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Telekom plant Sendemast auf Rittergut

Borgsdorf Telekom plant Sendemast auf Rittergut

Ein neuer Funkmast mit einer Höhe von 42,8  Metern soll auf dem Gelände des alten Gutshofes in Borgsdorf-Pinnow errichtet werden. Die Telekom möchte damit die Mobilfunkversorgung an der Autobahn sowie in Teilen von Hohen Neuendorf und Velten verbessern.

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Das ehemalige Rittergut derer von Klitzing. Hier soll ein Mobilfunkmast gebaut werden.

Quelle: Helge Treichel

Borgsdorf. Ein neuer Funkmast mit einer Höhe von 42,8  Metern soll auf dem Gelände des alten Gutshofes in Borgsdorf-Pinnow errichtet werden. Die Telekom möchte damit die Mobilfunkversorgung an der Autobahn sowie in Teilen von Hohen Neuendorf und Velten verbessern.

Ein diesbezüglicher Bauantrag sei Mitte  Dezember 2016 beim Bauordnungsamt des Landkreises eingegangen, informierte Kreissprecher Ronny Wappler auf Nachfrage. Nach seinen Worten ist das Verfahren noch nicht abgeschlossen. Einige Behörden, Unternehmen und Ämter hätten noch bis zum 5. Mai Zeit für eine Stellungnahme, darunter die Energie Mark Brandenburg (EMB), die Untere Naturschutzbehörde, die rechtliche Bauaufsicht sowie der Fachdienst Umweltschutz und Abfallbeseitigung. „Wenn alles ohne Nachforderungen vorliegt, kann der Bescheid erstellt werden“, so Wappler.

Auch die Stadt Hohen Neuendorf soll im Zuge des Genehmigungsverfahrens bis zum 28. April eine Stellungnahme abgeben. Diese sei allerdings noch nicht versendet, sagt Marketing-Fachbereichsleiterin Ariane Fäscher. Im Bauamt des Rathauses werde der Sendemast jedoch als „Entwicklungshemmnis“ für das betreffende Grundstück angesehen. Laut Flächennutzungsplan sei der ehemalige Gutshof „ein potenzieller Wohnungsstandort“. Im Moment stehe das Gelände zwar nicht im Fokus, weil keine konkreten Pläne vorliegen. Doch die Stadtplaner hätten dabei natürlich die nächsten 20 Jahre im Blick.

Aus diesem Grund werde sich die Stadtverwaltung um ein informelles Gespräch mit der Telekom bemühen. Dabei soll unter anderem die Frage gestellt werden, ob der Standort des Mastes nicht an den Rand des Grundstücks verlegt werden könnte. Eine rechtliche Handhabe, dies einzufordern, besitze die Stadt indes nicht. Da unter diesen Rahmenbedingungen „keine Versagungsgründe vorliegen, werden wir dem Vorhaben formal zustimmen“, sagt Ariane Fäscher. Denn eine möglichst lückenlose Mobilfunkversorgung betreffe wiederum auch die Daseinsvorsorge, die von der Stadt natürlich ebenfalls im Blick zu behalten sei. Denn schließlich wolle jeder Smartphonenutzer auch überall telefonieren und schnelle LTE-Datenverbindungen nutzen.

Genau darum geht es nach den Worten von Unternehmenssprecher Georg von Wagner auch der Deutschen Telekom AG. Mit dem Funkmast solle für Telekom-Kunden die Mobilfunkversorgung entlang der Autobahn A 10 und auf dem Gebiet der Kommunen Hohen Neuendorf und Velten mit den Technologien LTE, GSM und UMTS deutlich verbessert werden. Dabei gehe es um den Stadtteil Pinnow sowie das Gebiet rund um den Bernsteinsee in Velten, so der Telekomsprecher. „Dazu planen wir die Errichtung eines 42 Meter hohen Stahlgitter-Mobilfunkmastes im Hohen Neuendorfer Ortsteil Borgsdorf, Dorfstraße 1.“ Die Realisierung des Projektes sei für das erste Halbjahr 2018 vorgesehen.

Der Sendemast wird den Turm der nahen Kirche in Pinnow um rund zehn Meter überragen. Im Vorstand des Fördervereins besteht deshalb die Hoffnung, dass Standort und Höhe so gewählt werden, dass die optische „Konkurrenz“ der beiden Bauwerke minimiert wird. Grundsätzlich hat Fördervereinsvorsitzender Klaus Sokol aber keine Einwände: „Es gibt so viel Unschönes auf der Welt, da werden wir den Mast auch noch verdauen. Ich persönlich könnte damit leben.“

Von Helge Treichel

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