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Teurer Zaun um den Bernsteinsee

Veltener Badelandschaft an der Autobahn soll sicherer werden Teurer Zaun um den Bernsteinsee

Der Bernsteinsee bei Velten soll sicherer werden. Rings um das Freibad ist die Errichtung eines neuen Zaunes vorgesehen. Bisher konnten Badegäste nahezu ungehindert die am See vorbeiführende Autobahn erreichen. Vor allem für spielende Kinder eine Gefahrenquelle. Die Stadt hat für den 2,5 Kilometer langen Zaun 250 000 Euro veranschlagt.

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Das Hochsommerwetter lockt in diesen Tagen viele Besucher an den Veltener Bernsteinsee.

Quelle: Foto: Robert Roeske

Velten. Ein rostiger, an vielen Stellen löchriger Maschendrahtzaun umgibt das Badeparadies des Veltener Bernsteinsees. Eine Gefahr, vor allem für spielende Kinder, die ungehindert auf die neben dem See verlaufende Autobahn gelangen können – hat die Stadtverwaltung jetzt festgestellt. Es müsse schnellstmöglich ein neuer Zaun rund um die Freizeitanlage errichtet werden, heißt es in einem Beschlussantrag, mit dem sich der Finanzausschuss am kommenden Montag befassen wird. Etwa 250 000 Euro sind für die zweieinhalb Kilometer lange Zaunanlage veranschlagt. Im Haushalt für 2015 ist das Geld nicht eingeplant. Deshalb soll nun über eine außerplanmäßige Finanzierung entschieden werden.

Wie schlimm es um die Einfriedung des in städtischem Besitz befindlichen Bernsteinsees bestellt ist, war bei einer Ortsbegehung durch Mitarbeiter der Verwaltung und der Regionalentwicklungsgesellschaft Velten festgestellt worden. Die REG bewirtschaftet das Naherholungsgebiet im Auftrag der Stadt. „Der neue Zaun soll stabiler ausfallen“, sagt REG-Geschäftsführer Carsten Lecke. Zwei Meter hohe Stabgittermatten mit Überstiegsschutz sollen helfen, dass Gelände dicht zu machen.

Neben der Abgrenzung zur Autobahn führt die Stadt auch den Schutz der „unmittelbar an die intensive Freizeitnutzung angrenzenden sensiblen Naturbereiche“ ins Feld. So soll der neue Zaun im FKK-Bereich näher an den See rücken. Für die Nackten ist es mit dem Waldspaziergang dann vorbei.

Das Thema FKK und Zaun hatte Ende der 1970er-Jahre übrigens schon einmal für Aufregung gesorgt. Um den Blick von der Autobahn auf den Nacktbadestrand zu versperren, war extra ein kleiner Wall aufgeschüttet worden. Genützt hat es nichts, denn nun spazierten die Unbekleideten oben auf der Dammkrone. Die Verantwortlichen bemühten sogar den Berliner Psychologieprofessor Reiner Werner, ein Gutachten über die Gefahren für die Autoverkehr zu verfassen.

Probleme mit den Behörden bahnen sich auch diesmal an. Allerdings geht es jetzt um die Anerkennung des Bernsteinsees als Badegewässer. In der Kreisverwaltung gibt es offenbar Zweifel, obwohl der See seit den 1970er-Jahren bewirtschaftet wird. Die Stadt Velten und die REG berufen sich auf das Bergrecht. Denn nach dem Kiesabbau für die Autobahn war das Gelände für die Erholungsnutzung bestimmt worden. Für Klärung soll jetzt das Landesbergamt in Cottbus sorgen.

Von Ulrich Bergt

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