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Taufe in der Bethlehemkapelle

Oranienburg Taufe in der Bethlehemkapelle

Pfarrer Friedemann Humburg taufte am Ostersonntag den drei Monate alten Ian Collin. Es ist das siebte Kind der Familie von Nadine und Michael Schwitzer aus Oranienburg, die 2008 von Reinickendorf in die Stadt gezogen ist. Der große Bruder war Taufpate.

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Der große Bruder und die beste Freundin von Mutter Nadine Schwitzer als Paten bei der Taufe durch Friedemann Humburg. Foto: Roeske

Oranienburg. Der drei Monate alte Collin nahm seine Taufe nicht so gelassen, wie es sich seine Eltern Nadine und Michael Schwitzer vielleicht gewünscht hätten. Aber wer wird schon gern aus dem Schlaf gerissen? Aber es war eben ein großer Moment im Leben den kleinen Jungen: Am Ostersonntagmorgen um 9 Uhr wurde er von Pfarrer Friedemann Humburg in der Bethlehemkapelle in Oranienburg-Süd getauft. Das geweihte Wasser stand auf einem dicken Baumstamm in dem kleinen, wahrlich bodenständigen Gotteshaus unter zartgrünen Birken. Ursprung der Bethlehemkapelle war ein Gartenhaus. Erst 1949 gab es hier den ersten Gottesdienst.

Friedemann Humburg kam bereits von der Friedhofsandacht am Morgen geeilt. Den Gitarrenkoffer unterm Arm. Seinen Talar zog er sich unkompliziert vor der 20-köpfigen Gemeinde über, die zum Ostergottesdienst gekommen war. Am Morgen war es kalt und regnerisch, sagte er. Zur Taufe zog der Himmel auf. „Halleluja, er ist wahrhaft auferstanden“, feierten die Gläubigen. „Ostern, das Fest des Sieges über Hass, Tod und Hoffnungslosigkeit. Die Taufe steht bis heute für einen Anfang“, so Humburg. Auch Ian Collin werde nun in christlichem Glauben erzogen und wurde in der christlichen Gemeinde willkommen geheißen.

Für die Eheleute Nadine und Michael Schwitzer ist es die siebente Taufe. Zum 16-jährigen Sohn haben sie fünf Töchter im Alter von 17, 13, 6, 5 und einem Jahr und nun den kleinen Ian Collin – mit drei Monaten im Mini-Anzug erschienen. Die Schwitzers stammen aus Berlin-Reinickendorf und waren 2008 nach Oranienburg gezogen. „Wir fühlen uns sehr wohl hier“, so die Nadine Schwitzer (38). Der Morgen sei hektisch gewesen, bis alle fertig waren, räumt sie ein. Ehemann Michael (40) arbeitet als Prozess-Optimierer, sie ist von Beruf Feinmechanikerin und jetzt in Elternzeit. Beide hatten sich einst in einer Technikwerkstatt kennengelernt. Vor 20 Jahren schlossen sie den Bund der Ehe und wollen zur Silberhochzeit kirchlich heiraten. „Eigentlich wollten wir nur zwei Kinder, aber dann kamen all die anderen“, sagt Nadine Schwitzer und lacht. Nun sei die Kinderschar aber groß genug. Der große Sohn habe noch männliche Verstärkung bekommen. Das sei gut so, ist sie glücklich.

Am Nachmittag wollten sie mit den Urgroßmüttern und der ganzen Familie bei Kaffee und Kuchen die Taufe feiern. Die Schwitzeres sind unweit der Bethlehemkapelle zu Hause.

Dort verabschiedete Pfarrer Friedemann Humburg seine Gemeinde mit dem Lied „Du bis Du“ über die Einzigartigkeit eines jedes Erdenmenschen in den Ostersonntag. Bei Sonnenschein.

Von Heike Bergt

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