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Oberhavel Tag der Einheit vielfältig begangen
Lokales Oberhavel Tag der Einheit vielfältig begangen
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12:15 07.10.2017
Eintragung ins Goldene Buch der Stadt: Astrid Siemes-Knoblich, Fred Bormeister, Alexander Tönnies und Hannelore Keil (v.l.).
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Hohen Neuendorf/Mühlenbeck

Jubiläumsfeier zum 25-jährigen Bestehen der deutsch-deutschen Städtepartnerschaft zwischen Hohen Neuendorf und Müllheim und musikalischer „Tag der Vielfalt“ in der Möchmühle in Mühlenbeck: Der Tag der Deutschen Einheit wurde in Oberhavel auf ganz verschiedene Weise begangen.

Festlich, symbolhaft und mit zahlreichen Aktivitäten und Höhepunkten gespickt waren die mehrtägigen Feierlichkeiten in Hohen Neuendorf, wo knapp 150 Gäste aus dem Badischen angereist waren. Die Kontakte, die bereits in den 1960er-Jahren von der Kirchengemeinde aufgenommen wurden, fanden am Montag ihren Ausdruck in einem rauschenden Partnerschaftsabend in der Stadthalle mit 350 Gästen. Rund 150 Mitwirkende aus beiden Kommunen unterhielten die Gäste musikalisch, tänzerisch, humorvoll und bisweilen auch artistisch.

DerHohen Neuendorfer Chor „Cross over“ unter der Leitung von Manuel Ratzel. Quelle: Helge Treichel

In einem lockeren Gespräch plauderten die Müllheimer Bürgermeisterin Astrid Siemes-Knoblich und ihr hiesiger Amtskollege Steffen Apelt über den Zustand der Städtepartnerschaft, persönliche Eindrücke und ihre Erwartungen an die Zukunft. Dabei kosteten alle sprachlich die Parallelen zu einer Ehe oder Liebeziehung aus. Ausgangspunkt war die Frage von Moderatorin Ariane Fäscher, ob man noch glücklich miteinander sei.

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Vor 25 Jahren haben Hohen Neuendorf und Müllheim (Baden-Württemberg) ihre Städtepartnerschaft besiegelt. Am verlängerten Wochenende zum „Tag der Deutschen Einheit“ wurde das gefeiert.

Bei der Feierstunde am Dienstag in der Kirche erinnerte Apelt an die ostdeutsche Lebenswirklichkeit in der ehemaligen DDR, indem er Versorgungsengpässe, Mauertote und die Aufbruchsstimmung der Wende beschrieb. Die gemeinsame Zukunft in Deutschland und in Europa ließe am besten meistern, „wenn jeder einen Stein von seiner inneren Mauer in unsere Brücke der Freundschaft einbaut“, so Apelt. Erschüttert vom Ergebnis der Bundestagswahl zeigte sich Astrid Siemes-Knoblich. Das aktuelle System sei „das beste, in dem wir jemals gelebt haben“, sagte sie. Und wenn wir auch in den nächsten Jahrzehnten noch gut leben wollen, „müssen wir einander zuhören“, so ihr Appell.

Annette Wizisla (Keyboard) und ihre Band begeisterten mit DDR-Liedern im Jazz-Gewand ihr Publikum in der Mönchmühle. Die Musikerin hatte das Programm mit vier Bands und Musik aus Syrien, Russland, der Ukraine und von DDR-Künstlern zusammengestellt. Quelle: Helge Treichel

Dass die Nordbahngemeinden mit Courage als Veranstalter den „Tag der Einheit – Tag der Vielfalt“ in der Mönchmühle zu einer Tradition werden lassen wollen, sagte Vorsitzender Torsten Lindner zur Begrüßung. Ziel des Musikbrunches sei es, gemeinsam zu essen, der internationalen Musik von vier verschiedenen Formationen zu lauschen und Gespräche zu führen – auch politische. Denn die Ergebnisse der jüngsten Wahl habe gezeigt, dass immer noch eine Grenze durch Deutschland gehe, sagte Filippo Smaldino-Stattaus, Bürgermeister im Mühlenbecker Land. Schon lange beobachte er eine „Mauer des zustimmenden Schweigens“ gegenüber rechtsextremen Orientierungen. Die Antwort auch in Mühlenbeck: Den Dialog nicht aufgeben, sich mit den Ängsten befassen.

Dem Publikum gefiel, was es zu hören bekam. Quelle: Helge Treichel

Von Helge Treichel

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