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Oberhavel Tessa sucht einen Stammzellspender
Lokales Oberhavel Tessa sucht einen Stammzellspender
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15:38 14.02.2017
Tessa aus Birkenwerder ist dringend auf einen Stammzellspender angewiesen. Quelle: privat
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Brikenwerder

Der Krebs ist zurück. Vier Worte, die Tessa aus Birkenwerder gehofft hatte, nie zu hören. Doch der Blutkrebs hat die 21-Jährige wieder im Griff, nachdem sie vor zwei Jahren – kurz vor dem Abitur 2015– schon einmal die schockierende Diagnose erhielt. Sie kämpfe monatelang, musste sich einer Hochrisiko-Chemotherapie unterziehen. „Gerade bei jungen Patienten zeigt das oft Erfolg“, so Maria Matuschak von der DKMS. „Doch leider hielt es bei ihr nur kurz.“

Nun steht die junge Frau erneut vor der gleichen schockierenden Diagnose. Die Leukämie ist zurück. Was ihr jetzt nur noch helfen kann: eine Stammzelltransplantation. Deshalb ruft die DKMS (ehemals Deutsche Knochenmarkspenderdatei) am Sonnabend, 25. Februar, von 10 bis 15 Uhr zur großen Typisierungsaktion in die Regine-Hildebrandt-Gesamtschule Hubertusstraße 30, in Birkenwerder.

Lehrer rufen Typisierungsaktion ins Leben

Ein Team aus sechs Lehrkräften und pädagogischen Unterrichtshilfen hat die Aktion kurzfristig ins Leben gerufen. Als Schirmherr der Typisierungsaktion konnte Birkenweders Bürgermeister Stephan Zimniok gewonnen werden. „Ich bitte alle, kommt vorbei, lasst euch typisieren, spendet für diese Aktion und die wichtige Arbeit der DKMS“, lässt dieser ausrichten. Er selbst habe sich vor Jahren schon typisieren lassen, konnte aber „bisher noch niemandem helfen“. Er findet es wichtig, „dass sich so viele Menschen wie möglich registrieren lassen.“

Das hat auch einen privaten Hintergrund. Beate, seine Frau, betreut als Kinderkrankenschwester seit 20 Jahren in der Berliner Charité die „Kleinsten der Betroffenen“. Sie berichte häufig, „wie couragiert die kleinen Menschen und ihre Familien gegen die tückische Erkrankung kämpfen.“ Deshalb ist es ihm eine Herzensangelegenheit, alle aufzurufen, „um neben Tessa auch all Jenen Hoffnung zu geben, die von der grausamen Diagnose betroffen sind und nach einem passenden Spender suchen.“ Denn: „Niemand ist allein, die Menschen stehen selbst in der heutigen Zeit noch füreinander ein.“

Sieben Millionen Spender weltweit

Die DKMS beschreibt Tessa als lebenfrohe Person. Sie liebt es, zu reisen. „Während ihrer Schulzeit war sie neun Monate in Neuseeland, auch ein Taucherschein durfte da nicht fehlen. Sie wünscht sich nichts sehnlicher als wieder gesund zu werden und die weite Welt zu entdecken – ob über oder unter Wasser“, so die DKMS in einem Flugblatt, dass sie zusammen mit der Regine-Hildebrandt-Gesamtschule erstellt hat.

Sieben Millionen Spender sind weltweit bei der DKMS registriert. Ein „genetischer Zwilling“ ist selten, doch nicht unwahrscheinlich. Wer gesund, zwischen 17 und 55 Jahren alt ist, kann sich in die Spenderdatei eintragen lassen. Dafür werden fünf Milliliter Blut abgenommen, mit denen die Gewebemerkmale typisiert werden können. Ein Wangenschleimhautabstrich ist am 25. Februar nicht möglich, informiert die DKMS.

Typisierung ist kostenfrei

Laut DKMS erkrankt ungefähr alle 15 Minuten in Deutschland ein Mensch an Blutkrebs. Nur ein Drittel aller Blutkrebspatienten findet über die Familie einen passenden Spender. Jeder siebte sucht vergebens nach einem passenden Spender. Die Übertragung gesunder Stammzellen ist für viele die letzte Überlebenschance.

Bei der Registrierung entstehen Kosten in Höhe von 40 Euro, die die DKMS versucht mithilfe von Spenden zu finanzieren.

Mehr Informationen und die Nummer der Spendenkonten sind zu finden auf www.dkms.de

Von Marco Winkler

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