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Oberhavel Streit ums Dach: Stadt prüft rechtliche Schritte
Lokales Oberhavel Streit ums Dach: Stadt prüft rechtliche Schritte
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04:35 27.02.2018
Das Dach der Schule an den Havelauen ist kaputt. Quelle: Robert Roeske
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Hennigsdorf

Die Hennigsdorfer Stadtverwaltung wird in den kommenden Wochen prüfen, ob sie juristisch gegen die Oberhaveler Kreisverwaltung vorgehen kann. Dabei geht es um das kaputte Flachdach der Schule an den Havelauen, die die Stadt Anfang 2016 vom Landkreis übernommen hatte. Es regnet herein, der Austausch des Daches kostet nun rund 530 000 Euro. Der Fall hatte vergangene Woche jeweils im Sozial- und Hauptausschuss für Ärger gesorgt, weil sich Stadtverordneten mitunter vom Kreis betrogen fühlen (MAZ berichtete). „Dass das Dach repariert werden muss, steht außer Frage. Geklärt werden muss nun, ob der Landkreis in irgendeiner Weise zahlungspflichtig ist“, erklärte Ursel Degner (Die Linke). Die Hoffnung sei, dass sich der Kreis zumindest an den Kosten für die Sanierung beteilige.

Es stünden alle Fraktionsvorsitzenden hinter dieser Entscheidung, schließlich gehe es um eine halbe Million Euro. Nach dem Bauausschuss vergangene Woche hatte Ursel Degner Einsicht in das Mängelprotokoll bekommen, das bei der Übergabe der Schule an die Stadt angefertigt wurde. „Darin steht, dass das Dach undicht ist. Aber auch nach der Reparatur durch den Landkreis hat es weiter hereingeregnet“, so die Linke. Möglicherweise sei die Kreisverwaltung also ihrer Pflicht, den Schaden zu beheben, nicht ordentlich nachgekommen. Andererseits stehe in den Unterlagen auch, dass für verdeckte Mängel nicht gehaftet werde. Deshalb müsse sich ein Jurist die Unterlagen genau anschauen. Unabhängig davon stimmten die Mitglieder des Hauptausschusses bei ihrer Sitzung am Mittwochabend für die Sanierung des Daches.

Von der Kreisverwaltung hieß es, die Dachkonstruktion des Schulgebäudes sei im Zuge der Umbau- und Sanierungsarbeiten ab 2003 immer nur repariert worden. Kleinere Leckagen seien auch in den Folgejahren regelmäßig repariert worden. Die letzte Reparatur, die jetzt kritisiert wird, fand im Mai 2016 statt. Weitere Sanierungsanfragen zum Dach hatte die Kreisverwaltung anschließend immer abgelehnt.

Von Marco Paetzel

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