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Oberhavel Streit um neues Veltener Stadtlogo
Lokales Oberhavel Streit um neues Veltener Stadtlogo
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00:30 29.06.2015
So soll das neue Stadtlogo von Velten aussehen. Quelle: Design Foundry
Velten

Wenige Tage vor den Feierlichkeiten zum 80-jährigen Stadtjubiläum von Velten ist ein heftiger Streit um das Symbol der Ofenstadt entbrannt. Das offizielle Stadtwappen zeigt einen grünen Kachelofen auf silbernem Grund. Zusätzlich will Velten nun – wie in vielen anderen Kommunen längst praktiziert – ein Logo, das für Werbezwecke, auf Plakaten oder im Internet die Stadt symbolisieren soll.

Daran gebastelt wird schon seit zwei Jahren. 2013 wurde eine Jury einberufen, die zusammen mit der Berliner Agentur Design Foundry ein modernes Stadtsymbol entwickeln sollte. Das Resultat liegt jetzt vor – und nicht jedem gefällt’s. 14 unterschiedlich große Quadrate in den Farbtönen Rot, Grün und Blau, Ofenkacheln symbolisierend und angeordnet in den Umrissen der Veltener Stadtgrenzen. Rechts daneben der Schriftzug „Ofenstadt Velten“. Die Farben stünden für Natur, Erholung, Tradition, Wohnen, Kultur und Wirtschaft, erläuterte Daniel Winter von Design Foundry. Sie sollen künftig auch auf der Veltener Internetseite, bei Broschüren, Briefbögen, Wegweisern oder Plakaten zum Einsatz kommen.

Das offizielle Stadtwappen Quelle: Stadt Velten

„Ich finde es erst mal mutig“, erklärte Andreas Noack (SPD) im Ausschuss für Stadtentwicklung. Allerdings sei es schwierig nachzuvollziehen, wie man dort hingelangt ist. Dennoch verteidigte er die Arbeit der Jury.

Volle Breitseite feuerte hingegen die Fraktion Pro Velten. „Nichtssagend!“, lautete das Urteil von Petra Künzel. Und Ausschussvorsitzender Stefan Gansel zitierte aus einer von Pro Velten initiierten Umfrage. Die Meinungen reichen von „Das kann alles oder nichts sein“, „Werbung für eine Fliesenfirma“ bis „neumodischer Grafikquatsch“ und zu dem Bezug zu einer Schokoladenwerbung „quadratisch, praktisch, gut“. Vor allem war zu vernehmen, dass die Veltener an ihrem historischen Stadtwappen mit dem Kachelofen hängen. „Mehr als bisher gedacht“, so Gansel. „Wir haben viel Mühe verwendet, das Wappen in Köpfe und Herzen zu pflanzen.“ Auch mit dem Maskottchen Kalli Kachel, das zu vielen Anlässen in Erscheinung trat.

„Es gibt einen Unterschied zwischen Wappen und Logo“, unternahm Fachbereichsleiter Berthold Zenner einen Erklärungsversuch. „Wappen sind ein hoheitliches Kennzeichen.“ Sie müssen genehmigt werden. Logos hingegen dienen dem Marketing, der Werbung für die Stadt. „Es wird sich zeigen, dass das Logo Bestand hat“, meinte auch Bürgermeisterin Ines Hübner (SPD).

Der Vorschlag Pro Veltens, zum Logo eine Umfrage durchzuführen, fand im Ausschuss für Stadtentwicklung keine Mehrheit. Allerdings fielen bei den Ausschussmitgliedern auch die beiden vorgestellten Farbvarianten für das Logo durch. Die Diskussion in den anderen vier Fachausschüssen wird nun erst richtig Fahrt aufnehmen. Das letzte Wort soll am 16. Juli das Stadtparlament haben.

Kommentar: Ist doch logo!

Was hat der Pinguin mit Hennigsdorf zu schaffen? In aller Welt wird der watschelnde Frackträger mit dem Südpol in Verbindung gebracht. Seine blau- gelb-rote Plüschversion hingegen assoziieren viele Menschen in unserer Region seit einigen Jahren schon mit der Stadt Hennigsdorf. Am Anfang stand ein abstraktes buntes Logo. Zufällig ähnelten die Umrisse von Hennigsdorf entfernt einem Pinguin. Doch der Werbegag war damit geboren. Dass Städte oder ganze Regionen in Deutschland und anderwärts sich mit einem Logo schmücken, hat etwas mit Marketing zu tun – Werbung in eigener Sache. Wappen hingegen sind Hoheitszeichen, Symbole der Macht.

Übrigens, auch die Logos von Oranienburg, Oberhavel oder dem Mühlenbecker Land sind nicht die Kracher. Aber man hat sich inzwischen irgendwie daran gewöhnt. Schauen wir mal, wie das in Velten klappt.

Von Ulrich Bergt

Von Ulrich Bergt

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