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Oberhavel Tag der offenen Töpferei
Lokales Oberhavel Tag der offenen Töpferei
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00:31 14.03.2018
Die elfjährige Edda bemalte in den HB-Werkstätten für ihre Mutter einen Teller zum Geburtstag. Quelle: Ulrike Gawande
Marwitz

Für Petra Manthei von Oberkrämer-Keramik aus Klein-Ziethen ist die Töpferei geliebtes Hobby. Töpfermeisterin Manuela Malenz aus Velten hat ihre Liebe zur Keramik zum Beruf gemacht. Und in den HB-Werkstätten in Marwitz werden keramische Unikate in Serie hergestellt.

Tag der offen Töpferei in den HB-Werkstätten in Marwitz am 10. und 11. März 2018 Quelle: Ulrike Gawande

Am Wochenende konnten Besucher in Klein-Ziethen, Velten und Marwitz in den Töpfereien anlässlich des bundesweiten 13. „Tages der offenen Töpferei einen Blick hinter die Kulissen werfen. Eine Chance die viele Besucher nutzten. Schon am Sonnabendmittag nahm HB-Werkstattleiter Björn Schremmer wieder rund 20 Neugierige mit auf eine Führung durch die Manufaktur. „Es ist heute bereits meine fünfte Tour.“ Doch was begeistert die Menschen bis heute an der Keramik von HB? Sie sei toll, apart, exklusiv und besitze dezente Muster, geraten zwei Besucherinnen aus Hennigsdorf ins Schwärmen. Schon vor der Wende hätten sie versucht das eine oder andere Stück zu erstehen. „Wir kommen immer gern wieder, gucken und kaufen etwas. Es sind Liebhaberstücke.“

Ostereier mit klassischen HB-Mustern in modernen Farben Quelle: Ulrike Gawande

Auch Anne Schulze schätzt den Tag der offenen Töpferei. „Wir sind nicht zum ersten Mal dabei. Mich begeistert die Kreativität, die jeden einzelnen Keramiker ausmacht.“ Doch besonders mag die Borgsdorferin die Werke von Bollhagen. „Es ist Keramik, aber trotzdem hat man das Gefühl Porzellan in der Hand zu halten.“ Auch die jüngere Generation hat die zeitlose Kunst HBs für sich entdeckt. So sitzt die elfjährige Edda Wolf andächtig an der Drehscheibe, um für ihre Mutter einen Teller zu gestalten. „Ich war schon oft hier, um Keramik zu bemalen“, verrät die Lehnitzerin. Eine Tasse mit Bollhagens klassischem blau-weißen Streifendesign hat sie auch schon gestaltet. „Ich finde toll, dass sich hier noch die Mühe gemacht wird, alles von Hand herzustellen. Das ist zeitaufwendig.“

Die unifarbenen Gießkannen sind neu im Angebot. Quelle: Ulrike Gawande

Doch in der Manufaktur, in der bis heute der Geist von Bollhagen zu spüren ist, in der jede Treppenstufe von der langen Geschichte der Werkstätten erzählt, wird Stück für Stück modernisiert. Jedoch so sensibel, dass der Charme und der Charakter von einst erhalten bleibt. So wurden die Decken in der ersten Etage saniert, die Gießerei soll für einen optimalen Arbeitsablauf umgebaut werden und der Ofenraum, in dem in den alten Muffelöfen HB-Unikate und Einzelstücke zu sehen sind, soll einen neuen Fußboden und Fenster erhalten. „Es sind unsere Schätze in einem gelebten Museum“, so Produktionsleiterin Ute von Grzymala. Die auch die Liebe von Inhaber Alexander Grella zu HB zeigen würde, der die Sammlung ständig erweitert. Für die Kunden wurden zudem alte HB-Muster mit modernen Farben versehen. Wie bei den Ostereiern.

Der neue Showroom für das Ritz-Design Quelle: Ulrike Gawande

Die Angebotspalette wurde um unifarbene Stücke erweitert. „Das kommt bei den jungen Leuten an und so können wir auch international besser Fuß fassen.“ Umgestaltet wurde auch der Verkaufsraum, der nun einen großzügigen Rundlauf bietet, und um einen Showroom für das edle Ritz-Design erweitert wurde. Dort, wo früher einmal die Büros waren. So zieht auch in Marwitz ein frischer Frühlingswind ein.

Ein Showroom fürs Ritz-Design. Quelle: Ulrike Gawande

Von Ulrike Gawande

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