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Theater und Apfelbäume zu Ehren des Reformators

Oranienburg Theater und Apfelbäume zu Ehren des Reformators

Die aktuelle Ausstellung zur Reformation ist derzeit in der Oranienburger Nicolaikirche zu sehen. Im Herbst soll der Reformator in der Stadt zudem mit modernem Theater und sieben Apfelbaum-Pflanztagen geehrt werden.

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Pfarrer Arndt Farack, Luther-Apfelbaum-Initiatorin Kerstin Kausche, Gymnasiumschef Jochen Peuckert und TKO-Geschäftsführer Jürgen Höhn organisieren und finanzieren die Events (v. l.) .

Oranienburg. Mit moderner Theaterkunst und ganz besonderem Grün wird Oranienburg im Herbst 2017 den Reformator Martin Luther ehren. 500 Jahre Reformation werden in diesem Jahr allerorts gefeiert. „Die Zeit der Reformation war mit einem enormen Bildungsschub verbunden. Luther setzte sich dafür ein, dass jedes Kind zur Schule gehen konnte, dass das Bettelwesen abgeschafft wurde, es eine Art Grundeinkommen für jeden gab. Wir wollen uns 2017 nicht nur an unsere Wurzeln erinnern, sondern brauchen auch in Zukunft ein gutes Bildungs- und Sozialwesen, um die Probleme meistern zu können. Und wird müssen uns als Körperschaften gegenseitig stärken“, so der evangelische Pfarrer Arndt Farack.

Auf dieser Basis hatten die Organisatoren des Luther-Herbstes zusammengefunden: Kerstin Kausche, Initiatorin der Frauengemeinschaft der „Luther-Apfelbäume“ hatte vom musikalischen Theaterstück „Play Luther“ erfahren. Die Akteure, die mehr als 120 Vorstellungen bundesweit geben, sind nun an drei Tagen in September in Oranienburg zu Gast: Am 3. stehen sie nach einem Gottesdienst um 14 Uhr mit Musik von 30 Posaunenbläsern ab 15.30 Uhr auf der Bühne der Germendorfer Kirche, am Montag, 4. September, ab 11 Uhr im Mosaikgymnasium und am Abend dieses Tages um 19 Uhr in der Orangerie. Der Eintritt ist jeweils frei, jedermann willkommen zu Spiel und Liedern über das Leben und in der Sprache des Reformators. 55 Karten für die Orangerie sind bereits vergeben, 200 Plätze gibt es. Die Organisatoren finanzieren die Auftritte gemeinsam, stellen Räume zur Verfügung. Förderung gibt es von der Stadt, beim Kreis ist sie beantragt.

Die 35 Oranienburger Apfelbaumpatinnen, die sieben Luther-Bäume zu je 500 Euro in der Gärtnerei der Hoffnungstaler Werkstätten erworben haben und zusammen mit der Volkssolidarität nun auch noch Bänke für jeden Baum, hergestellt in den Schönfließer Werkstätten für Behinderte bauen lassen und sponsern, besuchen am 21. Oktober gemeinsam die Lutherstadt Wittenberg. Ab 22. Oktober dann gibt es eine Pflanzwoche. Täglich wird ein Baum in Oranienburg gesetzt, stellen sich die Einrichtungen vor. Lutheräpfel gedeihen dann: am Hospiz, dem Mosaikgymnasium, an der Germendorfer Kirche, der Schule St. Johannesberg, am Krankenhaus, der Martin-Luther-Kita und im Schlosspark.

Von Heike Bergt

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