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Strittmatter-Gymnasiasten ganz international

Gransee Strittmatter-Gymnasiasten ganz international

Die Strittmatter-Gymnasiasten aus Gransee präsentierten sich mal ganz international: Das France-Mobil war an der Schule zu Gast. Die anstehende Präsidentenwahl in Amerika ist derzeit ein großes Projekt.

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Francois Henry brachte Schülern die französische Sprache auf eine etwas andere Art näher.

Quelle: Uwe Halling

Gransee. Francois – typischer kann der Name nicht sein, den der junge Mann trägt, der am Donnerstag mit dem France-Mobil das Strittmattergymnasium Gransee ansteuerte. Francois Henry – ein waschechter Franzose, aus der Bretagne in Westfrankreich stammend. Seine Aufgabe in zwei siebten und einer zwölften Klasse: auf spielerische Art die französische Sprache und Kultur zu vermitteln. Das ist dem 24-Jährigen gelungen.

La mer, L’hotel, La Tomate waren Begriffe, die Henry in kleine Geschichten zu seiner Person verpackte und in Form von Karten in den Raum warf. Die Schüler mussten die Karten ergattern, wenn sie sich sicher waren, dass der Begriff fiel. Am bekanntesten für die Mädchen und Jungen: La baguette. „Ich finde toll, dass er überhaupt zu uns gekommen ist, um uns in dieser einen Stunde zu unterrichten“, meinte Kyra Sophie Schmusch. „Mir hat am meisten gefallen, dass er uns das auf spielerische Weise beigebracht hat. Von dem, was er erzählt hat, verstand ich eine ganze Menge“, sagte Charleen Döhring. Die Siebtklässlerin hat schon etwas länger mit der französischen Sprache zu tun als ihre Mitschüler. „Die meisten werden erst seit fünf Wochen in dem Fach unterrichtet“, sagt Lehrerin Petra Ohagen. „Acht Sätze können sie.“

Auch mit Asterix und Obelix sowie dem Begriff Crepes konnten die jungen Gymnasiasten etwas anfangen. Das sind bekannte Dinge. „Ich habe heute gelernt, wie man auf Französisch sagt, wo man wohnt“, äußerte nach den 45 Minuten Melinda Tran. Die 7.3 hat noch mehr erfahren. Zum Beispiel, dass es ein Klischee sei, dass die Franzosen gern Schnecken essen. Francois Henry jedenfalls verschmäht sie. Davon war auch Lisa-Marie Falkenstein angetan. „Dass der Mythos nicht stimmt, war mir neu.“

„Es ist schon etwas anderes, wenn Muttersprachler vor den Schülern stehen als immer nur der Lehrer. Deshalb haben wir die Chance genutzt, das France-Mobil zu bekommen“, sagt Petra Ohagen, die selbst Fragen stellte; unter anderem zur Aussprache.

Eine Etage tiefer drehte sich zur selben Zeit alles um die englische Sprache. Die Schüler beschäftigen sich bei dem „Election-Projekt“, welches zu großen Teilen online absolviert wird, mit der amerikanischen Präsidentschaftswahl. Der Granseer „Elferkurs“ hat sich dabei entsprechend des zugelosten Bundesstaates auf North Carolina konzentriert. Herausgearbeitet werden soll das Abstimmungsverhalten der Einwohner. Zunächst glaubten die Gymnasiasten, dass Donald Trump das Rennen macht. Nach dem Kontakt mit einer High School in North Carolina und neuen Fakten schwenkten die Granseer um auf Hillary Clinton. Am Donnerstag wurden die Arbeiten – allesamt kreative Produkte der einzelnen Gruppen – im Beisein eines Kamerateams des ZDF präsentiert, inklusive Ausgang der Wahl.

Einen Tag vor der Wahl am 7. November wird Englischlehrerin Heike Grützmacher mit den Schülerinnen Jennifer Berg, Jennifer Hardtke und Gina Kirscht in der Friedrich-Ebert-Stiftung sein und dort eine Art Probewahl durchführen. Die besten Beiträge werden dort auch ausgezeichnet. In der Wahlnacht vom 8. zum 9. November sind sie ins ZDF-Studio eingeladen worden; für Schüler einer Berliner Schule, die keine Lust hatten, so früh aufzustehen. Dort werden auch Prominente wie Jörg Thadeus sein. Wenn die Ergebnisse von North Carolina bekanntgegeben werden, sollen die Granseer dazu kurz Stellung beziehen.
„Für die Schüler ist es eine tolle Sache, so hautnah und real sich mit diesem aktuellen Thema auseinander zu setzen“, freut sich Heike Grützmacher über diese Chance. „Für mich ist das auch die Hauptmotivation, so etwas zu machen.“

Von Stefan Blumberg

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