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Oberhavel Teenager wollen Karriere, Ehe und Familie
Lokales Oberhavel Teenager wollen Karriere, Ehe und Familie
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19:55 02.03.2016
Jugendliche warben 2013 für eine Schulhof-CD gegen Rechts. Doch die meisten Teenager glauben nicht mehr an Engagement vor Ort. Quelle: Foto: Archiv
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Hennigsdorf

Jugendliche in Hennigsdorf haben eine genaue Vorstellung darüber, wie ihre Zukunft aussehen soll. „Sie wissen, dass sie gut in der Schule sein und sich im Studium reinhängen müssen, sonst werden sie auf der Verliererseite sein“, sagt Jennifer Burczyk, Fachdienstleiterin für Familie und Jugend im Hennigsdorfer Rathaus. Am Dienstagabend stellte sie die Ergebnisse einer Befragung unter jungen Menschen in der Stadt im Sozialausschuss vor.

Die 13- bis 17-Jährigen Teenager hatten sich in den Sommerferien untereinander interviewt, herausgekommen sind jeweils etwa zweistündige Gespräche, die danach ausgewertet wurden. Abgefragt wurden mit einem Fragenkatalog Themen wie Einstellungen und Werte, Internet, Sexualität, Drogen und Politik. Die Befragung basiert auf der Jugendstudie des Konzerns Shell. Seit 1953 beauftragt Shell in Deutschland Studien, um Sichtweisen und Erwartungen der Jugend zu dokumentieren. „Die Ergebnisse decken sich mit dem, was die Jugendlichen hier geantwortet haben“, erklärte Jennifer Burczyk.

Sie selbst sei eher neugierig ins Leben gegangen, nicht so abgeklärt wie die Hennigsdorfer Teenager. Besonders wichtig sei denen im Leben ihre Familie und ihre Freunde. Dicht darauf folgen ein guter und sinnvoller Ausbildungsplatz, gefolgt von Karriere, Geld und Handys. Auch in der Frage, was modern ist, gab es eindeutige Antworten. Alle Befragten waren sich einig, dass sie gerne Partys feiern. Zudem stehen Markenkleidung, Heiraten und Treue sowie Aussehen und Karriere bei den Jugendlichen hoch im Kurs. Eher „out“ sind die Übernahme von Verantwortung oder das Einkaufen in Bioläden. Auch das Einmischen in Politik wird als „out“ empfunden. „Die Jugendlichen sind zwar politisch interessiert, trauen aber den Parteien nicht“, erklärt Jennifer Burczyk dazu.

Was die Schule angeht, so empfindet die Mehrheit den Unterricht als stressig, da es im Klassenraum zu laut sei. Lehrer sollten mehr durchgreifen. Außerdem sollte es weniger Unterrichtsausfall geben und für Referate und Hausarbeiten mehr Zeit eingeplant werden. In puncto Freizeit sind Treffen mit Freunden beliebt, genau wie Musikhören oder Fernsehen. Die befragten engagieren sich dagegen eher nicht in Vereinen oder Projekten. Den Freizeitsport ziehen sie dem aktiven Sport vor. Die Nutzung des Internets und des Smartphones sind laut der Befragung den jungen Hennigsdorfern sehr wichtig. Sie gaben an, zwischen zehn und 60 Stunden pro Woche das Internet am PC, und zusätzlich zwischen fünf und 20 das Internet über das Smartphone zu nutzen.

Kritik an der Befragung gab es im Sozialausschuss wegen der Tatsache, dass nur insgesamt knapp 20 Jugendliche beteiligt waren. „Wenn wir 300 befragen wollen, brauchen wir dazu ein Institut an unserer Seite“, so Jennifer Burczyk. Sie habe aber eher eine Stichprobe haben wollen, an die Befragten sie über Schulsozialarbeiter gekommen.

Wichtigstes Fazit sei, dass die Jugendlichen zwar über Probleme wie Klimawandel, Ausbeutung der Welt oder Verletzungen der Menschenrechte bewusst seien, aber nicht daran glauben, dass man vor Ort daran arbeiten könne. „Um das zu fördern, müssen wir Angebote machen“, so Burczyk.

Von Marco Paetzel

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