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Oberhavel Tanzen gegen Wildschweine
Lokales Oberhavel Tanzen gegen Wildschweine
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02:18 26.03.2018
Roger Nsambu brachte Zehntklässlern den Tanz gegen Wildschweine bei. Quelle: Foto: Robert Roeske
Hennigsdorf

Der Hallenboden bebt an diesem Freitagmorgen. Die Schüler stehen im Kreis und führen einen Tanz auf, der Wildschweine vertreiben soll. Viele kichern, der Spaß steht im Vordergrund an diesem Morgen. Es ist einer von vier Workshops im Rahmen der Afrikatage, die am Donnerstag und Freitag in der Hennigsdorfer Diesterweg-Oberschule stattfanden. In anderen Räumen wurde getrommelt und gesungen, und natürlich ging es im theoretischen Teil auch um die Geschichte, Kultur und wirtschaftliche Situation des Kontinents.

„Wir wollen den Jugendlichen unsere Lebensweise näherbringen. Je jünger sie sind, desto offener sind die Mädchen und Jungen“, sagt Roger Nsambu, der aus Uganda stammt. Mit seiner Initiative „Black and White“ tourt er durch Schulen in ganz Deutschland, Die Mitglieder kommen aus Ghana, Uganda, dem Kongo und Deutschland.

Es wurde auch getrommelt. Quelle: Robert Roeske

Ein paar Meter weiter steht Patrick Schönfeld, mit seinen Mitschülern übt der Zehntklässler den nächsten Tanz ein. Die Afrikatage findet er sinnvoll, um etwas über die Kultur der Menschen zu lernen. „Die Menschen sind immer gut gelaunt und freundlich, das finde ich sehr sympathisch“, sagt der Teenager. Auch beim Trommeln hat sich der 16-Jährige ganz gut angestellt, auch wenn er schonmal aus dem Takt gekommen ist.Über mögliche Fluchtursachen der Afrikaner hat Patrick auch etwas gelernt. Nämlich, dass die Europäer sich mit der Aneignung von Rohstoffen auf dem Schwarzen Kontinent mitverantwortlich für die Armut vieler Menschen dort sind.

Die Afrikatage finden alle fünf Jahre an der Oberschule statt. „So wollen wir gewährleisten, dass jeder Schüler hier etwas über das Thema lernt“, erklärt der stellvertretende Schulleiter Raiko Bäker. Seit Jahren engagiert sich die Einrichtung außerdem für den Ausbau einer Schule in Nambala (Tansania), die Einnahmen der Sponsorenläufe fließen in das Projekt.

Die Schüler ließen auch Ballons aufsteigen. Quelle: privat

Auch den internationalen Anti-Rassismus-Tag am Mittwoch hat die Schule begangen. Gegen 13 Uhr ließen alle Schüler einen Ballon mit einer Botschaft in den Himmel steigen, die Flugsicherung hatte das genehmigt. Ein Siebtklässler schrieb: „Wenn es keinen Rassismus mehr gibt, kann Frieden auf der Welt sein.“. Ein Zehntklässler:„Kein Mensch ist besser als der andere, erst wenn alle das verstanden haben, gibt es keinen Rassismus mehr.“ Beim letzten Luftballontag trieb der Wind die Botschaften bis nach Rügen, von dort wurden sie zurück an die Schule gesendet. Die Diesterwegschüler sind gespannt, wer ihre Post dieses Mal bekommt.

Von Marco Paetzel

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