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Dreimal täglich Knuddeln

Teddybärenklinik im Krankenhaus Hennigsdorf Dreimal täglich Knuddeln

Die Puppe hat Kopfschmerzen, der Plüschpinguin ist erkältet. In der Teddybärenklinik am Krankenhaus Hennigsdorf waren am Dienstag Kita-Kinder aus Marwitz und Hennigsdorf zu Besuch. Mit der Teddysprechstunde soll den Kindern die Scheu vor Krankenhäusern und Ärzten genommen werden.

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Kinderschwester Daniela Sachse verarztet die kleinen Patienten der Marwitzer Kita-Kinder.

Quelle: Enrico Kugler

Hennigsdorf. „Mein Teddy ist beim Radfahren hingefallen, und jetzt tut ihm die Pfote weh.“ Der Dreijährige setzt den kleinen Plüschbären behutsam auf den Behandlungstisch. In der Teddybärenklinik des Hennigsdorfer Krankenhauses kann den beiden bestimmt geholfen werden.

Puppen- und Teddydoktorin Daniela Sachse nimmt sich der Sache an. Die Leitende Schwester der Kinderklinik Oranienburg trägt zunächst die „Patientendaten“ in einen Teddy-Pass ein, dann geht es zum Röntgen. „Da habt ihr aber Glück gehabt, es ist nichts gebrochen“, lautet die Diagnose. Teddy bekommt einen Stützverband. Fachgerecht angelegt von Kinderkrankenschwester Katrin Kowalke.

Zwölf Mädchen und Jungen der Marwitzer Kita Storchennest saßen gestern mit ihren kleinen Patienten in dem zum Wartezimmer umfunktionierten Konferenzraum der Hennigsdorfer Klinik. Plüschhund Elli hatte sich den Arm gebrochen, Bären litten an Husten und Schnupfen, ein Pinguin sogar an einer leichten Lungenentzündung.

Die ursprünglich aus Schweden stammende Idee der Teddyklinik hat seit einigen Jahren auch an den Oberhavel-Kliniken ihren festen Platz. „Es geht darum, den Kindern die Scheu vor dem Krankenhaus und dem Arzt zu nehmen“, erklärt Daniela Sachse.

Für Katleen Ackers war die Teddysprechstunde gestern eine Premiere. Die Glienickerin absolviert derzeit ein Praktikum auf der Kinderstation, bevor sie in Halle Gesundheits- und Pflegewissenschaften studiert.

Für Puppe und Bär

Teddykliniken gibt es mittlerweile an zahlreichen Krankenhäusern in Deutschland.

Die Idee kommt aus Schweden, wo Medizinstudenten die ersten Teddysprechstunden abhielten.

An den Oberhavel-Kliniken gibt es die Teddyklinik einmal im Jahr an den Standorten Oranienburg, Hennigsdorf und Gransee.

Ganz unvorbereitet sind die Marwitzer Kinder nicht. „Wir haben uns in letzter Zeit mit dem Körper, mit Gesundheit und Krankheiten beschäftigt“, erzählt Erzieherin Beate Wendlandt. Die Gruppe war bereits bei einem Orthopäden zu Besuch und nun in der Teddyklinik. „Das ist eine ganz tolle Idee“, meint Beate Wendlandt.

In den Oberhavel-Kliniken findet die Teddy-Klinik viele Unterstützer. Die Grünen Damen gehören dazu. Vier dieser ehrenamtlichen Helferinnen sind auch sonst auf der Kinderstation anzutreffen, wo sie den kleinen Patienten Geschichten vorlesen, mit ihren basteln und sich auch sonst um sie kümmern.. Gestern war Erika Rodig für die Teddy-Apotheke zuständig. Anstelle von Pillen gab es gesundes Knabberzeug und auf den Rezepten wurde dreimal täglich Knuddeln verordnet, damit die kleinen Patienten rasch wieder gesund werden.

Von Ulrich Bergt

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