Der Termin liegt drei Tage vor der Bürgermeisterwahl in Oberkrämer, die am Sonntag danach stattfindet.

Von Robert Tiesler

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