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Oberhavel Tessa kämpft sich ins Leben zurück
Lokales Oberhavel Tessa kämpft sich ins Leben zurück
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00:19 06.01.2018
Tessa aus Birkenwerder mit ihrem Liebling Rusty. Quelle: privat
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Birkenwerder

Tessa Szereiks aus Birkenwerder ist auf dem (langen) Weg der Besserung. Nachdem die 22-Jährige nach ihrer zweiten Leukämieerkrankung und einer überwältigenden Hilfsbereitschaft am 7. Juni 2017 ihre Stammzellenspende erhalten hatte, kämpft sie sich zurück ins Leben – mit einigen Rückschlägen, aber zuversichtlich: „Ich freue mich auf dieses Jahr und bin gespannt was es so für uns bereithält“, schreibt sie der MAZ.

Spenderin unbekannt

Im vergangenen Februar hatten sich bei einer Typisierungsaktion in ihrem Heimatort 1327 Menschen Blut abnehmen und für eine Stammzellenspende registrieren lassen. Lange Schlangen bildeten sich vor der Regine-Hildebrandt-Gesamtschule. Gut zwei Monate später war der genetische „Zwilling“ gefunden. „Ich kenne meine Spenderin nicht“, sagt Tessa. Sie wisse nur, dass sie in Deutschland wohnt. „Aber egal woher sie kommt, ich habe sie jetzt schon gern.“ Ende Mai begann im Virchow-Klinikum Berlin die Therapie mit einer Ganzkörperbestrahlung. Ziel: das Immunsystem komplett herunterfahren.

Die Folge: Fieber, Übelkeit und weitere Nebenerscheinungen. Die Stammzellenspende „war so unspektakulär wie man es sich niemals erträumt hätte“, sagt Tessa: „Ich bekam einen kleinen Blutbeutel mit Stammzellen über meinen zentralen Venenkatheter. Das war die Transplantation. Tadaaa!“ Aber: „Zu dem Zeitpunkt ging mein Kampf erst richtig los.“ Täglich bekam die junge Frau Blutkonserven. „Krebs besiegt man nicht an einem Tag“, sagt sie. „Weder mit Chemo und Bestrahlung noch mit Transplantation ist alles erledigt. Man spaziert nicht ins Krankenhaus, bekommt einen Stammzellenblutbeutel und läuft am gleichen Tag freudestrahlend und gesund wieder raus. Man kämpft, man reißt sich zusammen und wenn alles gut läuft, klappt es…“

In den folgenden Wochen ging es der Kranken „relativ mies“ – trotz Einnahme starker Medikamente und liebevoller Fürsorge der Familie („die immer da waren und fleißig für mich gekocht haben, obwohl sie wussten, dass ich vermutlich nur Häppchen essen würde“). Und trotz der Freunde („die es einem nicht übel nahmen, wenn man vor lauter ,Drogen’ und Erschöpfung sehr viel schlief und kaum antwortete), trotz des tollen Teams aus Schwestern, Koordinatorinnen und Ärzten. „Aber ich lebe und somit hat sich die Sache gelohnt egal, wie anstrengend es bis jetzt war“, so Tessa.

Der Kopf wird klarer

Sie schildert, wie sie nach fünf Wochen „wieder klarer im Kopf“ wurde, wieder selbst essen wollte und endlich Bett und Zimmer verlassen konnte. Sie berichtet von ihrem Glücksgefühl, wieder daheim zu sein, wieder das eigene Bett und die eigene Dusche benutzen zu können, wieder mit der Familie gemütlich auf der Couch zu sitzen. Und: „Ich hatte meine über alles geliebte Katze zurück, was zwar nicht erlaubt, aber mir völlig egal war. Und ich war den ,Krankenhausfraß’ los.“

Dennoch ging und geht es ihr trotz all dem noch nicht wirklich gut. Das Essen klappte zuerst noch nicht, weil praktisch nichts drinnen blieb. Tessa fühlte sich schlapp, bekam Ausschläge. Sie verbrachte die meiste Zeit Serien guckend und mit kleinen Spaziergängen. Dazwischen: Arztbesuche, Blutkontrollen. Mitte August erwischte sie das Pfeiffersche Drüsenfieber. Tessa musste erneut stationär aufgenommen werden, verlor wieder an Gewicht. Als das überwunden war, traf sie sich wieder mit Freunden, fuhr mit den Eltern an die Ostsee. Als sie sich besser fühlte, kam vor Weihnachten erneut ein Rückschlag: Plötzliche Rückenschmerzen entpuppten sich als Gürtelrose. Tessa musste erneut für eine Woche ins Krankenhaus und befindet sich nun langsam erneut auf dem Wege der Besserung. Und: Die fremden Stammzellen sind laut der aktuellsten Analyse kurz vor Weihnachten vollständig angewachsen und übernehmen zunehmend die Blutzellenproduktion. „Es dauert lange, aber es wird. Ich bin auf dem richtigen Weg“, sagt Tessa.

Von Helge Treichel

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