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Oberhavel Tag 1 nach der Stichwahl
Lokales Oberhavel Tag 1 nach der Stichwahl
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00:19 13.10.2017
Bleibt weitere acht Jahre an seinem Schreibtisch: Hans Günther Oberlack (FDP). Quelle: Gemeinde Glienicke
Glienicke

AM Montag saßen sie wieder an ihren Schreibtischen: Stichwahlgewinner Hans Günther Oberlack im Glienicker Rathaus und Uwe Klein im Deutschen Herzzentrum Berlin. Der eine hat am Sonntag das Mandat für weitere acht Jahre als Verwaltungschef erhalten. Der andere nimmt nach seinem vierwöchigen Jahresurlaub wieder seine Arbeit als Vorsitzender des Betriebsrates auf.

Nachdem Oberlack am Wahlabend nach Bekanntgabe der Stichwahlergebnisse zu Hause Besuch von Unterstützern, Wegbegleitern und Freunden empfangen hatte, die auf seinen Erfolg anstießen, setzte der alte und neue Bürgermeister am Montag ganz normal seine Arbeit fort. Kein Empfang, keine Feier, keine Blumengestecke. „Business as usual“ („wie gewohnt“, kommentierte er selbst seine Pläne für den ersten Tag „danach“. Ganz wie gewohnt wurde auch die Dienstberatung mit den Fachbereichsleitern abgehalten – zweieinhalb Stunden lang. Das Wahlergebnis sei eben ein „Auftrag zum Weitermachen“, sagte Oberlack. Mit der Mehrheit von knapp 60 Prozent und einer Wahlbeteiligung von 51 Prozent sehe er auch eine solide Basis dafür. Und er freue sich, mit seinen Kollegen weiter zusammenarbeiten zu dürfen, allen habe er „Hallo gesagt“. „Das waren tolle acht Jahre“, sagte der 61-Jährige mit Blick auf die erste Amtszeit.

„Wir gratulieren unserem alten und neuen Bürgermeister Hans G. Oberlack zu seinem überragenden Wahlsieg. Fast 20 Prozent Vorsprung vor dem Mitbewerber in der Stichwahl sind nicht nur ein klarer Ausdruck des Wählerwillens“, heißt es von Jörg Rathmer (FDP) und Dr. Ulrich Strempel (CDU) im Namem ihrer Ortsverbände.

Uwe Klein in seinem Berliner Büro. Hinter dem bekennenden Donald-Duck-Fan hängt die Karte von Entenhausen, ein Geschenk von Kollegen. Quelle: privat

Für Uwe Klein war Montag der erste Arbeitstag nach seinem vierwöchigen Jahresurlaub. Den hatte er komplett für seinen Wahlkampf genutzt, bereut dies aber trotz seiner Wahlniederlage nicht. „Der reguläre Arbeitsalltag geht wieder los“, kommentiert er das, was auf ihn zukommt. Er habe es allerdings nicht einmal geschafft, seine Post abzuarbeiten. Außerdem stehe in Kürze das jährliche Treffen der Betriebs- und Personalräte der Deutschen Herzzentren an. Gefreut habe ihn die Reaktion der Kollegen, die das Wahlergebnis persönlich bedauert, es für das Büro aber ausgesprochen begrüßt hätten.

Der 52-Jährige, der Kommunalpolitik als sein Hobby bezeichnet, verhielt sich als fairer Verlierer: Er hatte Oberlack persönlich gratuliert und viel Kraft gewünscht. Gleichzeitig nimmt er Anlauf für seine weitere kommunalpolitische Tätigkeit, die er seit 2003 in der Gemeindevertretung und seit 2014 als Kreistagsabgeordneter ehrenamtlich wahrnimmt. Das werde er „mit derselben Energie wie in den vergangenen Jahren fortsetzen“. Und Klein verspricht: „Ich werde weiterhin das Handeln der Verwaltung mit einem wachsamen und kritischen Auge begleiten sowie mit sachorientierter Arbeit beziehungsweise Politik versuchen, die Entwicklung Glienickes zu gestalten und weiter voranzubringen.“ Die von ihm im Wahlkampf angesprochenen Themen wie kommunaler Wohnungsbau, die Sicherung des Rechtsanspruchs für die Kita-Betreuung oder die Umsetzung eines Sicherheitskonzepts für Schwerpunktbereiche in Glienicke „werde ich dabei nicht aus den Augen verlieren“. Zugleich werde er auch zukünftig wie gewohnt „eine hohe persönliche Präsenz im Ort zeigen“. Und schließlich stünden ja auch 40 Prozent der Glienicker Wähler hinter ihm.

Als große Erleichterung empfand Hans Günther Oberlack das Wahlergebnis. „Die letzten zwei Wochen waren grausig“, gestand er. Den Wahltag und die Zeit davor beschreibt er als „schrecklich spannend“. Zu den ersten Gratulanten im Hause Oberlack hatte Sigrid Bösel gehört, Vorsitzende des Seniorenbeirates und Sprecherin des Ortsverbandes der Bündnisgrünen. Der spontane Sektempfang war gegen 23 Uhr beendet. Noch danach hatte sich der Bürgermeister ins Auto gesetzt, um seine 60 Wahlplakate an den 30 vereinbarten Standorten abzuschneiden und ins Auto zu verfrachten – „um herunterzukommen und weil ich noch etwas Bewegung brauchte“. Gegen 0.45 Uhr sei er wieder zu Hause gewesen und prima eingeschlafen. Seine neue Amtszeit beginnt übrigens am 11. Februar.

Von Helge Treichel

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