Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / 1 ° Regenschauer

Navigation:
Tempo 30 würde helfen

MAZ-Umfrage Radfahrer Tempo 30 würde helfen

Die MAZ-Leser-Diskussion zur Sicherheit von Radfahrern und Fußgängern in Oranienburg geht weiter. Diesmal im Fokus: die Stelle in der Saarlandstraße, an der im Oktober ein tödlicher Unfall passierte. Außerdem meldet sich ein Oranienburger zu Wort, der inzwischen in Schottland lebt.

Voriger Artikel
Erst Gransee, dann Amerika
Nächster Artikel
3 Verletzte nach Säure-Attacke in Oranienburg

Tempo 30 vor der Kita in der Saarlandstraße wäre angebracht.

Quelle: Privat

Oranienburg. Die Verkehrsführung ist nicht nachvollziehbar

Hans-Ulrich Wolf: Noch ist nicht bekannt, ob menschliches oder technisches Versagen die Ursache des schweren Unfalls am Fußgängerüberweg am 23. Oktober in der Saarlandstraße der Auslöser war. Fest steht jedoch, die Folgen des Unfalls hätten minimiert werden können. Möglicherweise wäre kein Todesopfer zu beklagen. Noch schrecklicher der Gedanke, dass zu diesen Zeitpunkt eine Betreuerin der Kindertagesstätte mit zehn Kindern den Überweg genutzt hätte. Eine Horrorvorstellung. Mehrere Einwohner und auch die Kindertagesstätte hatten eine Tempo-30-Zone beantragt, was abgelehnt wurde. Auch die Verkehrsführung an der Kreuzung Saarlandstraße/Birkenallee ist für keinen Verkehrteilnehmer nachvollziehbar. Auch deshalb haben Bürger schon an das Straßenverkehrsamt sowie an die Stadtverwaltung Anträge zur Verbesserung gestellt. Alles wurde jedoch bisher abgelehnt. Der Unfall jedoch Anfang Oktober mit dem Bus und dem BMW basiert auf der unverständlichen Verkehrsführung an dieser Kreuzung.

Tagtäglich gibt es mehrere Hupkonzerte und Streitigkeiten zwischen den Kraftfahrern. In Gesprächen mit anderen Anwohnern und Kraftfahrern fühle ich mich in dieser Darstellung immer wieder bestätigt. Bei meinem Antrag an die Straßenverkehrsbehörde bekam ich unter andern folgende Antwort. Grundsätzlich soll nach der Verwaltungsvorschrift zum § 8 Straßenverkehrsordnung die Verkehrsregelung an Kreuzungen und Einmündungen so sein, dass es für den Verkehrsteilnehmer möglichst einfach ist, sich richtig zu verhalten.

Die vorhandene Regelung widerspricht jedoch eindeutig dieser Aussage. Dies belegen die täglichen Auseinandersetzungen zwischen den Kraftfahrern. Nur durch die Rücksicht auf die eigene Gesundheit und Erhaltung des Eigentums (Fahrzeug) lassen vorfahrtsberechtigte Fahrzeugführer Anderen den Vortritt, um den unweigerlichen Unfall zu verhindern. Durch eine Beschilderung der Kreuzung als abbiegende Hauptstraße (wie in der ganzen Bundesrepublik praktiziert) und den Zusatzzeichen 205; 206 und 306 der StVO, würde es den Verkehrsteilnehmern ermöglicht, sich richtig zu verhalten. In Bezug auf die Radfahrer ist der jetzige Zustand außerordentlich gefährlich. Von Netto kommend auf der Birkenallee haben die Radfahrer jetzt Vorfahrt, was aber häufig nicht beachtet wird. Bei einer Reduzierung der Geschwindigkeit auf Tempo 30 ab der Leharstraße bis Einmündung Eisenacher Straße würden auch die Radfahrer besser geschützt werden.

Durch die Reduzierung der Geschwindigkeit würde der Verkehr flüssiger erfolgen, da die angestrebte Vorfahrtsregelung dies erlaubt. Die angeführten Maßnahmen lassen sich noch untermauern durch die dann geringere Belastung durch Lärm und Abgas. Es kommt noch ein weiterer, bisher nicht berücksichtigter positiver Sachverhalt zur Geltung. Sämtliche Einsatzfahrzeuge, sei es der Notarzt, die Feuerwehr oder die Polizei, wären immer auf den Weg zur Umgehungsstraße und Autobahn auf der vorfahrtsberechtigten Straße. In vielen Orten des Landes Brandenburg ist Tempo 30 vor Kindereinrichtungen, auch bei Landestraßen, zu beobachten. Warum besteht in Oranienburg nicht die Möglichkeit? Auch ich bin kein Liebhaber von Tempo 30. Das Allgemeinwohl sollte jedoch im Vordergrund stehe.

Des weiteren möchte ich anregen, in der Berliner Straße, Einmündung Robert-Koch-Straße, vom Schloss kommend eine Leitlinie auf der Straße für die Linksabbieger anzubringen. Häufig entsteht dort ein Stau, weil Linksabbieger am rechten Straßenrand stehen, anstatt sich bei der erweiterten Straßenbreite links einzuordnen.

Beachtet die Regeln!

Manfred Kurth, Edinburgh: Als alter Oranienburger lese ich jeden Tag im Internet die MAZ. Seit den zwei tragischen Unfällen der letzten Zeit ist zu dem Thema viel geschrieben worden. Ich bin in Oranienburg viel mit dem Fahrrad, Motorrad und auch mit dem Auto unterwegs gewesen. Für Radfahrer war es schon immer gefährlich.

In den letzten Jahren wurde viel im Straßenbau getan. Das war auch bitternötig. Aber bei Planung, Projektierung und bei der Bauausführung hätte man doch dem Radverkehr berücksichtigen müssen. Denn in Oranienburg ist das Fahrrad ein wichtiges Fortbewegungsmittel. Der innerstädtische Busverkehr ist nicht optimal. Ein Tipp und Hinweis noch von mir. Vorsicht und gegenseitige Rücksichtnahme sind die Grundregeln für alle Teilnehmer im öffentlichen Straßenverkehr. Jeder Teilnehmer am öffentlichen Straßenverkehr hat die für ihn geltenden Bestimmungen zu kennen und einzuhalten.

Glauben Sie mir, wenn diese Regeln beachtet werden, wird es auch weniger Unfälle geben. Hier in Edinburgh funktioniert das ganz gut.

Auszug aus Lesermeinungen auf Facebook MAZ Oberhavel:


Andreas Renn: Ich fahre dort, wo es für mich sicher ist. Das kann auf dem rechten oder linken Radweg sein, auf der Straße (rechts), dem Fußweg (langsam, und auf Fußgänger achtend), und an Straßen immer daran denkend, dass LKW-Fahrer nix sehen, Autos rasen, Motorradfahrer sich durchdrängeln wollen, Kinder nicht gucken, und Radfahrer keine Führerscheinprüfung ablegten.

Michelé Karbe: Ich finde die Regelung am neuen Kreisverkehr für Radfahrer total gefährlich, da fahre ich lieber mit meinen Kind auf den Fußgängerweg. Ansonsten generell an allen Kreisverkehren besondere Rücksicht, da die meisten Autofahrer sich total unsicher sind, wenn jemand den Kreisverkehr überqueren möchte. Und an Verkehrsinseln, die hinter einer Kurve liegen, vielleicht ein Schild hinstellen, dass dort Fußgänger und Radfahrer sein können, z.B. die Verkehrsinsel am OWG-Gebäude.

Weitere Berichte zum Thema auf MAZonline.


Von MAZonline

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Oberhavel


57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg