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Streit um die Sonnenkäfer geht weiter

Keine Kita in Klein-Ziethen Streit um die Sonnenkäfer geht weiter

Schon seit vier Jahren ist die Kita „Sonnenkäfer“ in Klein-Ziethen geschlossen. Im neuen kitabedarfsplan der Gemeinde Oberkrämer ist Neu-Vehlefanz – dazu gehört Klein-Ziethen – nicht berücksichtigt. Das stößt Gemeindevertreterin Margitta Bergmann (FDP) sauer auf. Auch Ortsvorsteher Peter Gerlach kämpft weiter um seine Kita.

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Ortsvorsteher Peter Gerlach vor dem Kitagebäude.

Quelle: Robert Tiesler

Klein-Ziethen. Inzwischen ist die Kita „Sonnenkäfer“ in Klein-Ziethen seit vier Jahren geschlossen, die Diskussionen darum ebben aber immer noch nicht ab. Anlass diesmal ist der neue Kitabedarfsplan der Gemeinde Oberkrämer (MAZ berichtete). Der besagte unter anderem einen höheren Bedarf für die Ortsteile Marwitz und Bötzow. Neu-Vehlefanz aber, der Ort zu dem Klein-Ziethen gehört, kam darin nicht vor.

„Ein flächenmäßig großer Ortsteil, Neu-Vehlefanz, wurde dabei nicht separat berücksichtigt, weil es dort zurzeit keine Einrichtung gibt“, sagt die Gemeindevertreterin Margitta Bergmann (FDP). Sie sieht darin einen Verstoß des öffentlich-rechtlichen Vertrages zur Gemeindefusion, wonach, so Bergmann, eine Kita in jedem Ortsteil erhalten bleiben sollte. „Die Wiedereinrichtung einer Kita in Klein-Ziethen sollte ein Ziel aller gewählten Vertreter sein“, sagt sie. „Zumal die Flüchtlingssituation bei der Erstellung der Bedarfsplanung noch keine Berücksichtigung fand.“

Die Begründung, die Einrichtung zu schließen, war im Jahr 2011 weniger der Mangel an Kindern. Es ging um den Personalschlüssel. Der „Sonnenkäfer“ war ein kleines Haus mit nur 15 Kindern, was zu Schwierigkeiten mit der Personalsituation und damit, aus Sicht der Verwaltung und der damaligen Mehrheit der Gemeindevertreter, zu einer Ungleichbehandlung mit den anderen Kitas führte. So sieht das Hauptamtsleiter Ronny Rücker auch heute noch. „Die Räumlichkeiten, die wir da haben, die lassen nur maximal 17 Kinder zu“, sagte er. Das führe zu Problemen bei der Personaleinteilung. Unklar sei dann beispielsweise, wie Vertretungen zu organisieren seien. „Und damals war es ja so, dass selbst nicht alle Kinder aus Neu-Vehlefanz in Klein-Ziethen in die Kita gingen“, so Ronny Rücker weiter. Selbst für Kinder aus Wolfslake sei die Kita in Klein-Ziethen nicht mehr wirklich ortsnah gewesen.

Vom Neu-Vehlefanzer Ortskern ist es nach Eichstädt näher als nach Klein-Ziethen. Wie Ortsvorsteher Peter Gerlach am Freitag sagte, besuchen viele Kinder aus seinen Dörfern nun die Kitas in Vehlefanz und Schwante. „Wir machen trotzdem weiter“, sagt er hinsichtlich den Bemühungen, Klein-Ziethen wieder zum Kitastandort zu machen. „Die Kinderzahlen steigen ja wieder.“

Der private Investor, der sich in dem Gebäude im Dorfkern engagieren wollte, ist aber, wie berichtet, ebenfalls wieder abgesprungen. „Vielleicht hat er auch gemerkt, dass das nicht funktioniert“, so Gerlach. Möglich sei auch, dass die Räume für Flüchtlinge genutzt werden könnten. Entsprechende Besichtigungen habe es, laut Peter Gerlach, zwar gegeben, spruchreif sei da aber überhaupt nichts.

Von Robert Tiesler

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