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Oberhavel Tausende Besucher bei Jagdmesse in Liebenberg
Lokales Oberhavel Tausende Besucher bei Jagdmesse in Liebenberg
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13:17 29.09.2014
Helmut Bärmann weiß, worauf bei Geweihstangen und Kronen zu achten ist. Quelle: Uwe Halling
Liebenberg

Den DDR-Rekord hat Ronald Hänsel nur knapp verpasst. Das Geweih des von ihm im Landkreis Märkisch-Oderland erlegten Rothirsches erzielte bei der ersten Landeshegeschau auf Schloss und Gut Liebenberg am Wochenende 240,46 Punkte und wurde mit Gold ausgezeichnet. „Da haben vielleicht drei Punkte gefehlt, um den ehemals ostdeutschen Rekord einzustellen“, würdigte Helmut Bärmann von der Bewertungskommission und fügte hinzu: „Einer der besten Hirsche, der in den vergangenen Jahren bei uns geschossen worden ist.“

Knapp 140 Geweihe sowie Keilerwaffen wurden in Vorbereitung der Schau von einer 15-köpfigen Jury nach allen Regeln der Kunst vermessen. Zwei Tage hat das Prozedere gedauert, bevor die „Ernte“ der vergangenen zwei Jagdjahre dem Publikum der 5. Liebenberger Jagdmesse präsentiert werden konnte. „Für uns ist das hier der passende Rahmen“, betonte Bärmann. Auch wenn, wie er vermutete, die lange Anreise für Jäger aus dem Süden Brandenburgs ein Grund dafür war, dass die Ausstellung rund 100 Exponate weniger zählte als gewöhnlich. Die Wildstrecke gebe weit mehr her als das, was in Liebenberg gezeigt werden konnte.

Die Jagdmesse lockte einmal mehr Tausende Besucher ins Löwenberger Land – viele kamen im grünen „Rock“. In der Markthalle für Jagdzubehör und jagdtaugliche Mode war der Trubel denn auch besonders groß. Auf der Bühne im Gutshof ließen die Jagdhornbläser ihre Rufe erschallen und im Schlosspark glänzten gepflegte Vierbeiner mit guten Manieren und auf Kommando. Die Bezirksgruppe Berlin-Brandenburg des Deutschen Retriever Clubs richtete dort ihren jährlichen Workingtest aus.

Im historischen Rinderstall stellten soziale Einrichtungen aus Berlin und Brandenburg „sinnstiftende Projekte“ vor. Die Christliche Bürgerhilfe Löwenberg beteiligte sich erstmals daran. Geschäftsführerin Sylke Falkenberg stellte das neue Wohnprojekt des Vereins für Senioren mit Betreuungsbedarf vor. In der Wallstraße entsteht derzeit ein Gemeinschaftshaus mit zwölf Appartements, das noch dieses Jahr eröffnet werden soll.

Unter den Prämierten der Landeshegeschau waren auch einige Waidgenossen aus Oberhavel – traditionell ein starkes Damwildgebiet, wie Helmut Bärmann betonte. „Da gehen fast jedes Jahr die meisten Goldmedaillen hin“, so der Prüfer, der mit viel Freude das komplizierte Bewertungssystem für die Hegeschau erklärte. Jedes Geweih ist anders – und ob es den europäischen Standards entspricht, hängt zum Beispiel vom Rosenumfang (Geweihansatz), der Farbe und der Perlung (Oberfläche) ab, von der Länge der Stangen und der Zahl der Enden. „Für eine richtige Krone braucht es mindestens drei Enden“, so Bärmann. Zwei Enden seien eine Gabel und ein Ende nur ein Spieß.

An Marionettentheater denkt Bärmann, wenn er an das Wiegen der Rehbock-Geweihe denkt – die werden an einer Schnur befestigt und dann in ein Wasserbecken getaucht. „Verdrängung gleich Masse“, so Bärmann. Regionale Unterschiede der Wildgüte ließen sich anhand der Geweihe durchaus erkennen, sagt der Jäger. Umso weiter es gen Mecklenburg gehe, umso reifer und stattlicher würden mitunter die Trophäen. Das liege auch an den guten Äsungsbedingungen, mit Kräutern, Eicheln, Laubwald.

Beim Muffelwild schafften es Jürgen Sartori und Ute Ranz aus dem Landkreis auf vordere Ränge. Den einzigen Rehbock aus Oberhavel, für den es bei der Hegeschau eine Medaille gab, erlegte Alexander Mann. Frank-Michael Hintze und Tino Kubaty kamen mit ihren Schauflern (Damwild) auf gute Platzierungen.

Von Cindy Lüderitz

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