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Streit um Ramadan eskaliert

Polizei im Stress Streit um Ramadan eskaliert

Ein 19-jähriger Afghane ist am vergangenen Wochenende in der Asylbewerberunterkunft in Lehnitz mehrfach ausgerastet, weil er mit der Auslegung des Fastenmonats Ramadan durch Mitbewohner des Heimes nicht einverstanden war. Die Polizei musste mehrfach gerufen werden, nahm den 19-Jährigen vorübergehend in Gewahrsam und verlegte ihn schließlich in ein anderes Heim.

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Ein 19-jähriger Afghane aus der Asylbewerberunterkunft in Lehnitz hielt die Polizei am vergangenen Wochenende in Atem.

Quelle: dpa

Lehnitz. Stress mit einem 19-jährigen Afghanen hatte die Polizei in Oranienburg an vergangenen Wochenende. Offenbar aufgrund verschiedener Religionsrichtungen und deren Auslegung bezüglich des Ramadan kam es, wie die Polizei am Montag mitteilte, bereits am Freitagabend im Übergangswohnheim für Asylbewerber Lehnitz zu einer Auseinandersetzung zwischen einem 19 und zwei 23 beziehungsweise 24 Jahre alten Afghanen. Dabei soll der 19-Jährige mit einem Messer gedroht haben, worauf die Polizei alarmiert wurde.

Eine räumliche Trennung im Übergangswohnheim lehnte der 19-Jährige vorerst ab. Er kam dem Platzverweis und dem Angebot, ein neues Zimmer in einem anderen Haus zu beziehen, trotz mehrfacher Aufforderung und Belehrung nicht nach. Daher wurde er zur Verhinderung weiterer Straftaten in Gewahrsam genommen.

Nachdem der 19-Jährige am Sonnabendmorgen aus dem Polizeigewahrsam entlassen worden war, suchte er sein bisheriges Zimmer im Übergangswohnheim auf, worauf es zu erneutem verbalen Streit kam. Der 19-Jährige soll in der weiteren Folge dem 23-Jährigen mit der Faust auf den Kopf geschlagen haben. Zu Verletzungen kam es aber nicht. Im Zuge des Streites soll der Angreifer dann noch ein Brotmesser in die Hand genommen haben. Zur Gefahrenabwehr trennte die Heimleitung nunmehr die jungen Männer.

Beim Zimmerwechsel kam es dann gegen 15 Uhr erneut zu einem Streit der Parteien. Nunmehr schlug der 19-Jährige grundlos dem 23-Jährigen auf die Nase. Dieser klagte über Schmerzen und wurde zur Untersuchung ins Krankenhaus Oranienburg gebracht. Da damit der Versuch einer räumlichen Trennung innerhalb der Objekte in Lehnitz gescheitert war, wurde über den Bereitschaftsdienst des Landkreises veranlasst, dass der Beschuldigte in eine andere Unterkunft im Kreis Oberhavel transportiert wird.

Von Bert Wittke

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