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Oberhavel Tauben für Toleranz
Lokales Oberhavel Tauben für Toleranz
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02:15 10.07.2017
Hennigsdorfs stellvertretender Bürgermeister Martin Witt und Pur-Chefin Annette Koegst eröffneten das Fest mit dem Taubenflug. Quelle: Fotos:Robert Roeske
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Hennigsdorf

Kurz nach 14 Uhr öffnete Pur-Chefin Annette Koegst den Holzverschlag, ein gutes Dutzend Tauben flog in den warmen Sommerhimmel. Die kleine Zeremonie war der passende Auftakt für das 22. Sommerfest der Pur in Hennigsdorf. Ein Fest, das wie kein zweites für Toleranz, Miteinander und Völkerverständigung steht. Auf dem Zirkusplatz hinter dem Pur-Gebäude in der Fabrikstraße waren wieder viele Menschen aus aller Herren Länder unterwegs. An einem Stand boten vier Frauen Spezialitäten aus Afghanistan, Irak und Syrien an: in Teig gehüllte Datteln, ein Reisgericht mit Hühnchen oder afghanische Pakora. „Wir sind jedes Jahr hier, die Menschen und auch wir selbst können andere Kulturen kennenlernen“, sagt Kader Sirwa aus dem Irak, die seit 22 Jahren in Hennigsdorf lebt. Sie und die anderen Frauen haben die Leckereien im Nachbarschaftstreff in der Rigaer Straße kredenzt, hier treffen sie sich fast jeden Tag. „In Hennigsdorf fühlen wir uns wohl, mit dem Essen können wir etwas zurückgeben“, sagt Kader Sirwa.

Ein paar Meter weiter präsentierten sich der Hennigsdorfer Ausländerbeirat, das Aktionsbündnis HALT, der Verein Mixed Pickels aus Velten, das Demokratie- Mobil „ Tolerantes Brandenburg“ oder die Deutsche Post. Letztere warb auf dem Fest für den Job des Postboten. Es gab auch Kinderhüpfburg und Schminkstand, auf der Bühne standen unter anderem die Antonband, der Verein für orientalische Tanzkunst oder die Band Spritzkuchen. Organisator Steffen Leber von der Pur war zufrieden, dass das Fest so gut besucht war. Was Toleranz angehe, sei Hennigsdorf auf einem guten Weg. „Auch wenn etwa viele, die ALG II beziehen, noch nicht so aufgeschlossen sind“, so Leber. Das Fest biete den Menschen die Möglichkeit, sich gegenseitig kennenzulernen und Befindlichkeiten abzubauen. Im Publikum waren neben den Bürgermeisterkandidaten Ursel Degner (Linke) und Thomas Günther (SPD) auch Bundestagskandidat Benjamin Grimm (SPD), der den integrativen Zweck des Festes lobte und am Halal-Grillstand eine Rinderwurst probierte. „Sehr interessant, mal ein anderer Geschmack“, so Grimm. Spenden gab es auch wieder. Die Linken-Bundestagsfraktion spendete 350 Euro für die Pur, und die Diesterwegschüler ihre 300 Euro Einnahmen von der Tombola des Kulturmarktes. Das Geld geht an den Jugendbeirat.

Von Marco Paetzel

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