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Tempo 30 auf der Hauptstraße

Glienicke Tempo 30 auf der Hauptstraße

Ab sofort gilt ein erweitertes Tempolimit von 30 km/h auf der Hauptstraße in Glienicke. Bereits im April hatte die Verkehrsbehörde des Landkreises Tempo 30 für den westlichen Teil der Hauptstraße angeordnet. Jetzt wurden die betreffenden Schilder montiert.

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Die Männer vom Kreisstraßenbauhof montieren die neuen Schilder an der Glienicker Hauptstraße.

Quelle: Helge Treichel

Glienicke. Ab sofort gilt ein erweitertes Tempolimit von 30 km/h auf der Hauptstraße in Glienicke. War die Einschränkung bislang auf den Bereich vor der Grundschule begrenzt, so wurde der Bereich nun ausgeweitet bis zur Einmündung Oranienburger Chaussee (B 96). Bereits im April hatte die Verkehrsbehörde des Landkreises Tempo 30 für den westlichen Teil der Hauptstraße angeordnet. Am Dienstag und Mittwoch haben Mitarbeiter des Kreisstraßenbauhofs nun die betreffenden Schilder montiert.

Das erweiterte Tempolimit geht auf einen Antrag des Seniorenbeirates aus dem Jahr 2016 zurück, vor dem Casa Reha Seniorenheim „Angerhof“ eine Tempo-30-Zone einzurichten. Im April war der Seniorenbeirat dann informiert worden, dass der Antrag genehmigt wurde. „Darüber hinaus haben wir aktuell einen weiteren Antrag beim Landkreis gestellt, vor der Seniorenresidenz einen Fußgängerüberweg zu errichten“, informiert Kurt Beckers vom Seniorenbeirat der Gemeinde.

Da es für Kraftfahrer allerdings verwirrend gewesen wäre, vor der Schule und dem Seniorenheim kurz hintereinander zwei einzelne Abschnitte mit Tempolimit einzurichten, sei es für ihn plausibel und sinnvoll, die Abschnitte miteinander zu verbinden, sagt Bürgermeister Hans G. Oberlack (FDP). Nebenbei nütze die Regelung auch den aus- und einsteigenden Fahrgästen an der Bushaltestelle neben der Kirche. Darüber hinaus komme sie den Autofahrern entgegen, die von der Hattwichstraße auf die Hauptstraße abbiegen wollen, da die Kreuzung durch den Baumbestand nicht optimal übersichtlich ist. Neben der höheren Sicherheit erfülle die Maßnahme auch einen Lärmschutzaspekt, denn der Bereich sei sehr eng bebaut.

Kontrovers wird das Thema in den sozialen Medien diskutiert. Felix Teuber schildert ein kürzliches Fahrsicherheitstraining. Der Vergleich einer Gefahrenbremsung mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten habe gezeigt: „An der Stelle, an der der Pkw mit 30km/h steht, ist der Pkw mit 50km/h immer noch mit ungeminderter Geschwindigkeit unterwegs. Ein Tempolimit kann also durchaus sinnvoll sein, auch wenn ich mich als regelmäßiger Pkw-Fahrer darüber freue, stets flott und zügig an mein Ziel zu kommen.“

„Es heißt ,Hauptstraße’, da sollte man doch zügig mit dem Auto fahren können“, meint dagegen Daniela Seide Mainka. Ein Tempolimit vor der Schule sei okay, dahinter aber „unverständlich“. Eine zeitliche Begrenzung des Limits wünscht sich Juli Seifert. Und Linda Prochnow meint: „Irgendwann gurken wir hier nur noch im Schleichgang durch die Gegend.“

Für generell Tempo 30 innerhalb geschlossener Ortschaften wiederum spricht sich Stephan Vogel aus. Und Mischa Ortmann hat sogar nachgerechnet. Für die rund 540 Meter brauche er mit 50 km/h 39 Sekunden und mit 30 km/h 65 Sekunden. „Es wäre also ein Zeitverlust von etwa 26 Sekunden“, schreibt er via Facebook und bittet für eventuelle Streckenabweichungen um Nachsicht: „Gemessen habe ich vom Sofa aus.“

Ein flächendeckendes Tempolimit im gesamten Ort hält auch Bürgermeister Oberlack nicht für sinnvoll. Zudem verstehe er die Anlieger, die sich über den Nutzen von Tempo 30 Gedanken machen, „wenn sich nicht alle dran halten und die Polizei nicht kontrolliert“.

Der Verwaltungschef berichtet von einer Petition für Tempo 30 in der Schönfließer Straße. Das Ansinnen sei beim Landkreis eingereicht und werde dort derzeit bearbeitet. Tempo 30 für die Karl-Liebknecht-Straße – also die verlängerte Hauptstraße Richtung Schildow – hätte die Straßenverkehrsbehörde des Landkreises bereits abgelehnt.

Von Helge Treichel

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