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Oberhavel Telefonbetrüger in Oranienburg bleiben erfolglos
Lokales Oberhavel Telefonbetrüger in Oranienburg bleiben erfolglos
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12:01 11.01.2019
Die beiden Oranienburger fielen nicht auf den Telefonbetrüger herein. (Symbolbild) Quelle: Marc Müller/DPA
Oranienburg

Gleich zwei Einwohner Oranienburgs erhielten am Donnerstagabend (10. Januar) betrügerische Anrufe, in denen sich ein unbekannter Mann jeweils als Berliner Polizist ausgab und die Angerufenen nach persönlichen Daten ausfragen wollte. In beiden Fällen erkannten diese jedoch den Betrug, so dass es beim Versuch blieb.

Anrufer enttarnt sich selbst

Eine 70-jährige Frau erhielt zunächst gegen 20.30 Uhr einen Anruf, in dem ihr der unbekannte Mann erklärte, dass die Polizei Täter festgenommen hätte, bei denen Foto-Aufnahmen vom Haus der Frau gefunden worden seien. Da die von dem Anrufer genannte mutmaßliche Adresse jedoch nicht mit der Wohnanschrift der 70-Jährigen übereinstimmte, flog der Betrugsversuch auf und der Anrufer beendete das Gespräch umgehend. Die Seniorin rief anschließend bei der tatsächlichen Polizei an, um den Vorfall anzuzeigen.

Oranienburger Senior schlägt Einsatz mit Streifenwagen vor

Nur wenige Minuten später meldete sich auch bei einem 75-jährigen Oranienburger ein männlicher Anrufer, der sich ebenfalls als Berliner Polizist vorstellte und eine ähnliche Geschichte darbot. Als der Senior ihm vorschlug, doch mit einem Streifenwagen vorbeizukommen, um den Sachverhalt zu klären, beendete der Anrufer das Gespräch. Auch der 75-Jährige meldete den Vorfall bei der Polizei.

Polizisten weisen sich mit Dienstausweis aus

In beiden Fällen hätten sich die angerufenen Senioren genau richtig verhalten, erklärt Polizei-Pressesprecherin Ariane Feierbach. Im Falle eines Vor-Ort-Einsatzes würden sich Polizeibeamte, auch Zivilpolizisten, grundsätzlich mit ihrem Polizeiausweis ausweisen. Dieser enthalte Namen und Foto der Beamten, die zudem stets mindestens zu zwei im Einsatz seien. Bei Unsicherheiten seitens des Bürgers gebe es außerdem die Möglichkeit, jederzeit in der Polizeidienststelle nachzufragen, ob es sich tatsächlich um einen Einsatz der Polizei handele. „Darüber Auskunft zu geben, dazu ist die Polizei verpflichtet und das ist auch kein Problem“, erklärt die Polizeisprecherin.

Erst am Vortag hatte sich in Leegebruch ein Telefonbetrugsversuch ereignet, bei dem der unbekannte Täter ebenfalls nicht zum Erfolg gekommen war.

So schützen Sie sich vor Enkeltrick-Betrug

- Am Telefon nicht ausfragen lassen! Geben sie keine Details Ihrer familiären oder finanziellen Verhältnisse preis.

- Nicht unter Druck setzen lassen! Vereinbaren Sie einen späteren Gesprächstermin. In der Zwischenzeit prüfen Sie die Angaben z.B. durch einen Anruf bei Ihren Verwandten oder einem Rückruf bei der örtlichen Polizei.

- Rufen Sie die Polizei an! Verwenden Sie dazu die öffentlich bekannte Telefonnummer – aber nicht die Nummer, die der Anrufer Ihnen möglicherweise gegeben hat oder die auf dem Display angezeigt wurde.

- Notieren Sie die eventuell auf dem Sichtfeld Ihres Telefons angezeigte Nummer des Anrufers.

- Bevor Sie jemandem Geld geben: Besprechen Sie die Angelegenheit mit einer Person Ihres Vertrauens. Wenn Ihnen die Sache „nicht geheuer ist“, informieren Sie die Polizei.

– Übergeben Sie Geld nur an Personen, die Ihnen persönlich bekannt sind!

– Haben sie bereits eine Geldübergabe vereinbart? Informieren Sie noch vor dem Termin die Polizei unter Tel. 110!

– Sichern Sie Ihre Wohnung: Tür abschließen, Sperrriegelkette vorhängen, Türspion benutzen.

– Schließen Sie niemals Verträge an der Haustür ab!

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