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Oberhavel Täter gestehen freimütig
Lokales Oberhavel Täter gestehen freimütig
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19:28 11.08.2014
Dezember 2013: Feuer am Giebel eines Stalls in Nassenheide. Quelle: Archiv
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Oberhavel

Dass sie nachts unterwegs waren, um in nicht bewohnte Gebäude einzubrechen, gaben Steven P. und sein Kumpel Stefan S. am Donnerstag freimütig zu. Die Einbruchs- und Brandserie hatte im November und Dezember vergangenen Jahres die Bewohner im Norden Oberhavels in Atem gehalten. Die beiden 25- und 20-jährigen Zehdenicker müssen sich seit dem 28. Juli wegen gewerbsmäßigen Einbruchdiebstahls und Brandstiftung vor dem Landgericht Neuruppin verantworten.

Er, Stefan S., und ein weitere Kumpel seien am Abend des 27. November unterwegs gewesen, schon mit der Idee, etwas zu stehlen, sagte Steven P. Ein Gebäude in Liebenwalde an der Bahnhofstraße entsprach ihren Vorstellungen. Dort fanden sie Kupferkabel. Von einem Betriebsgelände in Zehdenick entwendeten sie in einer anderen Nacht drei Kanister Diesel. Vorrangig ging es ihnen jedoch um Kupferkabel und Schrott, Sachen, die sich gut zu Geld machen ließen. Diese verkauften sie einem Schrotthändler in Sachsenhausen. Für eine Ladung von 500 Kilogramm Kabel und Kleinkram bekamen sie 1299 Euro, sagte Stefan S. am Donnerstag.

Die Geständnisbereitschaft der beiden Angeklagten hatte jedoch ihre Grenzen. Nach allen Einbrüchen brannte es anschließend an den Tatorten. Mit dem Feuer wollten sie mögliche Spuren vernichten, sagt die Staatsanwaltschaft. Das bestreiten die Angeklagten und belasten den jeweils anderen. „Es sieht so aus, als wollten Sie sich die Brände gegenseitig in die Schuhe schieben“, sagte Richter Wegner. Dagegen verwahrte sich Stefan S. Er habe von Anfang an immer gesagt, dass er nichts mit den Bränden zu tun habe.

Stefan S. habe beispielsweise in Liebenwalde ein Feuer gemacht, weil ihm kalt war, behauptet Steven P. Dass es lichterloh brannte, habe er erst von weitem gesehen. Im Ziegelwerk in Zehdenick hätten sie beide zum Spaß herumliegendes Papier angesteckt. „Wir gingen davon aus, dass das Feuer ausgegangen war“, sagte Stefan S. Erst von weitem hätten sie Feuer gesehen und später dann aus der Zeitung erfahren, dass das Gebäude abgebrannt ist. „Das war weder geplant noch besonders sinnvoll“, räumte Steven P. ein. Sie hätten dort noch mehr Unsinn gemacht und im Gebäude befindliche Salben auf die vorhandenen Tische geschmiert. „Wie im Kindergarten“, kommentierte der Vorsitzende Richter Gert Wegner.

An einem anderen Tatort geriet angeblich ein Schweißgerät außer Kontrolle. Aus Angst, dass ein Bootstank und mehrere Gasflaschen explodieren könnten, seien sie abgehauen. Während Stefan S. davon ausgeht, dass in der Havelstraße in Liebenwalde nur Steven P. der Brandstifter gewesen sein könne, belastet der wiederum seinen Kumpel Stefan S. Der habe nach einem Einbruch in einer Scheune in Großmutz, die ebenfalls abbrannte, fürchterlich nach Benzin gestunken. Glaubt man den Angeklagten, war das alles nicht so geplant. Steven P. gab jedoch zu, dass Forsthaus in Kerkow angesteckt zu haben. „Ich ging davon aus, dass es unbewohnt war.“ Warum er das gemacht habe, könne er nicht sagen. Am Montag wird weiter verhandelt. Dann sollen Geschädigte gehört werden.

Von Dagmar Simons

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